Zeitzeichen

Jesus@Heaven

Initiative gegen Zölibat und für weibliche Priester – diesmal in Basel

Die Basler Initiative benützt dazu die Möglichkeiten des weltweit einzigartigen Schweizer Staatskirchenrechts

Basel, kath.net, 21. Januar 2012

Die Schweizer “Kirchliche Gleichstellungs-Initiative” will den Pflichtzölibat in der römisch-katholischen Kirche abschaffen und Frauen zur Priesterweihe zulassen. Das berichtet die Basler Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Um ihr Anliegen zu verfolgen, setzt die Initiative auf die demokratischen Möglichkeiten des Schweizer Staatskirchenrechts. Die Idee zur Gleichstellungsinitiative wurde im Jahr 2010 in den beiden Landeskirchen Basel-Stadt und Basel-Landschaft geboren.

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Wie positiv besetzt ist der Zweifel im christlichen Glauben

Thomas Messen

Evangelium nach Johannes 20.24-29 

Thomas aber, der Zwölf einer, der da heisst Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, dass ich in seinen Händen sehe die Nägelmale und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich’s nicht glauben.

Und über acht Tage waren abermals seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren,

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Disputa

Spurensuche

Ist die deutsche Nationalkirche noch katholisch?

Vatican-Magazin 1/2012, von Guido Rodheudt

Hätte der legendäre Pater Brown den Fall Weltbild untersucht, oder nachgeforscht, wie es kommen konnte, dass das Sekretariat der deutschen Bischofskonferenz die Personalakten der deutschen Priester Kriminalisten überlassen wollte, um Sittlichkeitsverbrechen aufzuspüren – er hätte wahrscheinlich den Verstand verloren. Sünden hat es in der katholischen Kirche immer gegeben. Das wusste auch Pater Brown. Aber im Lande Luthers ist etwas anderes passiert: Das Sakrale zählt nicht mehr, sondern nur noch die Struktur. Das Priestertum ist nichts Heiliges mehr, statt dessen gerät der Pfarrer zum Sakramentenkasper. Da ist vielleicht kein Mord aufzuklären. Sondern da geht es um Selbstmord in Reinkultur.

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Dreister Ressourcenverschleiss

Gegen Zölibat und für weibliche Priester

Weder das Geschlecht noch der Zivilstand sollten in der römisch-katholischen Kirchen künftig ein Hinderungsgrund für das Priesteramt sein, verlangt eine Initiative.
Mit der Initiative sollen Synoden und Kirchenräte in den beiden Basel verpflichtet werden, auf die gleichberechtigte Zulassung zum Priesteramt hinzuwirken.

In der römisch-katholischen Kirche sollen das Pflichtzölibat abgeschafft und Frauen zum Priesteramt zugelassen werden: Dies hat eine kirchliche Verfassungsinitiative zum Ziel, die am Donnerstag in Basel eingereicht wurde. Übergeben wurde die Initiative zur Förderung der gleichberechtigten Zulassung zum Priesteramt den römisch-katholischen Synoden beider Basel. Nach Angaben der Initianten waren im Stadtkanton 1005 und im Baselbiet 1921 Unterschriften gesammelt werden.

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Der Besuch von Benedikt XVI. in Rebibbia ist ein Zeichen der Zeit

Justizminister und Gefängniskaplan begrüssen den Papst bei seinem Pastoralbesuch

Rom, 19. Dezember 2011, zenit.org

“Eure Heiligkeit, ich kann nicht verheimlichen, dass ich über alle Massen bewegt bin. Ich heisse Sie herzlichst an diesem Ort des tiefen Leidens willkommen.” Mit diesen Worten empfing am Sonntagmorgen die Justizministerin Paola Severino Papst Benedikt XVI. in der Vaterunser-Kapelle der römischen Strafanstalt Rebibbia.

Die Ministerin erklärte, der Pastoralbesuch des Papstes nur wenige Tage vor der heiligen Weihnacht “ist für uns ein Grund zu erneuten Überlegungen bezüglich der Gefängnissituation und der Lebensumstände der Menschen, die in Justizvollzugsanstalten einsitzen.”

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Die Tür ist offen, Mr. Cameron!

Den katholisch geprägten Gemeinwohl-Gedanken haben sie nie verstanden

Die Tagespost, 09.12.20111, von Stephan Baier

Der grosse britische Staatsmann Winston Churchill äusserte sich 1930 erstmals zur Frage der Einigung Europas: Er war dafür, meinte aber, man solle “das Britische Reich (…) sein eigenes weltweites Ideal erfüllen” lassen. 1946 hielt Churchill mit dem Prestige des Siegers im Weltkrieg in Zürich ein flammendes Plädoyer für die “Vereinigten Staaten von Europa” – unter ausdrücklichem Ausschluss seiner Heimat. Grossbritannien und Amerika, so meinte er, müssten “dem neuen Europa als wohlwollende Freunde gegenüberstehen”. Heute, 39 Jahre nach dem Anschluss Grossbritanniens an das sich vereinigende Europa, gibt es keinen Zweifel mehr: Winston Churchill hatte Recht!

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Diakonissen waren keine Diakoninnen

Für den Diakonat der Frau gibt es weder historische noch systematische Grundlagen

Die Tagespost, 09.12.2011, von Professor Manfred Hauke
 
Das “Zentralkomitee der Deutschen Katholiken”, das nach seinen Statuten die Kräfte des Laienapostolates koordinieren soll, hat sich auf seiner Herbstvollversammlung in Bonn mit einer Forderung zu Wort gemeldet, für deren Beurteilung die Theologie und das kirchliche Lehramt zuständig sind: die Kirche möge das Amt des Diakons für Frauen öffnen. Diese Forderung ist nicht neu. Wer sie erhebt, sollte auf jeden Fall die einschlägige Diskussion kennen, die beispielsweise im Jahre 2003 von einer umfangreichen Studie der Internationalen Theologenkommission aufgenommen wurde.

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