Eine kleine Zeitgeistanalyse
Zeitgeist nennt man den Lebensstil, die Mode, die geistige Atmosphäre, die in einer Gesellschaft gerade herrscht
europe4christ net, Karl Josef Wallner
Zeitgeist nennt man den Lebensstil, die Mode, die geistige Atmosphäre, die in einer Gesellschaft gerade herrscht. Definitionsgemäss ist der Zeitgeist absolut wandlungsfähig, er ist ein vergänglicher Hauch, der heute so und morgen so weht. Schon von daher ist klar, dass eine Bewegung wie das Christentum, die auf Fundamente gegründet ist, die nicht wandelbar sind, in Spannung steht zum Zeitgeist. Nicht nur heute, sondern zu allen Zeiten!
Christus hat den Anspruch erhoben, dass Himmel und Erde vergehen, seine Worte aber nicht. Er hat die Verheissung gegeben, dass sein Heiliger Geist in die ganze Wahrheit einführt, und dass dieser Geist weht wo er will. Zeitgeist und Heiliger Geist sind geborene Feinde; besser gesagt: der Zeitgeist braucht immer die Erlösung durch den Heiligen Geist, damit er weiss, dass er nur ein “Lüftchen” ist, das im nächsten Augenblick schon wieder spurlos verweht ist. Wo gibt es derzeit Konfrontationslinien zwischen Zeitgeist und Heiligem Geist?
“Wie ist die Lage der Kirche?”
Apostasie und die Kirche – Von Armin Schwibach/Komma-Magazin
Rom, kath.net/Komma, 27.08.2008
“Wie ist die Lage der Kirche?” Mit dieser Frage wandte sich Papst Paul VI. am 14. Januar 1967 an den Schweizer Kardinal Charles Journet. “Tragisch, Heiligkeit”, antwortete der Theologe, Philosoph und Teilnehmer am II. Vatikanischen Konzil sowie enge Vertraute des Montini-Papstes. Etwas mehr als ein Jahr war nach Abschluss des Konzils vergangen.
Der Papst und der Kardinal standen noch unter dem Schock des 1966 mit kirchlichem Segen publizierten “Holländischen Katechismus”, dem eine Kardinals-Kommission, der auch Charles Journet angehörte, bescheinigt hatte, “im Inneren der Kirche die eine Orthodoxie durch eine andere auszutauschen, an die Stelle der traditionellen Orthodoxie eine moderne Orthodoxie zu setzen”.
Kroatien zweifelt an Europa
Die einstige Europa-Euphorie ist einer tiefen Enttäuschung gewichen
Die Tagespost, 30.05.2011, von Stephan Baier
Der Ausverkauf des Landes, die triste Wirtschaftslage und Haager Ungerechtigkeiten bringen den EU-Beitritt in Verruf
Früher als die Staatenwelt, hat der Heilige Stuhl 1991 die Souveränität und Unabhängigkeit Kroatiens, als es sich aus dem jugoslawischen Völkerkerker befreite, anerkannt. Vehementer als die Staatenlenker hat sich Papst Johannes Paul II. für eine EU-Aufnahme Kroatiens eingesetzt. Auf den ersten Blick könnte man darum meinen, Benedikt XVI. reise am kommenden Wochenende nach Kroatien, um den Erfolg der Politik seines Vorgängers zu feiern. Immerhin steht Kroatien unmittelbar vor dem Abschluss seiner langwierigen, durch Brüsseler Auflagen, britische und niederländische Ungerechtigkeiten, eine einjährige slowenische Blockade und viele Intrigen hinausgezögerten Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union. Wenn nun alles nach Plan geht, wenn die Ratifizierungsverfahren reibungsfrei über die Bühne gehen, kann Kroatien 2013 der EU angehören.
