‘Das’ liebe Gott – es lebe der Zeitgeist!
Über die Aussagen von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder
Wetzlar, kath.net/idea, 8. Januar 2013, von Michael Inacker /idea
Einen besonderen Weihnachtsgruss hatte sich zum Jahresende eine führende CDU-Politikerin ausgedacht. So flüssig, dass es fast schon überflüssig war, philosophierte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder über Kinderbücher und das Lesen mit Kindern. Dabei passierte etwas, das typisch ist für jene Anbiederung an den Zeitgeist, mit der christlich-konservative Politiker immer wieder ihr Publikum überraschen. Gott könne man, wenn man sich denn entschieden habe, sowohl männliche als auch weibliche Attribute zuweisen, sagte die Ministerin im Interview mit der “Zeit”. Und wenn es nach ihr ginge, dann “könnte (man) auch sagen: das liebe Gott”.
Brüssel kritisiert Kinderbücher
Behindern traditionelle Kinderbücher die Karriere-Chancen von Frauen?
Die Tagespost, 07.01.2013, von Alexander Riebel
Traditionelle Kinderbücher sollen angeblich die Chancen der Karriere von Frauen behindern. Das jedenfalls behauptet die Europäische Union in Brüssel nach einem Bericht der “Daily Mail” in Grossbritannien. Genderstereotypen würden besonders in den beliebten Kinderbüchern “Fünf Freunde” von Enid Blyton, in Peter Pan oder “Paddington Bär” deutlich. Nun haben schon Generationen von Jungen und Mädchen die Blyton-Bücher gelesen und wohl kaum Schaden daran genommen. Aber Europa glaubt es besser zu wissen und so hat jetzt das Komitee für Frauenrechte und Gendergleichheit des Europäischen Parlaments ein Dokument vorbereitet, das eine europaweite Gesetzgebung vorschlägt, um auch die Weise anzugehen, wie Kinder in Medien und Büchern dargestellt werden.
Augsburger Generalvikar Heinrich kritisiert ZdK-Präsident Alois Glück
Zeiterscheinung, die mir schon etwas Sorge macht
Heinrich zu Glück: “Die Frage nach Laien-Verantwortlichkeit dürfe nicht zum Beispiel auf Frauenpriestertum und das Diakonat der Frau reduziert werden.” – Kritik auch an “Pfarrer-Initiative”: Eine Zeiterscheinung, die mir schon etwas Sorge macht.
Augsburg, kath.net/pm/red, 3. Januar 2012
Der Augsburger Generalvikar Harald Heinrich hat Behauptungen zurückgewiesen, dass “Wohlverhalten” das Hauptkriterium bei der Ernennung der neuen Dekane im Bistum Augsburg gewesen sei. “Dies ist eine Unterstellung!”, betont Heinrich im Exklusivinterview mit der Katholischen SonntagsZeitung für das Bistum Augsburg. In der grossen Mehrzahl der Fälle habe Bischof Konrad Zdarsa den Wunschkandidaten der örtlichen Priester ernannt. Nur wenn ein Geistlicher trotz Stimmenmehrheit nicht antreten wollte, wurde ein anderer gefragt.
Auf Konfrontation zur Kirche
Frankreich debattiert über Sterbehilfe:
Hollande will mehr Euthanasie statt mehr Palliativ-Medizin.
Die Tagespost, 19. Dezember 2012, von Jürgen Liminski
Die französische Regierung legt sich jetzt auch beim Thema Sterbehilfe mit der Kirche an. Nachdem sich die Differenzen bei der Homo-“Ehe” zur Konfrontation gesteigert haben, die vermutlich am 13. Januar in Paris zu einer Massendemonstration gegen die Gesetzesvorhaben zur Gleichstellung mit der Ehe und zur Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare führen werden, sucht die sozialistische Regierung Hollande/Ayrault jetzt auch den Konflikt beim Thema aktiver Sterbehilfe und Euthanasie. Hinzu kommt demnächst vermutlich auch noch das Thema künstliche Befruchtung.
Aachen
Guido Rodheudt erstattet Strafanzeige gegen David Berger
Der Aachener Priester Guido Rodheudt hat am heutigen Mittwoch Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Aachen gegen David Berger wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung eingereicht.
Aachen, kath.net, 19. Dezember 2012
Der Aachener Priester Guido Rodheudt hat am heutigen Mittwoch Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Aachen gegen David Berger wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung eingereicht. Dies teilte Rodheudt am Mittwoch nach Beratung mit mehreren Juristen in einer Presseaussendung mit. Gegenstand der Strafanzeige sind die Äusserungen von Berger in dem Interview, das die Aachener Zeitung am vergangenen Samstag, dem 15.12.2012, veröffentlicht hat.
Mea culpa: Glaubensbekenntnis 2012
Wohin soll ich mich wenden?
gk So überschreibt Dr. Hermann Schlapp seinen Vortrag anlässlich der Jahresversammlung der Bündnerinnen und Bündner für eine glaubwürdige Kirche am 28. April 2012 im Pfarreizentrum Heiligkreuz, Chur. Sehr lebhaft und in aller Deutlichkeit zeigt er die desolate Situation auf im Bistum Chur, seit dieses von Bischof Vitus Huonder geleitet wird.
Recht anschaulich schildert Schlapp die früheren Verhältnisse zurzeit als Christianus Caminada Bischof von Chur war. Damals hatte in den Räumlichkeiten des bischöflichen Schlosses noch eine Familie Platz, welcher daselbst Wohnraum geboten wurde. In seinem Buch Ums Himmels willen erzählt Schlapp, der im bischöflichen Schloss auf dem Hof aufgewachsen ist, wie da die Atmosphäre noch von menschlicher Wärme geprägt war.
Das Zweite Vatikanische Konzil – Eine Bestandesaufnahme
De facto haben sie nicht geschwiegen, diese Memorandums-Theologen!
Sondern sie haben immerfort agitiert und ihre Kirchendistanz artikuliert. Das Zweite Vatikanische Konzil – Eine Bestandsaufnahme, Teil 6. Von Prof. Joseph Schumacher
Freiburg, kath.net, 17. Dezember 2012
Das Christentum befindet sich in einem “final count down”, so sagt man im Englischen. Das gilt für die Volkskirchen, im Grunde aber auch wohl für die Freikirchen. Das Merkwürdige ist nun, dass jene, die davon leben, zum allergrössten Teil dieses Faktum nicht wahrhaben wollen und den Abbruch als Aufbruch bezeichnen oder das, was vorher war, als unvergleichlich schlimmer deklarieren. Warum tun sie das? Weil die Wahrheit ihre Existenz bedrohen würde. Darum auch die exponierte Sorge, dass das äussere System nicht angetastet wird, dass die Institution in keiner Weise in Frage gestellt wird, obwohl sie sich sagen müssten, dass da Selbstzerstörung betrieben wird. Allein, soweit sie wirklich eine Ahnung davon haben, trösten sie sich mit der Devise “nach uns die Sintflut”.


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