Der Gipfel des Egoismus
Das vereinte Europa wuchs immer von Krise zu Krise
Von Stephan Baier
Die Tagespost, 26. Juni 2015
Das vereinte Europa wuchs immer von Krise zu Krise. Doch jetzt hat eine gefährliche Schubumkehr eingesetzt: Aus der europäischen Integration droht eine Desintegration Europas zu werden. Die Gemeinsamkeiten zerbröseln, der Konsens zerfällt. Sogar die Wege und Methoden, wie man zu Kompromiss oder Konsens gelangt, verlieren ihre Selbstverständlichkeit. Ausgerechnet in einem Moment, in dem ein europäisches Gemeinwohl-Bewusstsein dinglicher wäre denn je, weicht das Solidaritätsprinzip einem neuen nationalen Egoismus. Die immer exzentrischere Haptik des Kommissionspräsidenten, der Staatsoberhäupter, Regierungschefs und Minister nahezu wahllos herzt, boxt, tätschelt oder küsst, erinnert an einen alternden Leitwolf, der verzweifelt versucht, das auseinanderdriftende Rudel irgendwie zusammenzuhalten.
Laudato Si’: Worum es geht
Vatikan: Enzyklia Laudato Si’: Von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus

Quelle
KathTube: LAUDATO SI – Vatikan macht mit Trailer auf die Schöpfungsenzyklika von Papst Franziskus aufmerksam!
KathTube: LAUDATO SI – Die mexikanische Erzdiözese Tlalnepantla lädt mit diesem Musikvideo dazu ein, die neue Enzyklika des Papstes zu lesen!
1. “Laudato si’, mi’ Signore – Gelobt seist du, mein Herr”: So heisst die vielerwartete Umweltenzyklika von Papst Franziskus, die an diesem Donnerstag veröffentlicht wurde. Auf 220 Seiten präsentiert das Lehrschreiben ein neues Verständnis von ganzheitlicher Ökologie. Es bietet eine umfassende Vision des Menschen, der im Geflecht des grossen Ganzen steht: in Beziehung zu Gott, zu sich selbst, zu den anderen Menschen und zur Schöpfung. Diese ganzheitliche Ökologie will Franziskus als neues Grundmuster der Gerechtigkeit etablieren.
Franziskus bezieht in seinem Lehrschreiben klare Positionen.
Nicht heroisch, aber beachtlich
‘Noch nie standen Palliativmedizin und Hospizarbeit derart im Fokus öffentlichen Interesses wie jetzt’
Die Tagespost, 12. Juni 2015
Auch wessen eigene Vorstellung von einer sachgerechten rechtlichen Neuregelung der Suizidhilfe über das hinausgeht, was im Bundestag mehrheitsfähig scheint, kann für den bisherigen Verlauf der von Gesundheitsminister Gröhe angestossenen Debatte dankbar sein. Noch nie standen Palliativmedizin und Hospizarbeit derart im Fokus öffentlichen Interesses wie jetzt. Noch nie wurde der sich durch alle Parteien ziehende Wille, spürbare Verbesserungen bei der Versorgung und Begleitung Schwerstkranker und Sterbender zu erzielen, so ernsthaft und bestimmt vorgetragen wie jetzt. Zwar liesse sich argumentieren, angesichts sprudelnder Steuereinnahmen verlange dies von den Abgeordneten keinen Heroismus. Doch wenn, woran es keinen Zweifel geben kann, der von Gröhe vorgelegte Entwurf eines Hospiz- und Palliativgesetzes Eingang in das Bundesgesetzblatt findet, wird vielen Menschen zu mehr Lebensqualität auf ihrer letzten Wegstrecke verholfen und ihr Sterben erleichtert. Das sollte bei aller berechtigten Kritik im Detail nicht vergessen werden.
Wer keine Identität hat, tut nichts Böses
Die Katholische Akademie in München stellte die Frage nach dem Bösen in Christentum und Buddhismus
Die Tagespost, 12.06.2015
Die Katholische Akademie in München stellte die Frage nach dem Bösen in Christentum und Buddhismus.
Von Alexander Riebel
Die Religion bestimmt das Menschenbild. Diese Selbstverständlichkeit wird dann dramatisch, wenn es zu Deformationen kommt. Der Buddhismus ist dafür ein Beispiel, wie bei der Abendveranstaltung “Die Frage nach dem Bösen in Buddhismus und Christentum” am Dienstag in der Katholischen Akademie in München deutlich wurde. Denn für den Vertreter des buddhistischen Parts, Karl-Heinz Brodbeck, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt sowie seit 2003 Vorsitzender des Kuratoriums der Fairness-Stiftung Frankfurt und seit 2007 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Tibethauses (Frankfurt), hat der Mensch keinerlei Identität.
Die wahre Macht ist der Dienst
‘Christen erkennt man daran, dass sie nach dem Beispiel Jesu anderen Menschen dienen’
Ein Buch, das einen Grundgedanken von Papst Franziskus, den er an zentralen Stellen immer wieder äussert, illustriert und erschliesst: Christen erkennt man daran, dass sie nach dem Beispiel Jesu anderen Menschen dienen.
Inspiriert von der Botschaft des Neuen Testaments, zeigt der frühere Erzbischof von Buenos Aires an einer Fülle konkreter Zusammenhänge, wie die gelebte Haltung des Dienens nicht nur einzelne Menschen aktiv werden lässt, sondern eine ganze Gesellschaft verändern kann, so dass sie zu einem Haus wird, in dem für alle Platz ist.
Internationaler Gipfel der Alternativen
…für eine friedliche, ökologische und solidarische Welt!
Internationaler Kongress anlässlich des G7-Gipfels im oberbayerischen Schloss Elmau
Am 7. und 8. Juni 2015 trifft sich die “Gruppe der Sieben” (G7) auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen. Dort wollen die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, der USA, Japans, Grossbritanniens, Frankreichs, Italiens und Kanadas über Aussen- und Sicherheitspolitik, Probleme der Weltwirtschaft, des Klimawandels und Entwicklungsfragen beratschlagen.
Mit dem Gipfel der Alternativen soll die Kritik an der G7 in die Öffentlichkeit getragen und die Alternativen zu der herrschenden Politik deutlich gemacht werden. Mit der Kritik der Politik der G7 werden ökonomische, ökologische, menschenrechtliche und friedenspolitische Ansätze diskutiert.
Expo Mailand 2015
Video-Botschaft von Papst Franziskus zur Eröffnung der Expo Mailand 2015
Quelle
Offizielle Webseite: www.expoholysee.or
Webseite des Päpstlichen Rats Cor Unum: www.corunumexpo.va
Video-Botschaft von Papst Franziskus zur Eröffnung der Expo Mailand 2015
Freitag, 1. Mai 2015
Liebe Brüder und Schwestern,
guten Tag!
Ich bin dankbar für die Möglichkeit, meine Stimme mit den Stimmen derer zu vereinen, die zu dieser Eröffnungsfeier zusammengekommen sind. Es ist die Stimme des Bischofs von Rom, der im Namen des pilgernden Gottesvolkes in der ganzen Welt spricht. Es ist die Stimme sehr vieler Armer, die zu diesem Volk gehören und die sich bemühen, im Schweisse ihres Angesichtes mit Würde ihr Brot zu verdienen.









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