Vatikan: Abbas diese Woche beim Papst
Papst Benedikt XVI. empfängt am Freitag den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas in Privataudienz
Rom, Radio Vatikan, 31.05.2011
Papst Benedikt XVI. empfängt am Freitag den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas in Privataudienz. Über Anlass und Inhalt der Unterredung wurde zunächst nichts bekannt. Es ist aber wohl davon auszugehen, dass es bei der Zusammenkunft um die Zukunft Palästinas und das Verhältnis zu Israel gehen wird. Es ist die vierte Zusammenkunft des Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde mit dem Papst. Zuletzt war Abbas im Oktober 2009 im Vatikan. Abbas kommt für das Fest der italienischen Republik
Erst der Kaiser, dann der Papst
Ein Christ betet nie gegen jemanden, sondern zu Gott
Der Antichrist und die missbräuchliche Auslegung der Geheimen Offenbarung. Von Klaus Berger
Ist es ein Symptom für den Zustand der Ökumene, dass nun auch der jahrhundertealte Streit um den Papst als Antichrist wieder entbrannt ist? Bischof Gerhard Ludwig Müller hatte kürzlich gefordert, die Evangelischen möchten sich bitte von der reformatorischen Vorstellung, der Papst sei der Antichrist, distanzieren. Nein, war die Antwort, solches sei längst eingestellt. Niemand hege mehr diese Auffassung. Für die evangelische Kirche in Deutschland trifft das zu. Doch weltweit gesehen nehmen bei den sich als reformatorisch verstehenden Christen diejenigen eher zu, die der von Martin Luther ab 1520 vertretenen These anhängen, der Papst sei in der Tat der Antichrist. Man lese dazu den gründlich recherchierten Artikel “Antichrist” des Lutheraners Gottfried Seebass in TRE III, 24–43. Daraus ist für die Beurteilung der gegenwärtigen Lage wichtig:
Generalvikariat, kath. Kirche im Kanton Zürich
Stellungnahme zum Artikel im Tages-Anzeiger vom 12. Mai 2011
“Dritte Chance für Meilemer Pfarrer”
Dem Generalvikar für die Kantone Zürich und Glarus, Dr. Josef Annen, und seinem Informationsbeauftragten, Christian Breitschmid, ist es ein Anliegen, die Leserinnen und Leser des Tages-Anzeigers sowie all jene, welche über den Newsletter oder die Website der Katholischen Kirche im Kanton Zürich und andere Vertriebsquellen ob genannten Artikels ansichtig wurden, darüber zu informieren, dass es sich bei dieser Publikation um ein Beispiel unseriösen Journalismus‘ handelt; nicht mehr und nicht weniger.
Der Verfasser des Artikels hat offensichtlich aufgrund anonymer Anschuldigungen versucht, den Pfarradministrator von Meilen, Otmar Bischof, in Amt und Person als zweifelhafte Figur darzustellen. Personalwechsel im Pfarreiteam und in der Kirchenpflege sollten Ausdruck sein für die Unmöglichkeit, mit Otmar Bischof zusammenzuarbeiten.
Dritte Chance für den Pfarrer von Meilen
Die erneuerte Kirchenpflege stärkt Bischof den Rücken
Tagesanzeiger, 12.05.2011, von Lorenzo Petrò.
In Benken zerstritt sich Pfarrer Othmar Bischof mit einem Kollegen, in Meilen kündigen Mitarbeiter und die halbe Kirchenpflege. Nun soll alles gut sein.
Vor einem Jahr gab die katholische Kirchenpflege von Meilen ihrem Pfarrer Otmar Bischof eine zweite Chance. Dies, nachdem drei von sieben Kirchenpflegemitglieder den Bettel hingeschmissen hatten, weil sie mit Bischof nicht mehr zusammenarbeiten wollten. Sie störten sich an dessen Führungsstil. Josef Annen, Generalvikar der katholischen Kirche im Kanton, sah Handlungsbedarf und ordnete ein Coaching für den umstrittenen Pfarradministrator an.



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