Sozialkompetenz

Die Krise als Dauerzustand

Zum ökomischen Desaster kommt der Ausverkauf politischer Grundsätze

domizilVon Andreas Wodok

Die Tagespost, 03. Juli 2015

Zum ökomischen Desaster kommt der Ausverkauf politischer Grundsätze. Doch die schlimmste Konsequenz des Griechen-Dramas ist der soziale Sprengstoff. Der könnte für Europa schnell zu einem noch viel grösseren Problem werden. Die Lunte brennt bereits.

In welche Statistik man auch schaut, von einer „Rettung“ Griechenlands kann keine Rede sein. Es droht eine humanitäre Katastrophe – und zwar in einem Ausmass, das man im Europa des 21. Jahrhunderts nicht für möglich gehalten hätte.

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Die griechische Tragödie

Die Griechen haben am Sonntag bereits abgestimmt – an den Bankomaten

Stephan Baier

Von Stephan Baier

Die Tagespost, 29. Juni 2015

Wenn schon der Staat nicht zu retten ist, dann rette zumindest privat jeder, was er noch retten kann. Das mag nach einem privatwirtschaftlichen Ansatz klingen, der angesichts der paläomarxistischen Wirtschaftsideen der regierenden Syriza-Truppe fast schon vernünftig scheint. Doch der Schein trügt. Denn diese Mentalität, die nun an ihrer Bahre steht, stand auch an der Wiege der Krise: In den Jahrhunderten osmanischer Fremdherrschaft war der Staat der Feind, vor dem man Vermögen in Sicherheit bringen musste, den zu bestehlen Ehre war. So etwas prägt: den kleinen Verwaltungsbeamten, der mit 52 in Rente geht, wie den Reeder, der sein Vermögen unversteuert im Ausland bunkert. Wo aber der Staat als Selbstbedienungsladen betrachtet und politische Verantwortung zur Bereicherung der eigenen Familie, des eigenen Clans, der eigenen Partei genutzt wird, wächst kein Gemeinwohlbewusstsein. Für die öffentlichen Aufgaben war immer irgendwer zuständig: einst der Sultan, dann mächtige Familien, heute die Europäische Union. Darum fällt es Tsipras und seinen Hofideologen jetzt auch nicht schwer, die Schuld an der aktuellen Misere der EU zuzuschieben.

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Laudato Si’: Worum es geht

Vatikan: Enzyklia Laudato Si‘: Von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus

Quelle
KathTube: LAUDATO SI – Vatikan macht mit Trailer auf die Schöpfungsenzyklika von Papst Franziskus aufmerksam!
KathTube: LAUDATO SI – Die mexikanische Erzdiözese Tlalnepantla lädt mit diesem Musikvideo dazu ein, die neue Enzyklika des Papstes zu lesen!

1. „Laudato si‘, mi‘ Signore – Gelobt seist du, mein Herr“: So heisst die vielerwartete Umweltenzyklika von Papst Franziskus, die an diesem Donnerstag veröffentlicht wurde. Auf 220 Seiten präsentiert das Lehrschreiben ein neues Verständnis von ganzheitlicher Ökologie. Es bietet eine umfassende Vision des Menschen, der im Geflecht des grossen Ganzen steht: in Beziehung zu Gott, zu sich selbst, zu den anderen Menschen und zur Schöpfung. Diese ganzheitliche Ökologie will Franziskus als neues Grundmuster der Gerechtigkeit etablieren.

Franziskus bezieht in seinem Lehrschreiben klare Positionen.

