“Christsein ist kein Vergehen”
– Muslime bei Trauerfeier
Frankfurt (DT), Tagespost, 10.01.2011,von Regina Einig
In der gesteckt vollen Kirche der Frankfurter koptisch-orthodoxen Markus-Gemeinde haben am Samstag Nachmittag Hunderte in einem ökumenischen Gebet der Opfer des Anschlags von Alexandria an Neujahr gedacht. Das Gemeindezentrum im Frankfurter Westen stand während der Feierstunde unter Polizeischutz. Den traditionellen Ritus für die Entschlafenen leitete der Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian. Zahlreiche Vertreter der christlichen Kirchen und Gemeinschaften sowie Vertreter der Politik nahmen an der Feierstunde teil: Limburgs Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, die stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau Cordelia Kopsch, Vater Athenagoras Ziliaskopoulos als Vertreter der orthodoxen Bischofskonferenz, die ehemalige Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), die Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach (CDU), Rudolf Kriszeleit, Staatssekretär des Justizministeriums, der äthiopisch-deutsche Unternehmensberater Prinz Asfa-Wossen Asserate sowie Uwe Becker (CDU) als Vertreter der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU). Vor der Feier hatte sich Bischof Anba Damian mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime Aiman Mayzek getroffen. Weiterlesen
Der mutigste Gottesmann der Welt
Der Bischof von Bagdad
Bagdad – Die alltägliche Gewalt im Irak – sie richtet sich auch gegen die christliche Gemeinde. Immer wieder gibt es Berichte über Morde, Entführungen, geschändete Kirchen. Mitten im Chaos trotzt ein Mann der Gefahr: Monsignore Shlemon Warduni (64), Weihbischof von Bagdad, Gottes härtester Priester!
Warduni stammt aus Batnaya im Norden des Landes. Seit fast 40 Jahren ist er Priester, 2001 wurde er Weihbischof. Schon unter Saddam Hussein († 69) hat er die Verfolgung von Christen erlebt. Doch so schlimm wie jetzt war es noch nie. Weiterlesen
“Eine Schande”
Für die Christen im Irak beginnt das neue Jahr so, wie das alte endete
…. mit Gewalt. Papst Benedikt kritisierte das Platzieren von Bomben vor Häusern von Christen in Bagdad öffentlich; der leidgeprüfte Bagdader Weihbischof Shlemon Warduni spricht von “nicht zu rechtfertigenden Terrorakten”.
“Das sind Leute ohne Gewissen, ohne Religion. Was sie machen, ist gegen Gott und gegen die Menschheit, und mehr noch, auch gegen sie selbst und ihre Familien, denn sie leben nicht in Frieden. Wir danken dem Heiligen Vater, dass er uns in seiner Botschaft gedachte, und wir bitten Gott uns zu stärken, damit wir alle den Herrn in Frieden und Sicherheit verherrlichen können.” Weiterlesen
„Die wichtigste Stadt der Welt“
Der Bürgermeister von Bethlehem über Weihnachten in der Geburtsstadt Jesu und die Nöte ihrer Bewohner
Tagespost, 22.12.2010, von Johannes Zang
Herr Bürgermeister, wie wird Weihnachten in Bethlehem gefeiert?
Weihnachten ist die Zeit zum Feiern für Bethlehem. Bethlehem ist ja die Wiege der Christenheit. Die Straßen sind geschmückt. Präsident Mahmoud Abbas hat den Christbaum entzündet. Wie jedes Jahr feiern wir Weihnachten, obwohl wir immer noch unter Belagerung hinter dieser Mauer der Trennung leben. Weiterlesen
Bundestag fordert zum Einsatz für weltweite Religionsfreiheit auf
Koalitionsvertreter beklagen Christenverfolgung
– Opposition warnt vor wachsender Islamfeindlichkeit
Berlin (DT/KNA) Der Deutsche Bundestag hat die Bundesregierung mit deutlicher Mehrheit zum Einsatz für Religions- und Gewissensfreiheit aufgefordert. In einer über anderthalbstündigen Debatte beklagten Redner aller Fraktionen Verletzungen der Religionsfreiheit in zahlreichen Ländern weltweit. Koalitionsvertreter legten den Schwerpunkt auf verfolgte Christen; im Irak erlebten viele von ihnen derzeit die Hölle. Lagerübergreifend wurden auch andere verfolgte Gruppen wie die Bahai in Ägypten und im Iran genannt. Redner der Opposition warnten vor wachsender Islamfeindlichkeit in Europa. Weiterlesen
“Amerika muss sich endlich einsetzen”
CDU appelliert an Bundesregierung
die Situation der Christen im Irak vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen
Tagespost, 17.12.2010, von Markus Reder
Die CDU fordert die Bundesregierung auf, sich für den Schutz der Christen im Irak einzusetzen. Was erwarten Sie sich davon?
Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht. Ich erwarte, dass die Bundesregierung die Frage des Schutzes der Christen im Irak vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bringt. Ab 1. Januar hat Deutschland dort für zwei Jahre einen Sitz. Das ist eine einmalige Chance, die wir nutzen sollten. Mit dem nun vom CDU-Bundesvorstand angenommenen Antrag fordert die ganze Partei die Kanzlerin auf, dies zu tun. Dem kann sich Angela Merkel nicht entziehen. Die CDU ist schließlich stärkster Partner in der Regierungskoalition. Weiterlesen
Im Blickpunkt: Zeit zur Zusammenarbeit
Höchste Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen
Tagespost, 17.12.2010 Von Regina Einig
Neunzig Minuten Bundestagsdebatte über die Religionsfreiheit verändern die Welt nicht, sind aber immerhin ein Signal. Höchste Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen, denn Gewalt und Diskriminierung überschatten das Leben der Christen in immer mehr Ländern. Von Nordkorea bis Nigeria sehen die Gläubigen Weihnachten mit Sorgen entgegen. Festmessen in bewachten Kirchen könnten im Irak triste Normalität werden. Mit bemerkenswertem Gleichmut haben sich westliche Regierungen damit arrangiert, Christenverfolgung hinzunehmen, während Milliarden in die Rüstungsindustrie fließen. Einschränkungen der Religionsfreiheit bis zum Missionsverbot sind jedoch kein Kavaliersdelikt. Die Situation vieler politisch verfolgter Christen ähnelt dem Schicksal der Menschen die in extremer Armut leben. Beiden bleibt oft nur die Wahl zwischen Exil oder Tod. Weiterlesen





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