Krieg gegen Christen
Christenverfolgung heute – Zahlen und Fakten eines erschütternden Phänomens
Unterdrückt, vertrieben, ermordet: Weltweit sind rund 100 Millionen Christen von Gewalt und Tod bedroht. Diese überraschende und bislang noch weitgehend verdrängte Tatsache bündelt John Allen in seinem neuen Buch. Der Autor untermauert seine „Kriegsberichte“ mit zahlreichen erschütternden Fallbeispielen, insbesondere aus Asien, Lateinamerika, Afrika, dem Mittleren Osten und Osteuropa. Entstanden ist ein umfassendes Kompendium, das Beweggründe und Umstände von ungeheurer Vielfalt, Dramatik und Grausamkeit dokumentiert, aber auch mit Analysen und Anregungen mögliche Konsequenzen für die moderne Gesellschaft aufzeigt.
In den USA ist ein ‚Krieg‘ gegen Weihnachten entbrannt
Franklin Graham: Die säkulare Kultur steht dem Christfest feindselig gegenüber
Charlotte, kath.net/idea, 10. Dezember 2014
In den USA ist nach Ansicht des Evangelisten Franklin Graham (Charlotte/Bundesstaat Nord Carolina) geradezu ein „Krieg“ gegen Weihnachten im Gange. Die säkulare Kultur sei in den vergangenen Jahrzehnten immer feindseliger gegen das Christfest eingestellt, obwohl Millionen von Amerikanern Christi Geburt feiern. Öffentlichen Hinweisen auf den christlichen Ursprung des Festes schlage eine zunehmende Intoleranz entgegen, schreibt der 62-jährige Sohn des Evangelisten Billy Graham (96) in der Zeitschrift der Billy-Graham-Gesellschaft.
Asien/Indien – Tag der Menschenrechte
Bischöfe erinnern an religiöse Minderheiten, Dalit und tribale Völker
New Delhi, Fides, 09. Dezember 2014
Anlässlich des Anlässlich des Internationalen Tages der Menschrechte am morgigen 10. Dezember „muss auch an die Menschenrechtslage in Indien erinnert werden. Dabei fordern wir vom Staat dringende Massnahmen zur Beseitigung einiger Situationen. Besonders schmerzlich ist die Situation der religiösen Minderheiten: ihr Recht auf Religionsfreiheit wird skrupellos von militanten Gruppen mit Füssen getreten, deren Taten in den nach der Wahl in diesem Jahr entstandenen politischen Atmosphäre unbestraft bleiben“, heisst es in einer Botschaft der bischöflichen Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und Entwicklung.
Jordanischer König
Jordanischer König: Kampf gegen IS ist ein Auftrag an Muslime
Abdullah: Es handelt sich um einen innerislamischen „Krieg der Dritten Welt“
Washington/Amman/Kairo, kath.net/idea, 10. Dezember 2014
Der jordanische König Abdullah (Amman) sieht den Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) als einen Auftrag an die muslimische Welt an. Es handele sich um einen innerislamischen „Krieg der Dritten Welt“ sagte er bei einem USA-Besuch, bei dem er in Washington mit Präsident Barack Obama zusammentraf. In einem Interview mit dem Fernsehsender CBS nannte er den Kampf gegen Gruppen wie IS, die mit äusserster Brutalität einen „Heiligen Krieg“ gegen Andersgläubige und gemässigte Muslime führen, eine Konfrontation zwischen „Gut und Böse“.
Generalaudienz 3. Dezember 2014
Papst hofft auf friedliches Zusammenleben in der Türkei
Papst Franziskus hat bei der Generalaudienz Rückschau auf seine Reise in die Türkei gehalten. Vor den rund 10.000 Pilgern und Besuchern, die sich trotz Regens auf dem Petersplatz eingefunden hatten, bedankte sich der Papst öffentlich beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem Premierminister Ahmet Davutoğlu, bei den türkischen Bischöfen und Katholiken sowie beim Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios, dem die Reise in erster Linie galt. Der erste Tag habe der Politik gegolten; in der Verfassung der Türkei mit ihrer fast ausschliesslich muslimischen Bevölkerung sei die Trennung von Staat und Religion festgehalten, erklärte Franziskus.
Die fliegende Pressekonferenz
Die fliegende Pressekonferenz: Orthodoxie, Hamburger Erfahrungen und beten in einer Moschee
Ökumene, die Türkei, Islamophobie und die Beziehungen zum Moskauer Patriarchat: Eine dreiviertel Stunde lang beantwortete Papst Franziskus beim Rückflug aus der Türkei die Fragen der Journalisten. Zuvor aber begrüsste er jeden und jede einzeln und per Handschlag, so viel Zeit musste sein.
Die erste Frage bezog sich auf die Bemerkung des türkischen Präsidenten Erdoğan, der von der Islamophobie im Westen sprach. Ob da der interreligiöse Dialog reiche, wollte eine türkische Journalistin wissen, und was genau denn die Politiker tun könnten.
Hintergrund: Die Christen in der Türkei
Es ist eines der Geburtsländer der Kirche:
Ephesus, Galatien, die Geburtsstadt des Apostels Paulus, Tarsus, all das liegt auf dem Gebiet der heutigen Türkei. Bis zur Entstehung des Islam war Kleinasien christlich, die Hauptstadt Byzanz Nachfolgerin des untergegangenen Rom. Aber auch noch nach Einnahme durch die Muslime blieb die Zahl der Christen im Land gross, noch im 19. Jahrhundert waren es über zwei Millionen. Heute dagegen sehen die Zahlen anders aus, mehr als 150.000 Christen sind es nicht mehr, das entspricht etwa 1 Prozent der Bevölkerung.






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