Ungerechte Verteilung von Reichtum
D: Hilfswerk Adveniat kritisiert ungerechte Verteilung von Reichtum
Die weltweit wachsende Kluft zwischen Arm und Reich fordert nach Einschätzung des katholischen Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat einen Politikwechsel. “Anstelle einer Haltung des masslosen Gewinnstrebens, einem Credo der andauernden Gewinnmaximierung brauchen wir den politischen Willen zugunsten eines guten Lebens für viele”, sagte Adveniat-Hauptgeschäftsführer Bernd Klaschka am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Essen.
Oxfam hatte am Montag mit Blick auf das Weltwirtschaftsforum in Davos eine Studie veröffentlicht, nach der die 62 reichsten Menschen der Erde mittlerweile genauso viel Vermögen besitzen wie die gesamte arme Hälfte der Weltbevölkerung.
Nach Klaschkas Worten bestätigt die Oxfam-Studie den Satz von Papst Franziskus: Diese Wirtschaft tötet. Der Skandal bestehe “vor allem darin, dass die bestehenden Regeln die Reichen und Superreichen begünstigen”, so Klaschka.
Die Unruhe wächst
Soll man es einen “Verzweiflungsakt” nennen, jenen Bustransport von Flüchtlingen vor das Kanzleramt, mit dem der Landshuter Landrat Peter Dreier nach eigenem Bekunden auf die Not der Kommunen bei der Unterbringung von Flüchtlingen aufmerksam machen wollte?
Die Tagespost, 15. Januar 2015
Soll man es einen “Verzweiflungsakt“ nennen, jenen Bustransport von Flüchtlingen vor das Kanzleramt, mit dem der Landshuter Landrat Peter Dreier nach eigenem Bekunden auf die Not der Kommunen bei der Unterbringung von Flüchtlingen aufmerksam machen wollte? Kaum in Berlin angekommen, wurde der Bus wieder nach Hause geschickt. Meldungen machten die Runde, die Flüchtlinge hätten über die Aktion, für die sie da unterwegs waren, gar nicht richtig Bescheid gewusst. Das würde aus dem symbolischen Protest eine unverantwortliche PR-Aktion machen. Hinter alledem steht ein offensichtliches Problem: Viele Kommunen sind bei der Versorgung von Flüchtlingen am Rande ihrer Möglichkeiten angekommen, einige sind bereits darüber hinaus, vieles funktioniert nur wegen des grossen Engagements von Ehrenamtlichen. Dafür kann man nur dankbar sein. Doch dieses Engagement entbindet die Politik nicht ihrer Verantwortung. Wie soll es weitergehen? Was tun, wenn die Kapazitäten erschöpft und die Ehrenamtlichen mit ihren Kräften am Ende sind?
“Da erröten Sie nicht nur leicht”
‘Die Nationalstaaten Europas versagen in der sich weiter dramatisierenden Flüchtlingskrise, weil sie ihre europäischen Zusagen und Beschlüsse einfach nicht einhalten’
Die Tagespost, 15. Januar 2016
Save the children
Die Nationalstaaten Europas versagen in der sich weiter dramatisierenden Flüchtlingskrise, weil sie ihre europäischen Zusagen und Beschlüsse einfach nicht einhalten. Darin sind sich die Präsidenten der EU-Kommission und des Europäischen Parlaments, Juncker und Schulz, völlig einig.
Jeden Tag erreichen uns neue Katastrophennachrichten: Am Mittwochabend wurden die Leichen von sieben ertrunkenen Flüchtlingen an der türkischen Ägäisküste bei Izmir angespült. Am Freitagmorgen kamen drei Kinder bei einem Bootsunglück in der Ägäis ums Leben. Zwanzig Flüchtlinge konnte die Küstenwache gerade noch aus den Fluten retten. Trotz eisiger Temperaturen und schwerem Seegang wagen täglich tausende Flüchtlinge die lebensgefährliche Überfahrt von der Türkei nach Europa. Derzeit gelingt sie 2 000 bis 3 000 Menschen pro Tag.
