Zeitzeichen

Der letzte Untergang des Abendlands?

Leben wir am Ende der Spätzeit Europas?

Oder erleben wir nur das Ende seiner Nationalstaaten? Rafft sich das alte Europa noch einmal auf – wenn schon nicht aus Vernunft, so wenigstens aus der Not gegenwärtiger Krisen und drohender Kriege?

Die Tagespost, 05.12.2011, von Stephan Baier

Wie werden die Historiker in zwei oder drei Generationen auf unsere Epoche blicken? Vielleicht werden sie unsere Zeit als das Ende der Spätzeit Europas sehen. Die Staaten Europas hatten ihre dominante Weltstellung ja bereits im Ersten Weltkrieg – dem bis dahin grausamsten, sinnlosesten aller europäischen Bruderkriege – verspielt. Es war Amerika, das 1918 den Krieg entschied. Dass Briten und Franzosen ihre Kolonien behielten, beruhte auf einem Mangel an Konkurrenz: Amerika zog sich in den Isolationismus zurück, in Russland rangen Rot und Weiss um die Macht. Am Ende des Zweiten Weltkriegs – dessen Ausgang wiederum der Kriegseintritt Amerikas entschied – war es mit dem Zeitalter der Europäer wirklich vorbei. Der Osten und die Mitte Europas wurden zur Kolonie der Sowjetunion, der Westen genoss Freiheit von Washingtons Gnaden.

Weiterlesen

Nicaragua droht linke Willkürherrschaft

Das lateinamerikanische Land ist nach der Präsidentschaftswahl tief gespalten

Die Politik hat schon oft versucht, die Kirche zu instrumentalisieren.

Die Tagespost, 28.11.2011, von Michael Gregory

Nicaraguas linker Langzeitherrscher Daniel Ortega gerät nach seinem umstrittenen Sieg bei der Präsidentschaftswahl am 6. November immer stärker unter Druck. Bei Zusammenstössen zwischen Sicherheitskräften, Anhängern und Gegnern der sandinistischen Partei Ortegas sind vier Menschen ums Leben gekommen. Zehn weitere wurden nach Angaben der Polizei verletzt.

Weiterlesen

Als der ORF den Zulehner-Joker zog

Im ORF wurde wieder einmal über Kirche diskutiert

Als der ORF den Zulehner-Joker zog…und eine rhetorisch schwache Generalsekretärin der österreichischen Frauenbewegung zum verbalen Tiefschlag ansetzte. Im ORF wurde wieder einmal über Kirche diskutiert. Dabei war auch Christof Zellenberg von kath.net

Wien, kath.net/rn, 14.11.2011

Am gestrigen Sonntag fand im ORF wieder einmal eine heisse Podiumsdiskussion über ein kirchliches Thema statt. Es ging um die Pfarrer-Initiative und um die Frage “Droht eine Kirchenspaltung?”.

Weiterlesen

Ungehorsams-Aufruf hat bei vielen Katholiken Kopfschütteln ausgelöst

Österreichische Bischofskonferenz kritisiert “Aufruf zum Ungehorsam” der Schüller-Pfarrer-Initiative

“Rede von einer Eucharistiefeier ohne Weihesakrament ist ein offener Bruch mit einer zentralen Wahrheit unseres katholischen Glaubens”

Wien, kath.net/KAP, 11.11.2011

 “Wo ‘katholisch’ draufsteht, muss auch ‘katholisch’ drinnen sein”: Dies hat Kardinal Christoph Schönborn im Blick auf jene Forderungen der Pfarrer-Initiative erklärt. Sie betreffe die Eucharistie und andere Sakramente, die für die katholische Identität von fundamentaler Bedeutung seien. Missbräuchlicher Umgang mit diesen zentralen Glaubensthemen könnte sicher nicht hingenommen werden, so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien, bei der er über die Ergebnisse der Herbstsession der Bischofskonferenz berichtete. Andere Pfarrer-Forderungen betreffend den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen oder die Predigt von qualifizierten Laien seien innerkirchlich seit langem Thema, da gebe es “Sorgen, die wir alle teilen”.

Weiterlesen

Wegsehen gehörte zum Programm

Nach der Pornografie-Kritik von Papst Benedikt XVI. gerät das “System Weltbild” ins Wanken

– Wer jetzt nur von besseren Internetfiltern und Datenbankproblemen spricht, hat entweder nichts verstanden oder er vertuscht das eigentliche Problem – Aufklärung tut Not, aber sie muss unabhängig erfolgen.

Die Tagespost, 09.11.2011, von Markus Reder

Jetzt hat sich also der Papst eingeschaltet. Das könnte zum Wendepunkt eines Kirchen-Skandals werden, dessen Ausgang noch offen ist: Als am Montag Papst Benedikt XVI. den neuen deutschen Botschafter am Heiligen Stuhl empfing, da liess er nicht nur seine Deutschlandreise Revue passieren und forderte mit Nachdruck einen uneingeschränkten Lebensschutz. Das wäre das Normalprogramm einer päpstlichen Ansprache bei einer solchen Gelegenheit gewesen. Der eigentliche Hammer seiner Rede war eine ganz andere Bemerkung.

Weiterlesen

“Es geht um Macht”

Die Frage sei, ob nicht “zu viel Energie nur in diesen Streit fliesst”

Was des Pudels Kern der “Kirchenreform”-Wünsche ist, macht ein Interview mit Anja Appel, der neuen Generalsekretärin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, deutlich.

Wien, kath.net, 09.11.2011

Bei den innerkirchlichen Spannungsfeldern geht es “um Macht”. Das machte Anja Appel (36), die neue Generalsekretärin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö), im Interview mit der Zeitung “Standard” deutlich. Sie sprach sich darin für die Anliegen der “Pfarrerinitiative” aus. Auf die Frage, ob es sie störe, ständig auf die innerkirchlichen Spannungsfelder angesprochen zu werden, sagte Appel wörtlich: “Es geht um Macht und um Gestaltungsmöglichkeiten.” Daher seien diese Debatten “nie müssig”, wenngleich die Frage sei, ob nicht “zu viel Energie nur in diesen Streit fliesst”.

Weiterlesen

Im Namen Gottes und seiner Kirche

 Aktuell

Internetportal der römisch-katholischen Kirche im Kanton Bern

Brigite Durrer, ehemalige Synodalrätin der röm.kath. Landeskirche und abgetretene Präsidentin der Tagsatzung im Bistum Basel resigniert nicht.

Donnerstag, 03. November 2011

Die Reformunfähigkeit der Kirche hat sie seit Jahren bewegt. Brigitte Durrer, Zeichnungslehrerin, Erwachsenenbildnerin. Grossmutter von 3 Enkelkindern, ehemalige Synodalrätin der Röm.Kath. Landeskirche Bern und langjährige Präsidentin des Vereins Tagsatzung, hat ein Etappenziel erreicht. Ihr Verein des Widerstandes wird schweizerisch (wir berichteten): Der Reformstau der Kirche aber bleibt.

Weiterlesen

Archiv

[Not a valid template]

Empfehlung

Ausgewählte Artikel