Zeitzeichen

Theologen proben Aufstand

“Instrumentalisieren die zum guten Teil bekannten Kritiker die gegenwärtige Zölibats-Diskussion?”

Mehr als ein Drittel deutschsprachiger Professoren unterzeichnet Reformkatalog – Deutsche Bischofskonferenz begrüsst Beteiligung an Dialogprozess, sieht aber Klärungsbedarf – ZdK unterstützt Forderungen – Forum Deutscher Katholiken übt scharfe Kritik

München/Bonn (DT/KNA/pd), 04.02.2011

Mehr als 150 Theologieprofessoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz votieren für tiefgreifende Reformen in der katholischen Kirche. In der im Internet unter memorandum-freiheit.de veröffentlichten Erklärung mit dem Titel “Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch” plädieren die Theologen unter anderem für eine stärkere Beteiligung der Gläubigen an der Bestellung von Amtsträgern, die Priesterweihe auch von Verheirateten, eine verbesserte kirchliche Rechtskultur und mehr Respekt vor individuellen Lebensentscheidungen.

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Dass Menschen miteinander sprechen, ist selbstverständlich

Hellhörig sollte aber machen, wird ein Dialog eingefordert

Tagespost, von Alexander Riebel, 04.02.2011

Dass Menschen miteinander sprechen, ist selbstverständlich. Hellhörig sollte aber machen, wird ein Dialog eingefordert. Dann entlarven sich Dialogprozesse schnell als blosse Machtspiele. Schuld daran, dass der Dialog seine Unschuld verloren hat, sind Sprachphilosophie und Diskurstheorie.

Durfte man glauben, dass das Reden über Konsens und Dialog, wie es der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder für seine Politik hoffähig gemacht hat, wieder aufhören würde? Nein, weil hier etwas Grundsätzliches in Bewegung geraten war, in dem auch Schröder nur die Rolle eine kleines Rädchen spielte; und am Ende seiner Konsenspolitik stand zumeist sein Basta. Aber auch das Basta gehört zum grossen Ganzen. Denn was hinter der öffentlichen Dialogbereitschaft steht, ist häufig nur der Kampf um die Durchsetzung der eigenen Positionen. Woher kam aber auf einmal die Rede vom Konsens, auf die Schröder durch Jürgen Habermas aufmerksam wurde? Weiterlesen

Wer verteidigt die Schafe vor den Wölfen?

Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz jedenfalls nicht.

Die Kräfte von unten haben nie geschwiegen, sondern brüllen in den Medien.

Ein kath.net-Kommentar von Gabriele Kuby zum Theologen-Memorandum und zur Aussendung von P. Langendörfer

München, kath.net, 04.02.2011

Die 143 Theologen, welche das Memorandum “Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch” verfasst haben, hätten es kürzer sagen können: Schafft den Papst und das Lehramt ab, und wenn das in der Weltkirche nicht geht, dann wenigstens in Deutschland. Sie kochen ihre Suppe auf den sexuellen Sünden einer kleinen Minderheit der katholischen Priester, die in den letzten vierzig Jahren ihre homosexuellen Neigungen an ihnen anvertrauten Jungen ausgelebt haben. Haben sich die Unterzeichner jemals zum alltäglichen, millionenfachen Missbrauch von Kindern in unserer Gesellschaft zu Wort gemeldet?

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Dialog oder Disposition?

Welchen Erfolg darf eine Landeskirche erwarten, die nur noch die eigene Meinung vertreten möchte?

Eine Meinung, die in wesentlichen Punkten derjenigen der Weltkirche diametral gegenüber steht. Wohlverstanden in einer Zeit, in der Millionen  Menschen Orientierung  und Lebenssinn suchen. 

04.02.2011: Erklärung zum Memorandum “Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch”

Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ, erklärt zum Memorandum “Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch”:

Mit ihrem Memorandum wollen zahlreiche Professorinnen und Professoren der Katholischen Theologie zum Gespräch über die Zukunft von Glauben und Kirche in Deutschland  beitragen. Zu diesem Gespräch haben die deutschen Bischöfe eingeladen. Es benötigt anregende und weiterführende Einsichten und Überlegungen. Es ist ein gutes Signal, dass sich auch die Unterzeichner daran beteiligen wollen. Seit über zwanzig Jahren gibt es einen strukturierten Dialog der deutschen Bischöfe mit den Fachleuten der verschiedenen Fächer der Theologie. Er hat sich bewährt und ist für beide Seiten vorteilhaft. Weiterlesen

Was ist ein katholischer Journalist?

Katholisch ist der, der sich an den definitiven Massgaben des Lehramtes in Fragen des Glaubens und der Sitten orientiert 

Katholisch ist der – und nur der – Journalist, der sich an den definitiven Massgaben des Lehramtes der Una Sancta in Fragen des Glaubens und der Sitten orientiert und von loyaler Liebe zur Kirche erfüllt ist. Punkt. Von Oliver Maksan / Die Tagespost

Würzburg (kath.net/Tagespost, 24.08.2010

Was ist ein katholischer Journalist? Die Antwort auf diese aus gegebenem Anlass ausserordentlich umstrittene Frage ist – das sei einleitend bemerkt – ausserordentlich einfach und bedarf keiner hermeneutischen Klimmzüge: katholisch ist der – und nur der – Journalist, der sich an den definitiven Massgaben des Lehramtes der Una Sancta in Fragen des Glaubens und der Sitten orientiert und von loyaler Liebe zur Kirche erfüllt ist. Punkt. Oder verbindlicher mit Augustinus formuliert: Im Notwendigen Einheit, im Zweifel Vielfalt, in allem aber Liebe. In dieser Reihenfolge.

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St. Gallen: Pfarrer kein Stimmrecht mehr in seiner Gemeinde

Stimmbeteiligung von 20.6 Prozent: Gerade jeder 5. stimmberechtigte Katholik an der Urne

St. Gallen, kath.net, 28. September 2006 

Verfassungsänderung des katholischen Konfessionsteiles im Bistum St. Gallen: Pfarrer haben kein Stimmrecht mehr in den staatskirchenrechtlichen Gremien.

Die Katholiken des Kantons St. Gallen haben am Sonntag der Verfassungsänderung des katholischen Konfessionsteiles deutlich zugestimmt. 27.565 zustimmende Gläubige wollten im Gegensatz zu 4.219 ablehnenden die Rechte des Pfarrers in den Kirchgemeinden beschneiden.

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Globale Risiken 2011, Sechste Auflage bietet Erkenntnisse

Neuer Bericht warnt:
Globale Steuerungssysteme sind mit heutigen Risiken überfordert

London, 12. Januar 2011 –

Die Finanzkrise hat die Widerstandsfähigkeit der Welt gegenüber weiteren Schocks geschwächt. Während sich Anzahl und Intensität globaler Risiken drastisch ausweiten, sind globale Steuerungssysteme nicht ausreichend auf diese Situation vorbereitet. Diese Schlussfolgerungen zieht der heute erschienene Bericht des World Economic Forum Globale Risiken 2011, Sechste Auflage.

Die Systeme des 20. Jahrhunderts sind den Risiken des 21. Jahrhunderts nicht mehr gewachsen. “Um globale Risiken zu erkennen und einzudämmen, bevor sie eine globale Krise auslösen, sind neue vernetzte Systeme vonnöten”, so Robert Greenhill, Managing Director und Chief Business Officer des World Economic Forum. Weiterlesen

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