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Nicht heroisch, aber beachtlich

‚Noch nie standen Palliativmedizin und Hospizarbeit derart im Fokus öffentlichen Interesses wie jetzt‘

stefan rehder Von Stefan Rehder

Die Tagespost, 12. Juni 2015

Auch wessen eigene Vorstellung von einer sachgerechten rechtlichen Neuregelung der Suizidhilfe über das hinausgeht, was im Bundestag mehrheitsfähig scheint, kann für den bisherigen Verlauf der von Gesundheitsminister Gröhe angestossenen Debatte dankbar sein. Noch nie standen Palliativmedizin und Hospizarbeit derart im Fokus öffentlichen Interesses wie jetzt. Noch nie wurde der sich durch alle Parteien ziehende Wille, spürbare Verbesserungen bei der Versorgung und Begleitung Schwerstkranker und Sterbender zu erzielen, so ernsthaft und bestimmt vorgetragen wie jetzt. Zwar liesse sich argumentieren, angesichts sprudelnder Steuereinnahmen verlange dies von den Abgeordneten keinen Heroismus. Doch wenn, woran es keinen Zweifel geben kann, der von Gröhe vorgelegte Entwurf eines Hospiz- und Palliativgesetzes Eingang in das Bundesgesetzblatt findet, wird vielen Menschen zu mehr Lebensqualität auf ihrer letzten Wegstrecke verholfen und ihr Sterben erleichtert. Das sollte bei aller berechtigten Kritik im Detail nicht vergessen werden.

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Wer keine Identität hat, tut nichts Böses

Die Katholische Akademie in München stellte die Frage nach dem Bösen in Christentum und Buddhismus

Christus Pantokrator 13. Jahrhundert, Kloster Hilandar, AthosVon Alexander Riebel

Die Tagespost, 12.06.2015

Die Katholische Akademie in München stellte die Frage nach dem Bösen in Christentum und Buddhismus.

Von Alexander Riebel

Die Religion bestimmt das Menschenbild. Diese Selbstverständlichkeit wird dann dramatisch, wenn es zu Deformationen kommt. Der Buddhismus ist dafür ein Beispiel, wie bei der Abendveranstaltung „Die Frage nach dem Bösen in Buddhismus und Christentum“ am Dienstag in der Katholischen Akademie in München deutlich wurde. Denn für den Vertreter des buddhistischen Parts, Karl-Heinz Brodbeck, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt sowie seit 2003 Vorsitzender des Kuratoriums der Fairness-Stiftung Frankfurt und seit 2007 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Tibethauses (Frankfurt), hat der Mensch keinerlei Identität.

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Die wahre Macht ist der Dienst

‚Christen erkennt man daran, dass sie nach dem Beispiel Jesu anderen Menschen dienen‘

Kundenrezension amazon (1)

Ein Buch, das einen Grundgedanken von Papst Franziskus, den er an zentralen Stellen immer wieder äussert, illustriert und erschliesst: Christen erkennt man daran, dass sie nach dem Beispiel Jesu anderen Menschen dienen.

Inspiriert von der Botschaft des Neuen Testaments, zeigt der frühere Erzbischof von Buenos Aires an einer Fülle konkreter Zusammenhänge, wie die gelebte Haltung des Dienens nicht nur einzelne Menschen aktiv werden lässt, sondern eine ganze Gesellschaft verändern kann, so dass sie zu einem Haus wird, in dem für alle Platz ist.

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Internationaler Gipfel der Alternativen

…für eine friedliche, ökologische und solidarische Welt!

Mission eine WeltQuelle

Internationaler Kongress anlässlich des G7-Gipfels im oberbayerischen Schloss Elmau

Am 7. und 8. Juni 2015 trifft sich die „Gruppe der Sieben“ (G7) auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen. Dort wollen die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, der USA, Japans, Grossbritanniens, Frankreichs, Italiens und Kanadas über Aussen- und Sicherheitspolitik, Probleme der Weltwirtschaft, des Klimawandels und Entwicklungsfragen beratschlagen.

Mit dem Gipfel der Alternativen soll die Kritik an der G7 in die Öffentlichkeit getragen und die Alternativen zu der herrschenden Politik deutlich gemacht werden. Mit der Kritik der Politik der G7 werden ökonomische, ökologische, menschenrechtliche und friedenspolitische Ansätze diskutiert.

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