Gebet um Priesterberufungen von Pius XII.
Sende Arbeiter in deinen Weinberg
Jesus, Guter Hirte, du bist gekommen, um zu suchen und selig zu machen, was verloren war.
Du hast das Priesterum der Kirche gestiftet, das dein Werk für alle Zeiten fortsetzen soll.
Wir flehen inständig zu dir: Sende Arbeiter in deinen Weinberg, sende würdige Priester in deine heilige Kirche.
Gib, dass alle, die du von Ewigkeit her zu deinem Dienste auserwählt hast, deinem Rufe folgen, dass aber kein Unberufener sich in dein Heiligtum eindränge.
Neue Hinweise zum Einsatz des Vatikans gegen Judendeportation?
Der Vatikan hat den verfolgten Juden Roms während des Zweiten Weltkriegs möglicherweise umfassender geholfen als bislang bekannt
Das schreibt die italienische Historikerin Anna Foa in einem Gastbeitrag für die vatikanische Tageszeitung “L‘Osservatore Romano” am Mittwoch. Darin präsentiert die in Rom lehrende Wissenschaftlerin mögliche Hinweise auf eine geheime diplomatische Intervention des Vatikan zum Schutz der Juden vor weiteren Verfolgungen durch die deutschen Besatzer nach der grossen SS-Razzia am 16. Oktober 1943.
Für ein solches Eingreifen spreche, dass die Deutschen später kaum noch Razzien durchführten, obwohl sich die Juden, die der ersten Razzia entkommen waren, nicht selten in ihren ursprünglichen Wohnungen aufhielten und ihre Adressen den Besatzern durch Listen bekannt waren, so Foa. Die rund 1.000 weiteren Juden, die nach dem 16. Oktober 1943 deportiert wurden, seien grösstenteils von den italienischen Faschisten, illegalen Banden oder der römischen Polizei festgenommen worden. Die wenigen nach dem 16. Oktober von Deutschen durchgeführten Festnahmen seien zudem vor allem auf Hinweise italienischer Spione hin erfolgt.
70. Jahrestag des Luftangriffs auf Rom
Papst erinnert an Bombardierung Roms vor 70 Jahren
Papst Franziskus hat anlässlich des 70. Jahrestags des Luftangriffs auf Rom der Opfer gedacht. In einem am Freitag vom Vatikan veröffentlichen Schreiben an Kardinalvikar Agostino Vallini dankte er für den Einsatz des damaligen Papstes Pius XII. Dieser hatte sich unmittelbar nach dem Angriff “ohne zu zögern in die noch rauchenden Trümmer” des Stadtviertels San Lorenzo begeben, um der Bevölkerung beizustehen und Trost zu spenden.
“Auch bei dieser Gelegenheit hat er sich als sorgender Hirte gezeigt, der inmitten seiner Herde geblieben ist”, schreibt Franziskus.
Vor 80 Jahren unterzeichnet:
“Die Situation war für Pacelli alles andere als komfortabel”
Quelle
Sündenbock für das Dritte Reich?
Mit brennender Sorge
Der Historiker Karl-Joseph Hummel zum Reichskonkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich
Die Tagespost, 19. Juli 2013, von Stefan Meetschen
Herr Professor Hummel, vor 80 Jahren, am 20. Juli 1933, unterzeichneten Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., und der deutsche Vizekanzler Franz von Papen das Reichskonkordat, das das Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und dem Heiligen Stuhl regeln sollte. Welche innen- und aussenpolitischen Wirkungen hatte dieses Abkommen für Adolf Hitler, der damals offiziell Reichskanzler war, aber schnell zum Diktator wurde?
Peres dankte der Stadt Assisi
Shimon Peres würdigt in Assisi Rettung von vielen Juden 1943
Peres dankte der Stadt Assisi, dass sie in einer vom Ortsbischof koordinierten Aktion eine grosse Anzahl Menschen jüdischen Glaubens gerettet hatten, indem sie in den Klöstern versteckt wurdenRom, kath.net/KAP, 4. Mai 2013
Israels Staatspräsident Shimon Peres ist am Mittwoch in der Franziskus-Basilika mit der “Ehrenbürgerschaft des Friedens” ausgezeichnet worden.
Glaubenszeuge in finsteren Zeiten
Clemens August Graf von Galen (1878-1946)
Rom, 22. März 2013, zenit.org, Britta Dörre
Als Clemens August Graf von Galen am 9. Oktober 2005 seliggesprochen wurde, beschrieb ihn Benedikt XVI. als “grossen Zeugen des Glaubens … , der in finsterer Zeit das Licht der Wahrheit aufgerichtet und den Mut des Widerstands gegen die Macht der Tyrannei gezeigt hat.”
Von Galen, der kurz vor seinem Tod von Papst Pius XII. am 18. Februar 1946 in Rom zum Kardinal berufen worden war, starb knapp ein Jahr nach dem Kriegsende, am 22. März 1946. Zuvor hatte er nach der Rückkehr aus Rom seine letzte Ansprache vor dem in Trümmern liegenden Dom zu Münster gehalten, in dem sich in der Ludgeruskapelle auch sein Grab befindet.
Neues Quellenmaterial aus den geöffneten Archiven
Vatikan hatte schon 1936 grosse Angst vor NS-Regime in Österreich
Neues Quellenmaterial aus den geöffneten Archiven zu Pius XI. zeigt hellsichtiges Urteil Roms zum Nationalsozialismus in Österreich
Wien, kath.net/KAP, 4. März 2013
Der Vatikan hatte 1938 im Blick auf Adolf Hitler eine viel realistischere Sicht als der österreichische Episkopat. Denn in der Wollzeile und in vielen anderen österreichischen Ordinariaten sei man in den 1930er-Jahren dem fatalen Irrglauben erlegen, “aus Hitler eine Art Mussolini machen zu können, mit dem man Verträge schliessen kann”, wie der Wiener Kirchenhistoriker Prof. Rupert Klieber in einem “Kathpress”-Gespräch aus Anlass des 75. Jahrestags des “Anschlusses” Österreichs an das Deutsche Reich formulierte. Im Vatikan allerdings sei der “Anschluss” am 12. März 1938 und die “Feierliche Erklärung” der österreichischen Bischöfe nur wenige Tage später (18. März) ” mit grossem Entsetzen aufgenommen” worden.


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