Zeitzeichen

Schulden: Die globale Krankheit

Es gibt keine Schulbuchweisheit, wie die Finanzkrise zu bewältigen ist

Die Tagespost, 08.08.2011

Denn eine Schuldenkrise von so dramatischen Ausmassen hat es noch nie gegeben. Zwei Zahlen belegen dies: Im vergangenen Jahr wurden weltweit staatliche und private Schuldtitel für 95 Billionen Dollar begeben. Demgegenüber betrug die Marktkapitalisierung aller an Aktienbörsen der Welt gelisteten Unternehmen nur 65 Billionen Dollar. Anders gewertet: Nach der Statistik der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich betrug die Verschuldung 130 Prozent der Wirtschaftsleistung der Welt. In juristischen Termini gesprochen ist das die Insolvenz wegen Überschuldung.

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Assad ertränkt Proteste in Blut

Vatikan fürchtet: Stimmung könnte sich gegen Christen wenden

Assads Schergen reagieren weiter mit brutaler Härte gegen Demonstranten

Mahnende Stimmen überall, doch die syrische Führung lenkt nicht ein

Damaskus/Riad/Kairo (DT/dpa/KNA), 08.08.2011

 Der internationale Druck auf das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad wird stärker. Nach UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, Papst Benedikt XVI. und führenden westlichen Politikern hat nun auch der saudische König Abdullah zu raschen und radikalen Reformen in Syrien aufgerufen. “Die Todesmaschinerie und das Blutvergiessen müssen gestoppt werden”, verlangte Abdullah in einer vom staatlichen Fernsehen übertragenen Rede am Sonntagabend.

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Gesellschaftlicher Druck auf irische Priester nimmt zu

Jüngere Priester trauen sich nicht mehr in die Öffentlichkeit und werden bespuckt

Dublin, kath.net. 07.08.2011

Junge irische Priester haben wegen dem Sexskandal, der durch einige Priester verursacht wurde, Angst, sich in der Öffentlichkeit als Priester erkennbar zu zeigen. Dies teilte P. Paddy Dunne, der Pressesprecher der Diözese Raphoe gegenüber der irischen Tageszeitung “The Irish Independent” mit.

“Ich kenne einige junge Priester, die sich nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen trauen. Sie bleiben zu Hause. Ich kenne auch Priester aus Dublin, die in der Öffentlichkeit angespuckt wurden, weil sie als Priester erkennbar waren.” P. Dunne stellte klar, dass sich diese jüngeren Priester wegen der Vorkomnisse in der Vergangenheit sehr beschämt fühlen.

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Stellungnahme des Netzwerks katholischer Priester

Datenschutzrechtliches Problem

Stellungnahme des Netzwerks katholischer Priester zur Entscheidung des Ständigen Rates der Deutschen Bischofskonferenz auf der 185. Sitzung vom 20. /21. Juni 2011 zur Überlassung aller Personalakten sämtlicher Priester aus den deutschen Diözesen an das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN) zur Durchführung einer empirischen Untersuchung

Das Forschungskonzept des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. (KFN) für eine empirische Untersuchung des sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz sieht die Durchsicht aller Personalakten des genannten Personenkreise der letzten 65 Jahre vor.

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat auf seiner 185. Sitzung am 20./21. Juni 2011 beschlossen, mit KFN einen Vertrag zu schliessen, der eben dieses Vorgehen regelt.

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Das Beben beginnt

Aktienmärkte signalisieren Abwärtstrend der Weltwirtschaft

Tagespost, 05.08.2011, von Friedrich Graf von Westphalen

Es ist dramatisch. Es gibt praktisch keine optimistisch klingenden Nachrichten mehr, welche die Finanz- oder auch “nur” die Realwirtschaft betreffen. Das ist nicht die Wiedergabe eines Horrorszenarios, sondern blanke Wirklichkeit, sowohl in den USA als auch im Euroraum, aber auch in Japan und in China, die Schwellenländer eingeschlossen. Die Aktienmärkte reflektieren bereits weltweit den Abwärtstrend, und der Goldpreis rauscht in die Höhe, ohne Unterbrechung, während sich die Schweizer Regierung um einen Stopp der rapiden Aufwertung des Franken bemüht und massiv Franken in den Markt pumpt, um nicht auch aufgrund der immensen Massen an Spekulationsgeldern in den Sog hineingezogen zu werden. Dieser kennt nämlich nur eine Richtung: in die Rezession.

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Zuerst muss das Existenzielle kommen, dann das Institutionelle

Déja-vu der Krise

Die Tagespost, 01.08.2011

Wer die Vorträge vom Kongress “Glaube im Unglauben der Zeit” der Deutschen Bischofskonferenz von 1981 in Augsburg mit den Statements des Dialogprozesses zwischen den Bischöfen und katholischen Laien 2011 gegenliest, bekommt ein Déja-vu-Erlebnis: In dreissig Jahren hat sich nichts geändert. Allein die Fragen damals waren besser gestellt. Etwa die von Alfred Läpple oder Anton Rauscher nach dem richtigen Gottesbild, der Geschöpflichkeit und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. Von Johannes Seibel

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Terrorexperte: “Perfides und makabres Tun”

Radio Vatikan, 25.07.2011

Im Internet ist am Tag nach dem Doppelanschlag ein mehr als 1.500 Seiten langes Manifest des mutmasslichen alleinigen Täters aufgetaucht. Der Titel “2083 –Eine europäische Unabhängigkeitserklärung”. Anders Behring Breivik schreibt, er habe Europa “vor Kulturmarxismus und Islamisierung retten” wollen. Das englischsprachige Dokument wurde teilweise als Tagebuch geführt, beansprucht wissenschaftlichen Charakter und offenbart die Fremdenfeindlichkeit des Autors und die bedingungslose Ablehnung einer multikulturellen Gesellschaft. Die Tat war offensichtlich jahrelang und minutiös geplant. Laut Medienberichten soll das Manifest kurz vor den Anschlägen per Email verschickt worden sein.

Ein christlich motivierter Anschlag? “Diese Vokabel benutzte der Attentäter um sein perfides und brutales makabres Tun zu rechtfertigen.” Das sagte der Terrorexperte Rolf Tophoven im Gespräch mit Radio Vatikan. Der Attentäter habe bewusst die islamistischen Anschläge von Madrid und London studiert und sich Anleihen bei dem rechtsnationalen Anschlag von 1995 in Oklahoma City geholt, so der Leiter des Instituts für Krisenprävention in Essen. Fundamentalisten gebe es in allen grossen Religionen, “neu ist die ungeheure Dimension und die Taktik, die jetzt der Attentäter an den Tag gelegt hat”.

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