Papst Franziskus betet für Michael Schumacher
Papst Franziskus wird für Michael Schuhmacher beten, das berichtet Jean Todt nach seiner Audienz im Vatikan
Papst Franziskus will für die Genesung von Michael Schumacher beten. Das sagte Jean Todt, der Präsident des Automobilclub-Dachverbandes FIA, im Gespräch mit Radio Vatikan. “Ich habe ihn gefragt, ob er für ihn [Michael Schumacher] beten möchte, und er hat gerne akzeptiert”, so Todt, der frühere Teamchef des italienischen Rennstalls Ferrari. Schumacher erlitt im Dezember 2013 bei einem Skiunfall schwere Hirnverletzungen und befindet sich in seinem Haus in der Schweiz in Rehabilitation. Einzelheiten über den Zustand des siebenfachen Formel 1-Weltmeisters, der vor wenigen Tagen 46 Jahre alt wurde, sind nicht bekannt. Dem Papst seien Schumacher und sein schwerer Unfall ein Begriff gewesen, berichtete Todt dem französischen Programm von Radio Vatikan.
Papst lobte libanesiche und jordanische Flüchtlingspolitik
Vatikanischer Aussenminister: Papst lobte libanesiche und jordanische Flüchtlingspolitik
Quelle
Fides Dienst: Jordanien
Die Neujahrsrede des Papstes am Montag an die Vatikan-Diplomaten hatte eine Schlagzeile: “Wir schaffen das!” Papst Franziskus hat in einer langen und ausführlichen politischen Grundsatzrede sich vor allem dem Thema Europa und den Flüchtlingen gewidmet. In einem Gespräch mit Radio Vatikan betont auch der vatikanische Aussenminister, Erzbischof Paul Richard Gallagher, diesen Fokus:
“Ja, der Papst wollte die enormen Anstrengungen anerkennen und die Länder loben, die sofort Flüchtlinge aufgenommen haben wie Jordanien und Libanon und dann auch die Länder an den Grenzen wie die Türkei, Italien, Griechenland, denn trotz der Migrantenfrage, die heute als Europakrise gilt, haben viele Menschen aus diesen Ländern, ihre Regierungen, Behörden sowie viele Privatpersonen Leben gerettet.
Hintergrund: Botschafter am Vatikan
180 Staaten unterhalten derzeit diplomatische Beziehungen zum Heiligen Stuhl – diese hohe Zahl macht den Vatikan zu einem Spitzenplayer auf der internationalen Bühne
Allerdings fehlt die Volksrepublik China, die schon vor Jahrzehnten die diplomatischen Beziehungen zum Heiligen Stuhl abgebrochen hat.
86 dieser Botschafter residieren auch in Rom, darunter die der EU und des Malteserordens. Einen Sitz in Rom haben neben der Mission des Staates Palästina auch die Arabische Liga, die Internationale Migranten-Organisation und das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge.
Christen sind jetzt gefordert
Die Gesellschaft nichts dringender als den Beitrag zur Entideologisierung. Christen, als “geborene Anti-Ideologen”, können hier Wesentliches beitragen
UPDATE: Kölner Silvester: Woelki verurteilt Übergriffe und warnt vor Hetze
Von Markus Reder
Die Tagespost, 08. Januar 2016
Mehr als eine Woche liegen die gewalttätige und sexuellen Übergriffe in Köln zurück. Noch immer ist vieles ungeklärt. Doch was inzwischen bekannt ist, reicht aus, um die politische und gesellschaftliche Sprengkraft dieser Ereignisse klar zu erkennen. Ihre Wucht ist gewaltig. Bis in die USA ist das mediale Echo auf die dramatischen Übergriffe und den unsäglichen Umgang damit zu hören.
Da ist zunächst die Informationspolitik von Polizei und Sicherheitsbehörden. Nach jüngsten Erkenntnisse verheimlichte man offenbar die Herkunft der Verdächtigen, weil man dies für “politisch heikel” hielt. Das ist informationspolitischer Wahnsinn und zeigt, wie weit die Diktatur der politischen Korrektheit gediehen ist. Wenn man das ohnehin schon ramponierte Vertrauen in den Rechtsstaat und seine Organe endgültig zerstören will, erreicht man das genau so. Das ist dann nicht mehr “politisch heikel”, sondern politisch katastrophal. Wer das Vertrauen in einen funktionierenden Rechtsstaat derart untergräbt, setzt die Stabilität des gesamten demokratischen Systems aufs Spiel.







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