Zeitzeichen

Müller zum Dialogprozess:

Die Bischöfe haben keinen Spielraum!

Kurienerzbischof Müller: Alle Bischöfe sind „auf ihren katholischen Glauben festgelegt“, daran ändern auch die in Mode gekommenen Unterschriftenaktionen nichts. Bequemes Mitschwimmen im Mainstream kann nicht das Ziel sein. Von Petra Lorleberg

Würzburg, kath.net/, 12. Oktober 2012

„Wenn wir uns nur auf die Dinge festlegen, die von Teilen einer antikatholischen Gegenwelt vorgegeben werden, dann versäumen wir unsere eigentliche Aufgabe, nämlich das Evangelium mit Wort und Tat vorzuleben.“ Dies sagte Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller in Bezug auf die kirchlichen Reizthemen, die im Dialogprozess diskutiert werden. Er für sich habe „keine Angst, wegen der Wahrheit angegriffen zu werden. Aber ich fürchte, wenn man das kirchliche Handeln auf diese Themen reduziert, dass man sich schuldig macht“.

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Die zerstrittene Welt braucht dringend Frieden!

…und nicht den „fairen“ Streit der katholischen Kirche!

2006
2012 EDITORIAL „Streitende Kirche“

Manche fragen, was ist mit der Kirche los? Vor 50 Jahren der lang ersehnte Aufbruch durch das von Papst Johannes XXIII. einberufene Konzil. Seit einigen Jahren die zunehmende Regression auf vermeintliche, vorkonziliäre Sicherheiten, die nur noch sehr wenige ansprechen.

Der Graben zwischen oberster Hierarchie und Kirchenbasis wird sichtbarer. Mit Paulus könnte man sagen: „Denn wir sind zum Schauspiel geworden für die Welt, für Engel und Menschen“
(1 Kor 4,9b).

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Protest gegen blasphemisches Theaterstück

Rüge des Deutschen Presserats

Rom, 5. Oktober 2012, ZENIT.org

In Paris musste die Aufführung des blasphemischen Stückes des italienischen Theaterkünstlers und Regisseurs Romeo Castellucci „Über das Konzept vom Gesicht des Gottesohnes“ wegen vehementer Proteste der Zuschauer abgebrochen werden. Auch in Deutschland, Belgien und Italien war es zu heftigen Protesten gekommen. In Litauen, wo dieses Werk Anfang Oktober im Rahmen eines Theaterfestivals präsentiert wird, kommt nunmehr auch Widerstand aus höchsten kirchlichen Kreisen: Der Primas von Litauen, Erzbischof Sigitas Tamkevicius von Kaunas, hat die Katholiken seines Landes aufgerufen, gegen dieses sogenannte Kunstwerk zu protestieren, das im „National Drama Theater“ zur Aufführung vorgesehen ist.

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Medienmitteilung zum Projekt Vaticanum III

„Brauchen wir ein drittes Vatikanisches Konzil?“

Ein internationales Reformprojekt strebt ein „neues Aggiornamento“ an.

Vor 50 Jahren eröffnete Papst Johannes XXIII. am 11. Oktober 1962 das Konzil. Es hat neue Sichtweisen auf den Glauben angeregt und zahlreiche oft nicht für möglich gehaltene Neuerungen für die Kirche beschlossen. Der Papst gab dem Konzil das Motto des Aggiornamento, der Verheutigung der Kirche. In den letzten Jahrzehnten ist jedoch eine zunehmende Restauration zu beobachten. Die Kirchenleitung hat Entfaltungen der Lehre und Reformen der Struktur wieder eingeschränkt oder zurückgenommen.

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Die Einheit zwischen Heiliger Schrift, Überlieferung und Lehramt

Bistum Chur: Wichtige Argumentationshilfe für Mitarbeiter  UPDATE

Auch in der Schweiz hat sich eine „Pfarrer-Initiative“ gebildet, die sich organisiert gegen Rom engagieren möchte. Das Bistum Chur hat dazu an Mitarbeiter eine wichtige Argumentationshilfe verschickt.

Chur, kath.net, 20. September 2012

Auch in der Schweiz hat sich eine „Pfarrer-Initiative“ gebildet, die sich organisiert gegen Rom engagieren möchte. Das Bistum Chur hat diese Woche in einem Email an Mitarbeiter eine Argumentationshilfe für Mitarbeiter veröffentlicht, die diese umstrittene „Pfarrer-Initiative“ betrifft. Kath.net dokumentiert das Schreiben im Wortlaut:

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Ist im DBK-Dialogprozess Platz für ‚römische‘ Katholiken?

Bernhard Mihm vom „Forum Deutscher Katholiken“

Buhrufe beim DBK-Dialogforum in Hannover gab es auf den Diskussionsbeitrag zu Ehe und Sexualmoral. Kath.net hat daraufhin bei Bernhard Mihm vom „Forum Deutscher Katholiken“ nachgefragt. Ein Interview von Petra Lorleberg

Paderborn, ath.net/pl, 1. Oktober 2012

Ein Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken sagte im Vieraugengespräch zu Bernhard Mihm: „Das ist es, was uns trennt: Sie sind römisch-katholisch. Ich nicht, ich bin nur katholisch“. Doch „dass unsere Bischöfe“ gegen solche Positionen „energisch kämpfen, konnte ich nicht feststellen“, sagte Bernhard Mihm, Kuratoriumsmitglied des „Forums deutscher Katholiken“, der beim „Dialogforum der Deutschen Bischofskonferenz“ in Hannover teilgenommen hatte.

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Darf darüber heute noch geredet werden?

Die Hölle unaufhörliche Qual in der Gottferne

Wenn schon die Zerrüttung und Versklavung des menschlichen Lebens, dieses unermessliche Elend von Millionen Menschen, der Preis für den Wohlstand der modernen Zivilisation ist, so liegt die eigentliche Tragik noch tiefer, nämlich im geistig-seelischen Bereich. Im letzten geht es um die Entscheidung für oder gegen Gott und seine Gebote, was gleichbedeutend ist mit immerwährender Glückseligkeit bei ihm im Himmel oder unaufhörliche Qual in der Gottferne, in der Hölle. Ewige Hölle?

Das ist doch ein Hirngespinst, sagt der Ungläubige und religiös Gleichgültige. Aber auch unter den sogenannten anständigen Christen, die sich für gut halten, sind Ablehnung, Zweifel und der geheime Wunsch, diese schreckliche Wahrheit und Wirklichkeit möge es nicht geben, sehr verbreitet.

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