Zeitzeichen

Bundestag fordert zum Einsatz für weltweite Religionsfreiheit auf

 Koalitionsvertreter beklagen Christenverfolgung
– Opposition warnt vor wachsender Islamfeindlichkeit

Tagespost, 17.12.2010

Berlin (DT/KNA) Der Deutsche Bundestag hat die Bundesregierung mit deutlicher Mehrheit zum Einsatz für Religions- und Gewissensfreiheit aufgefordert. In einer über anderthalbstündigen Debatte beklagten Redner aller Fraktionen Verletzungen der Religionsfreiheit in zahlreichen Ländern weltweit. Koalitionsvertreter legten den Schwerpunkt auf verfolgte Christen; im Irak erlebten viele von ihnen derzeit die Hölle. Lagerübergreifend wurden auch andere verfolgte Gruppen wie die Bahai in Ägypten und im Iran genannt. Redner der Opposition warnten vor wachsender Islamfeindlichkeit in Europa. Weiterlesen

„Amerika muss sich endlich einsetzen“

CDU appelliert an Bundesregierung
die Situation der Christen im Irak vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen 

Tagespost, 17.12.2010, von Markus Reder
 
Die CDU fordert die Bundesregierung auf, sich für den Schutz der Christen im Irak einzusetzen. Was erwarten Sie sich davon?

Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht. Ich erwarte, dass die Bundesregierung die Frage des Schutzes der Christen im Irak vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bringt. Ab 1. Januar hat Deutschland dort für zwei Jahre einen Sitz. Das ist eine einmalige Chance, die wir nutzen sollten. Mit dem nun vom CDU-Bundesvorstand angenommenen Antrag fordert die ganze Partei die Kanzlerin auf, dies zu tun. Dem kann sich Angela Merkel nicht entziehen. Die CDU ist schließlich stärkster Partner in der Regierungskoalition. Weiterlesen

Im Blickpunkt: Zeit zur Zusammenarbeit

Höchste Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen

Tagespost, 17.12.2010 Von Regina Einig

Neunzig Minuten Bundestagsdebatte über die Religionsfreiheit verändern die Welt nicht, sind aber immerhin ein Signal. Höchste Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen, denn Gewalt und Diskriminierung überschatten das Leben der Christen in immer mehr Ländern. Von Nordkorea bis Nigeria sehen die Gläubigen Weihnachten mit Sorgen entgegen. Festmessen in bewachten Kirchen könnten im Irak triste Normalität werden. Mit bemerkenswertem Gleichmut haben sich westliche Regierungen damit arrangiert, Christenverfolgung hinzunehmen, während Milliarden in die Rüstungsindustrie fließen. Einschränkungen der Religionsfreiheit bis zum Missionsverbot sind jedoch kein Kavaliersdelikt. Die Situation vieler politisch verfolgter Christen ähnelt dem Schicksal der Menschen die in extremer Armut leben. Beiden bleibt oft nur die Wahl zwischen Exil oder Tod. Weiterlesen

Zunehmende Intoleranz gegenüber Christen in Europa

Vatikansprecher P. Lombardi verweist auf „Akte des Vandalismus
und des Hasses, die gegen Kirchen und religiöse Symbole verübt wurden“ sowie Beleidigung von Personen

Vatikanstadt, 16.12.2010, kath.net/KAP
Der Vatikan ist über das neue Phänomen der Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen in Europa besorgt. Vatikansprecher P. Federico Lombardi äußerte sich zu diesem Thema in der jüngsten Ausgabe des CTV-Fernsehmagazins „Octava Dies“. Dabei bezog sich der Direktor des vatikanischen Pressesaals auf den Fünf-Jahres-Bericht der Beobachtungsstelle „Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe“, der am Freitag in Wien veröffentlicht worden ist. Die Bedeutung des neuen Berichts liege „gerade in dessen Auflistung einer langen und ausführlichen Reihe von Beispielen der Intoleranz gegenüber Christen in Europa“, so Lombardi. Dabei erwähnte er „Akte des Vandalismus, des Hasses, die gegen Kirchen und religiöse Symbole verübt wurden, Manifestationen des Hasses und der Beleidigung von Personen“. Weiterlesen

Freiheit

Eines der menschlichen Grundrechte

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will,
sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will…

Jean-Jacques Rousseau

Brauchen wir das christliche Erbe noch

Nein, befindet FDP-Generalsekretär Christian Lindner
der dieses Erbe für gestrig hält
Südkurier, 11.12.2010

Die FDP ist – abgesehen von der Linkspartei – jene Partei, die den Kirchen am fernsten steht. Ihr Programm wurzelt im Liberalismus des 19. Jahrhunderts, der die Freiheit des Einzelnen aufs Podest stellte und ihn aus den Bindungen an Kirche und Tradition lösen wollte. Die Vorstöße der Mit-Regierungspartei in diesem Jahr zielen alle in eine Richtung: Sie wollen die Kirchen auf private Vereinigungen stutzen und ihnen den Zugang zu staatlicher Förderung verwehren. Kirche ja, Kirchensteuer nein – so lautet die Marschroute. Nun dreht ein führender FDP-Mann das liberale Rad noch kräftig weiter: Christian Lindner, Generalsekretär der Bundespartei, wünscht sich die Abkehr vom christlich- jüdischen Menschenbild, das er für überholt und angestaubt hält. Weiterlesen

katholisch-informiert.ch

Eine Laieninitiative zur Anerkennung der enormen Anstrengungen
des katholischen Lehramtes, Papst Benedikt XVI. unserer Bischöfe und Priester

Sie alle bemühen sich tagtäglich den Glauben von Millionen Menschen, den katholischen Glauben zu hüten, zu pflegen und zu schützen. Ein Glaube der weltweit, vor allem in Asien, Südamerika und Afrika prosperiert in Europa, gerade im deutschsprachigen Raum aber zusehend vielfältig bedroht wird. Es kann in der Tat nicht sein, Zitat: „Katholiken bekunden Solidarität“, dass „öffentliche Rufe aus Kirchenkreisen nach einem Rücktritt des Bischofs“ erfolgen.

Helfen Sie uns mit, die Arbeiten unseres Lehramtes zu unterstützen, geben Sie unsere Adresse weiter. Weiterlesen

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