Politisch Inkorrekt
Nach Papst-Rückzug: Feuer frei aus allen Rohren
Die katholische Kirche und der aus Deutschland stammende Papst erleben in diesen Tagen eine Form der Ablehnung, die jedes Mass verloren hat – Ein Gastkommentar von Klaus Kelle / Rheinische Post
Bonn, 15. Februar 2013, kath.net/Klaus Kelle
Häme und Aggression in Teilen der Öffentlichkeit und der veröffentlichten Meinung kritisierte jüngst der Kölner Kardinal Meisner. Wer das für überzogen hält, sollte sich die Reaktionen auf den angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt anschauen. Vorweg: Niemand muss katholisch oder überhaupt Christ sein, niemand muss an Gott glauben, und niemand muss überhaupt einen Papst mögen.
‘Alles ist sehr menschlich’
Eindrücke vom Fernsehabend im Heimatland des scheidenden Papstes
– Ein Gastkommentar von Dr. Andreas Püttmann
Bonn, kath.net, 12. Februar 213
Da hat man sich, nachdem der Schock aus Rom halbwegs verdaut war, stundenlang durch Nachrichten und Sondersendungen gezappt, in denen es wieder mit Vorliebe um Missbrauch, “rehabilierte” Piusbrüder, wütende Moslems, die versäumte Einheit mit den Protestanten, ja sogar nochmals ausgiebig um die Hartherzigkeit zweier katholischer Kliniken in Köln und um die Sexualmoral ging, illustriert am Beispiel halbnackter knutschender CSD-Teilnehmer in den RTL-“Nachrichten”. Da hat man es durchgestanden, dass gebührenfinanzierte Top-Journalisten den “Herrn Zollitsch” zum “Kardinal” erhoben und über den Verrat des “Sekretärs” Benedikts XVI. schwadronierten – sich aber kompetent genug fühlten, ihre Hoffnung auf einen Papst, “der über seinen dogmatischen Schatten springt”, zum x-ten Mal als enttäuscht zu erklären. Und da hofft man nun, nach Peter Seewald und Notker Wolf in der ARD könnte endlich auch im ZDF etwas Erhellendes zu diesem denkwürdigen Tag gesagt werden, denn Bischof Overbeck ist für das “Heute-Journal” angekündigt.
Kathophobie!
Kein JA zur ‘Homo’-Ehe – Lohmann verliert Dozentenjob!
UPDATE: Quelle/Lesermeinungen
Skandal bei der Macromedia Hochschule für Medien: Dozent Martin Lohmann wird abgesetzt, weil er in einer Diskussionssendung bei “Hart, aber fair” sich gegen die “Homo”-Ehe aussprach – Funktionär der Deutschen Bischofskonferenz lästert über Lohmann
Köln, kath.net, 9. Februar 2013
Wer für christliche Werte eintritt und beispielsweise eine “Homo”-Ehe ablehnt, der wird in Deutschland diskriminiert. Diese kathophobe Erfahrung macht derzeit der katholische Publizist Martin Lohmann. Wie kath.net von Martin Lohmann heute bestätigt bekam, wurde er als Dozent der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation abgesetzt. Bereits im Dezember erfolgte der Rauswurf und zwar nach einem Auftritt von Lohmann in der Sendung “Hart, aber fair”, bei der Lohmann gemeinsam mit Birgit Kelle auftrat und dort christliche Werte vertrat und sich gegen die “Homo”-Ehe aussprach.
Pogromstimmung gegen Priester
Präfekt der Glaubenskongregation
Erzbischof Gerhard Ludwig Müller kritisiert “Dialogprozess” der Deutschen Bischofskonferenz – “Reformstau”, da wesentliche Themen nicht angepackt werden – Geduld mit der Piusbruderschaft nicht endlos
Rom, kath.net, 1. Februar 2013
Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, sieht eine Pogromstimmung gegen die katholische Kirche entstehen. In einem Interview mit der Tageszeitung “Die Welt” spricht Müller davon , dass “gezielten Diskreditierungs-Kampagnen” gegen die katholische Kirche in Nordamerika und auch bei uns in Europa inzwischen erreicht haben, dass Geistliche in manchen Bereichen schon jetzt ganz öffentlich angepöbelt werden.
Sozialethiker Ockenfels kritisiert neue Sinus-Studie
Das Geld für solche Studien sollte besser für konstruktive Medienarbeit eingesetzt werden
Die “wissenschaftsgläubigen Theologen” würden leichtfertig Begriffe, Kategorien und Methoden übernehmen, mit denen die religiöse Realität kaum erfasst werden könne.
Würzburg, kath.net/KNA, 25. Januar 2013
Der Trierer Sozialethiker Wolfgang Ockenfels hat die neue Sinus-Studie über die Lage der katholischen Kirche in Deutschland kritisiert. Die “wissenschaftsgläubigen Theologen” würden leichtfertig Begriffe, Kategorien und Methoden übernehmen, mit denen die religiöse Realität kaum erfasst werden könne, sagte der Dominikanerpater der in Würzburg erscheinenden “Tagespost” (Samstag). Zugleich wies er darauf hin, dass das “Sinus-Milieu-Modell” auch innerhalb der Soziologenzunft umstritten sei.
Schluss mit teuren und sinnlosen Studien!
Ein Gebot der Stunde:
Teure kirchliche Studien einsparen, das Geld den Armen geben und sich ums kirchliche Kerngeschäft kümmern:
Mission – Ein Kommentar von Roland Noé
Stuttgart, kath.net/rn, 24. Januar 2013
“Alle Jahre wieder kommt das Christuskind”, singen Katholiken in der Weihnachtszeit. Alle paar Wochen werden die Katholiken in letzter Zeit mit Studien konfrontiert, die meist dazu auch noch mit nicht wenigen Kirchensteuergeldern finanziert werden. So auch wieder zuletzt am vergangen Mittwoch und auch am heutigen Donnerstag.
Schweizerisches Katholisch
Katholisch?
Zunehmend eine Fremdsprache für viele Menschen. Noch fremder ist das schweizerische Katholisch.
Wird zum Beispiel die Stelle einer “pfarreibeauftragten Bezugsperson” ausgeschrieben, weiss wohl nur der hiesige katholische Connaisseur: Da wird jemand gesucht, der zwar nicht Chef genannt werden darf, aber in der Pfarrei für Dinge zuständig ist, die Chefsache sind. Die Führung des Seelsorgeteams zum Beispiel.


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