Sozialkompetenz

Flüchtlingskatastrophe

Flüchtlingskatastrophe: “Sie ersaufen elendig”

Rettung schiffbrüchiger Migranten vor Rhodos am Montag - AFPQuelle
KathTube: Kardinal Woelki – Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer – Rette sie, wer kann!

Angesichts der jüngsten Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer mit hunderten von Toten drängt der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki die Verantwortungsträger in Europa zu “pragmatischer und schneller Hilfe”:

“Tag für Tag, Woche für Woche sterben Hunderte, vermutlich Tausende. Sie ersaufen elendig. Nicht irgendwo weit weg, sondern im noch winterkalten Wasser des Mittelmeers. Also eigentlich direkt vor unserer europäischen Haustür. Die Welt schaut einfach nur zu – Europa schaut weg. Europa aber sind wir – Sie und ich – jeder Einzelne. Wir dürfen nicht mehr wegsehen, wir dürfen nicht länger tatenlos zusehen. (…) Wir können Elend und Tod endlich stoppen, wenn wir unser europäisches Haus und unser menschliches Herz nicht länger verschliessen”, so der Bischof in einer Videobotschaft.

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Papst gegen Menschenhandel

Papst gegen Menschenhandel: “Welt braucht Strategie gegen diese Plage”

Die Bergpredigt Carl Heinrich Bloch ca. 1890Quelle

Papst Franziskus traf die Teilnehmer einer Anti-Menschenhandel-Konferenz im Vatikan

Um den Menschenhandel zu besiegen, bedarf es einer globalen Strategie. Das sagte der Papst an diesem Samstagmittag bei einer Audienz für die Teilnehmer einer Vatikan-Konferenz gegen Menschenhandel. Die Gespräche in den Vatikanischen Gärten wurden von der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften organisiert. Opfer der “modernen Sklaverei” seien Kinder, die als Organspender missbraucht werden; Frauen, die als Sexsklavinnen verkauft werden; aber auch Menschen, die in Arbeitslagern eingepfercht sind. Man dürfe auch nicht die Drahtzieher aus den Augen verlieren, so der Papst: Hinter Menschenhandel steckten “unwürdige Profis der Ausbeutung”, die sich auf Kosten von Menschenleben bereichern. Dabei wendeten die Täter “viele verschiedene Arten von Gewalt” an, um die Würde von Menschen zu verletzen.

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Kenia

Kenia: Das neue Gesicht der Gewalt

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Papst Franziskus hat bei seiner Begegnung mit den Bischöfen Kenias der Toten von Garissa gedacht. Das berichtet der Weihbischof der Stadt, Joseph Alessandro, im Gespräch mit Radio Vatikan. Der Papst hatte die Bischöfe am Donnerstag während ihres Ad Limina Besuches empfangen. Bei einem Angriff auf die dortige Universität hatten Shabaab-Kämpfer Anfang April fast 150 Menschen getötet. “Unser Land war immer eine Herausforderung”, so Bischof Alessandro, “nicht zuletzt wegen des Klimas und der rivalisierenden Clans. Jetzt hat die Herausforderung ein neues Gesicht angenommen, nämlich den islamischen Extremismus, vor allem der Shabaab-Miliz, die aus Somalia kommt.” Drei Massaker hätten diese Terroristen in den vergangenen Monaten verübt; der Staat habe nicht ausreichend Mittel eingesetzt, um im Vorfeld herauszufinden, was die Terroristen planten. Stattdessen wolle die Regierung nun das Flüchtlingslager Dadaab schliessen, in dem etwa 350.000 Somalis leben.

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Weinen mit den Weinenden

Trost und Gebet für die junge Witwe Sharifa* Kesvere und ihre acht Kinder

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Frauen für Frauen Stell dich an ihre Seite

Unsere Gebete und tröstenden Worte helfen der Familie

Bereits seit Monaten weiten die Milizen von Boko Haram ihre mörderischen Angriffe auch auf die Nachbarländer Nigerias aus, darunter Kamerun. Bei einem der vielen Überfälle im vergangenen Jahr drangen die Islamisten in das Dorf Balgaram ein, Heimat der 10-köpfigen Familie von Jean Marcel und Sharifa. Während einige der älteren Kinder fliehen konnten, mussten Sharifa und ihre jüngeren Kinder mitansehen, wie ihr Mann – Pastor einer lokalen Kirchengemeinde – verschleppt wurde. Tags darauf erreichte sie die Nachricht von seiner Ermordung.

Weinen mit den Weinenden

Open Doors hat die Witwe und ihre Kinder seitdem bereits vier Mal besucht. Ein Mitarbeiter in Kamerun schildert seine Eindrücke: “Der erste Besuch war herzzerreissend.

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Obdachlose Gäste in der Sixtina

Eine Führung der besonderen Art

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300 Obdachlose verteilen Evangelien
Papst spendet 500 kg Lebensmittel für römisches Armenviertel
Suppenküche in Pompeji dem Papst gewidmet

Eine Führung der besonderen Art: 150 römische Obdachlose besichtigen am Donnerstag gratis die Vatikanischen Museen. Zuvor flaniert die Gruppe vorbei an der päpstlichen Residenz Santa Marta und durch die vatikanischen Gärten, ein Privileg weniger Besucher. Die Tour in den Museen umfasst den kürzlich neu eröffneten Pavillon der Kutschen, die Galerie der Kandelaber und der Landkarten sowie die Sixtinische Kapelle. Die päpstliche Hauskapelle wird den obdachlosen Gästen

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Franziskus

Franziskus: Der erste Prediger über Jesus – eine Frau

Papst Franziskus über die Würde des Alterns

Papst Franziskus hat die alte Prophetin Anna als “erste Predigerin über Jesus2 gewürdigt. In seiner Katechese bei der Generalaudienz über den spirituellen Reichtum alter Menschen erinnerte Franziskus an diesem Mittwoch an die Stelle aus dem Lukas-Evangelium (Lk 2,29-32), als die beiden Alten Simeon und Anna im Jerusalemer Tempel dem neugeborenen Jesus begegnen. Die beiden hatten “keine wichtigeren Aufgaben als diese: auf den Herrn warten und beten”, so der Papst. Simeon sei in dieser Begegnung zum Dichter geworden, Anna zur “ersten Predigerin” über Jesus: Sie “sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten”, zitierte Franziskus die Schrift.

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Gesucht: Neue “ars moriendi”

Viele kennen Sterben und Tod nur noch aus dem Fernsehen

Von Stefan Rehder

Die Tagespost, 13. März 2015

“Ich habe keine Angst vor dem Sterben. Ich möchte bloss nicht dabei sein, wenn es passiert.” Wie der Filmregisseur Woody Allen denken heute viele. Man kann das verstehen. Richtig wird es deshalb nicht. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts starben rund 80 Prozent der Deutschen zu Hause. Ging es ans Sterben, versammelte sich oft die ganze Familie im Zimmer des Todkranken. Man nahm voneinander Abschied, begleitete den Sterbenden auf seinem Weg aus dieser, betete für das Heil seiner Seele in der kommenden Welt und stand ihm – so gut man dies vermochte – im letzten Ringen bei. Schlug einem selbst die letzte Stunde, hatte man meist bereits mehrere Verwandte und Freunde in den Tod begleitet.

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