“Priester zudienen, auch wenn dieser weniger kompetent ist”
“Der Heilige Geist hat Unmögliches möglich gemacht!”
Seit vierzig Jahren gibt es im Bistum Chur Theologen/-innen im Laienstand
In Zürich und auf der Ufenau trafen sich rund 100 Theologen/-innen des Bistums Chur und feierten, dass sich seit 40 Jahren Frauen und Männer in vielfältiger Weise in der Kirche engagieren und nicht mehr aus dem Bild der Kirche wegzudenken sind.
Der veranstaltende Generalvikar Josef Annen (ZH/GL) aus Küssnacht SZ hiess die bunte Schar der Theologinnen und Theologen im Pfarreizentrum
Liebfrauen in Zürich willkommen. Er verwies auf das Abbröckeln der Priesteramtskandidaten im Priesterseminar St. Luzi in den 60er Jahren.
Es meldeten sich jedoch Frauen und Männer, die Theologie studieren, sich aber nicht weihen lassen wollten. «Sollten wir ihre Berufung verweigern?», fragte Josef Annen rhetorisch und machte auf die noch heute herrschende Problematik der Bezeichnung hin.
Hoffnung für Levo
Nach dem Einmarsch der USA 2003 bricht im Irak das Chaos aus
Nach dem Einmarsch der USA 2003 bricht im Irak das Chaos aus. Schiiten und Sunniten bekämpfen sich. Tausende Christen flüchten vor dem islamistischen Terror in den Norden. In Armut und im Elend leben sie dort. Die Kirche will neue Hoffnung geben. Eine Reportage. Von André Stiefenhofer
Eine halb zerfetzte kurdische Fahne flattert auf dem Dach, der Wind pfeift über die mit roten Mohnblumen getupften grünen Wiesen, die Sonne scheint, es ist ein kalter Maitag. Afram Yokhanna steht mit einem versteinerten Gesicht vor seinem kleinen Haus im nordirakischen Dorf Levo und starrt in die Ferne. “Hier bin ich wieder.”
Der antirömische Affekt Vatican Magazin
Das Verhältnis zwischen dem Papsttum und den Deutschen war selten harmonisch
Die Forderung nach einer romfreien Nationalkirche nördlich der Alpen zog und zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der “germanischen” Christen
Von Walter Brandmüller
Die Deutschen und der Papst – damit ist nicht Benedikt XVI. gemeint, sondern jeder, der bisher dem Apostelfürsten nachgefolgt ist. Gemeint ist also “der Papst”. Und dieser hat, da Petrus dort gemartert und begraben wurde, seinen Sitz in Rom. Zu dieser Stadt und dem, was sie bedeutet, hatten die Germanen, seitdem die Legionen Roms in “Deutschlands Norden” vorgedrungen waren, ein besonderes, ein konfliktgeladenes Verhältnis.
Von Rom nach Köln
Seltene Gnaden
Zu den seltenen Gnaden unserer in historischem Massstab kurz erscheinenden Lebensspanne gehört die Erfahrung, dass jahrzehntelang reproduzierte kollektive Irrtümer und Irrwege plötzlich als solche offenkundig werden, und dass die wenigen, welche den breiten Trampelpfad falscher Klischees und fixer Ideen frühzeitig verliessen oder mutig zu verstellen suchten, endlich eine Art Genugtuung erfahren. Diese ist dann allerdings meist nur innerlich und nicht öffentlich, weil die Verwirrer und Verwirrten der bislang herrschenden Meinung ihre Irrtümer vor anderen und oft auch vor sich selbst mitnichten eingestehen –dafür fehlt es an Demut –, sondern sich wendehälsisch herausreden oder herausschweigen und einfach einstimmen in den neuen common sense. Devise: “Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern”. Leicht finden sich Rationalisierungen, welche die alte und die neue Sicht der Dinge aus der”kognitiven Dissonanz” befreien und irgendwie kompatibel erscheinen lassen.
Der antirömische Affekt lebt
Doch dann geschah – für manche – das Unfassbare: Ratzinger wurde Papst
Kathnews, 06.02.2009, von Martin Lohmann
Joseph Ratzinger war in Deutschland nie wirklich beliebt. Jedenfalls nicht in der veröffentlichten Meinung. Irgendwie war man froh, dass er weit weg in Rom gelandet war. Obwohl: Er hatte für viele zu viel Einfluss unter Johannes Paul II. Seine genaue Theologie, seine präzise Intellektualität und seine Fähigkeit, falsche Entwicklungen unabhängig von ihrer süssen Anziehungskraft zu erkennen und zu markieren, störten. Selbst seine letzte Predigt als Kardinal irritierte, als er vor der Diktatur des Relativismus warnte und der Wahrheit, die mittels der Vernunft erkennbar sei, eine neue Chance reklamierte.
Verwirrung und Spaltung
Geistlich moralisch verantwortbar, oder verantwortungslos? Matthäus 23
Volksinitiativen sollen Gleichstellungsprozess in der Kirche vorantreiben
07.06.2011
Basisdemokratische Vorstösse in den römisch-katholischen Kantonalkirchen beider Basel
Volksinitiativen sollen Gleichstellungsprozess in der Kirche vorantreiben
Von Alois Schuler / Kipa
Basel, 7.6.11 (Kipa) Die Behörden der römisch-katholischen Kantonalkirchen in Basel-Stadt und Baselland sollen darauf hinwirken, dass die Kirche die gleichberechtigte Zulassung von Männern und Frauen zum Priesteramt ermöglicht. Dies fordern zwei gleich lautende Volksinitiativen, für die ab Pfingsten Unterschriften gesammelt werden.
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Ein Lebensbekenntnis, das provoziert
Ein Beitrag zur Zölibats-Debatte aus psychologischer Sicht. Von Manfred Lütz
Tagespost, 04.02.2011
Ohne den Glauben an Gott und das Ewige Leben ist die priesterliche Ehelosigkeit nicht zu verstehen – Wo dieser Glaube schwindet, wächst die Kritik. Die Aggression, mit der bisweilen gegen den Zölibat gekämpft wird, lässt tief blicken.
Für unsere Gesellschaft wirkt der Zölibat wie ein “Stachel im Fleisch”, der immer wieder daran erinnert, dass die aufdringlichen Sorgen und Probleme des irdischen Lebens nicht alles sind.
Der Zölibat ist eine Provokation. In einer Welt, die nicht mehr recht an ein Leben nach dem Tod glaubt, ist diese Lebensform der ständige Protest gegen die allgemeine Oberflächlichkeit. Der Zölibat ist die ständige gelebte Botschaft, dass das Diesseits mit seinen Freuden und Leiden nicht alles ist.




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