Schutz für Juden, Schutz für Pius XII.
Johannes Oesterreicher: Schutz für Juden, Schutz für Pius XII.
Christen und Juden
Johannes Oesterreicher
Papst Pius XII.: Weitere Beiträge
Die Akte Pacelli: Geheimarchiv-Öffnung YouTube
Ein katholischer Priester jüdischer Abstammung, der Papst Pius XII. in den 1930er Jahren zu einem offenen Protest gegen Hitler veranlassen wollte – nach dem Krieg aber denselben Papst vor Anschuldigungen in Schutz nahm, er habe schuldhaft zum Holocaust geschwiegen: das ist Johannes Oesterreicher (1904-1993).
Der Wiener Diözesanpriester war Gegenstand eines Vortrags bei einer Tagung vergangene Woche im Vatikan, die sich mit dem Heiligen Stuhl und der “Rassendebatte” in der Zwischenkriegszeit beschäftigte.
Vatikanische Archivöffnungen befeuern die Forschung
Wie stellte sich der Vatikan in den 1930er Jahren zur Rassendebatte der damaligen Zeit?
Mit dieser Frage setzte sich ein internationaler Kongress auseinander, der am Freitag im Camposanto Teutonico im Vatikan zu Ende ging. Ziel der von der Görres-Gesellschaft mitorganisierten Tagung war es auch, acht Jahre nach der Öffnung der Bestände zum Pontifikat Papst Pius XI. an den vatikanischen Archiven eine Zwischenbilanz zu ziehen. Einer der Organisatoren, der Potsdamer Zeithistoriker Thomas Brechenmacher, sagte im Gespräch mit Radio Vatikan:
“Wir haben wie bei allen diesen Archivöffnungen einen viel detaillierteren Einblick in die Diskussions- und Entscheidungsvorgänge bekommen. Zum Beispiel die Initiativen des Heiligen Offiziums in den 1930er Jahren, die sich auseinandersetzen mit den totalitären Ideologien, zu denen auch der Rassismus gezählt wird.
Österreich/Italien
Lutherische Papstübersetzerin verstorben
An diesem Sonntag ist in Rom Sigrid Spath verstorben. Die österreichische Lutheranerin wirkte mehrere Jahrzehnte als Übersetzerin für alle Päpste seit Paul VI. Sie übertrug mindestens 70.000 Seiten Texte italienischer, lateinischer, französischer, englischer, spanischer oder polnischer Sprache ins Deutsche. Ausserdem arbeitete Sigrid Spath bis zu ihrer Pensionierung als Halbtagsangestellte für das Generalat der Jesuiten in Rom. Ihre letzte grössere Arbeit war ein Teil der Übersetzung des langen Interviews mit Papst Franziskus für die Jesuitenzeitschriften.
Sigrid Spath wurde am 1. August 1939 in Villach geboren. Ihr Mutter war eine lutherische Pfarrerstochter aus Lettland, der Vater stammte aus Mähren. Sigrid Spath hatte zwei Brüder und später eine Tochter. Sie studierte Latein und Byzantinistik in München und Graz, wo der heutige Diözesanbischof Egon Kapellari einer ihrer Studienkollegen war, und promovierte bei Endre Ivanka. 1963, während des Zweiten Vatikanischen Konzils, kam sie für einige Monate nach Rom und übernahm dabei Schreibarbeiten bei dem Konzilstheologen und Jesuiten Karl Rahner.
Franziskus-Perle des Tages
Die grösste Sünde heute ist der Verlust des Gespürs für die Sünde!
Franziskus-Perle des Tages: ohne die Gegenwart Gottes geht das Gespür für die Sünde verlustig. Die Märtyrer unserer christlichen Mittelmässigkeit bezahlen den Preis für die Macht des Menschen an der Stelle der Herrlichkeit Gottes.
Von Armin Schwibach
Rom, kath.net/as, 31. Januar 2014
Wenn die Gegenwart Gottes unter den Menschen abhanden kommt, verliert man das Gespür für die Sünde, die grösste Sünde unserer Zeit (Pius XII.). Dies bekräftigte Papst Franziskus in seiner Predigt am Freitag der dritten Woche im Jahreskreis im vatikanischen Gästehaus “Domus Sanctae Marthae”.
Heute vor 70 Jahren
Flüchtlinge im Papst-Garten
Im Morgengrauen des 22. Januar vor genau siebzig Jahren beschossen die Alliierten die Südküste Italiens, es folgte die Landung von Truppen in Anzio, in der Nähe Roms. Die Eröffnung einer zweiten Front gegen Hitler und Mussolini schaffte neue Flüchtlinge, Tausende von ihnen versuchten, in den päpstlichen Gütern unter zu kommen, zum Beispiel in Castelgandolfo. Papst Pius XII. zögerte damals nicht, sondern öffnete die Gärten für die Fliehenden.
Saverio Petrillo ist seit 27 Jahren Direktor der Päpstlichen Güter, er berichtet im Gespräch mit Radio Vatikan von der Aufnahme der vielen Evakuierten.
16.10.1943 – Die Stunde des Papstes
Deutscher General bricht sein Schweigen: Wie Pius XII. die Juden Roms rettete
Quelle
Papst Pius XII.
Weitere Beiträge zu Papst Pius XII.
Von Michael Hesemann
Vatikan, kath.net, 16. Oktober 2013
In den frühen Morgenstunden des 16. Oktober 1943 verhaftete die SS 1259 der 8000 Juden Roms. Dann endeten die Deportationen plötzlich. Was war geschehen? Diese Frage wurde lange von Historikern kontrovers diskutiert. Jetzt verschafft die Aussage eines deutschen Wehrmacht-Generals Klarheit.
Und Pius XII. gelangt in die Sozialen Netzwerke
Am 9. Oktober 1958 starb Papst Pacelli
Quelle: Interessante VIDEOS
Von Luigi Testa (Osservatore Romano)
Vatikan, kath.net/Osservatore Romano , 10. Oktober 2013
55 Jahre nach seinem Tod (am 9. Oktober 1958), erklingt seine “Stimme” auch auf Twitter. Das Nutzerkonto lautet, für diejenigen, die im Netz surfen, ganz einfach PapaPioXII@SSPioXII und geht auf die Initiative eines sechsundzwanzigjährigen Studenten aus Mailand zurück. Ein Beweis dafür, dass wahre Worte selbst dann, wenn sie aus einer fünfzig Jahre zurückliegenden Vergangenheit stammen, nie ihre Faszinationskraft verlieren. Und es ist gerade die Faszinationskraft dieser Worte, welche die kurzen Tweets zu übermitteln suchen, wobei sie sich nur die Freiheit herausnehmen, den päpstlichen Wortschatz jener Jahre etwas zu vereinfachen (ohne deshalb aber den Sinn und die Schönheit jener Worte zu opfern), in der Absicht, die vom Server vorgegebene Anzahl der Anschläge einzuhalten.




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