Irak: Chaldäischer Patriarch Sako tritt zurück *UPDATE
Eine Ära in der christlichen Geschichte des Nahen Ostens geht zu Ende: Papst Leo XIV. hat an diesem Dienstag das Rücktrittsgesuch von Kardinal Louis Raphaël Sako angenommen. Der 77-jährige Patriarch von Bagdad, der die chaldäisch-katholische Kirche durch die dunkelsten Jahre des Terrors und der politischen Instabilität im Irak führte, zieht sich nach 13 Jahren an der Spitze des Patriarchats zurück
Quelle
Patriarch Sako
*Irak: Chaldäische Kirche wählt im April neuen Patriarchen – Vatican News
Mario Galgano – Vatikanstadt
In einem persönlichen Schreiben, das zeitgleich mit der vatikanischen Mitteilung veröffentlicht wurde, stellte Sako klar, dass dieser Schritt in “voller Freiheit” und aus eigenem Entschluss erfolgt sei. Bereits vor zwei Jahren, mit Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren, habe er den Rückzug erwogen, sei aber vom verstorbenen Papst Franziskus ermutigt worden, im Amt zu bleiben.
Rückzug in Gebet und Stille
“Ich habe mich entschieden, mein Gesuch bei Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV. einzureichen, damit ich mich in Ruhe dem Gebet, dem Schreiben und dem einfachen Dienst widmen kann”, erklärte Sako. Um jeglichen Fehlinterpretationen vorzubeugen, betonte der Kardinal: “Niemand hat mich dazu gezwungen; es war mein eigener Wille.”
Erzbischof Bentz: “Angriff auf den Iran ist ethisch nicht vertretbar”
Dem Paderborner Erzbischof Udo Bentz zufolge ist der “Angriff auf den Iran” durch die USA und den Staat Israel “ethisch nicht vertretbar”

Quelle
Kölner Domkapitular Meiering berichtet, wie er während Nahost-Krieg in Katar feststeckte
Erzbischof Bentz
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion
Redaktion – Mittwoch, 18. März 2026
Dem Paderborner Erzbischof Udo Bentz zufolge ist der “Angriff auf den Iran” durch die USA und den Staat Israel “ethisch nicht vertretbar”. Entsprechend lasse sich auch “die gezielte Tötung der iranischen Führung nicht rechtfertigen”, sagte Bentz gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag.
Bentz ist neben seiner eigentlichen Aufgabe im Erzbistum Paderborn auch Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Deutschen Bischofskonferenz (DBK).
Nuntius im äußersten Süden Libanons: “Wir bringen Hilfe und Hoffnung”
Erzbischof Paolo Borgia ist der Diplomat des Heiligen Stuhles im Libanon, dessen Süden stark vom Iran-Krieg betroffen ist. Dorthin hat sich der Nuntius kürzlich zum wiederholten Mal aufgemacht, um den notleidenden Menschen Hilfsgüter zu bringen. Sein Anliegen sei es, den Libanesen “eine Botschaft der Nähe, des Friedens und der Hoffnung” zu übermitteln, sagte uns der Diplomat
![]()
Quelle
Nigeria: Terrorattacken zum Ramadan – Vatican News
Waisen-Hilfe in Uganda: Auf der Suche nach Zugehörigkeit – Vatican News
Salvatore Cernuzio und Gudrun Sailer – Vatikanstadt
Erzbischof Paolo Borgia fuhr an diesem Montag bis an die sogenannte Blue Line, die Grenze zwischen Libanon und Israel. Dort besuchte er Orte wie Rmesh, Debel und Ain Ebel, die unter Beschuss zwischen israelischen Streitkräften und der Hisbollah stehen. Er begleitete einen humanitären Konvoi mit sechs Lastwagen, die Medikamente und verschiedene Güter geladen hatten. Der Nuntius half selbst beim Entladen und Tragen von Paketen für die hilfbedürftigen Bewohner der mehrheitlich christlichen Dörfer.
Jerusalem: Ausstellung zu Wirken der Franziskaner im Heiligen Land
Seit 800 Jahren sind die Franziskaner in Jerusalem aktiv. Die Mönche bewachen nicht nur Heilige Stätten und betreuen Pilger. Sie waren und sind auch ein starker Faktor im Kultur-, Bildungs- und Sozialleben der Stadt, wie die Ausstellung “Kloster, Pfarre, Museum” im Sankt-Salvator-Kloster direkt am Neutor der Jerusalemer Altstadt zeigt
Quelle
800 Jahre Präsenz der Franziskaner im Heiligen Land – Franziskaner CH
Inmitten aller Menschen, ohne Angst, sich zu Christus zu bekennen – Gemeinschaft und Befreiung – Offizielle Website
Heiliges Land – Franziskaner CH
Kustodie des Heiligen Landes – Wikipedia
St.-Antonius-Kloster, Jerusalem – Koptisch-Orthodoxe Kirche
Auf großen Schautafeln in Arabisch und Englisch und mit einigen Exponaten erfahren die Besucher noch bis 25. Juli (2023 Red.), was der Orden, den die Päpste im Jahr 1342 offiziell mit der Bewahrung der christlichen Heiligen Stätten im Heiligen Land betraut haben, für das öffentliche und gesellschaftliche Leben in Jerusalem geleistet hat.
Heiliges Land: “Christen beginnen zu verzweifeln”
Der neue Nahostkrieg hat auch für die christliche Minderheit im Heiligen Land schwerwiegende Auswirkungen; noch mehr Christen als bisher denken über Auswanderung nach
Quelle
Libanon: Große Not durch Kriegshandlungen – Vatican News
Bentz zu Iran-Krieg: Militäreinsatz hochgradig unverantwortlich – Vatican News
Vatikan verurteilt Islamfeindlichkeit – Vatican News
Libanon – Nach dem Tod von Pfarrer El-Rahi: Christen im Süden zwischen Evakuierungsdruck und dem Wunsch zu bleiben – Agenzia Fides
Alma el-Chaab | Les Plus Beaux Villages du Liban/Übersetzung
Dennoch sieht die Kirche ihre Aufgabe weiterhin darin, den Menschen inmitten der Krise Hoffnung und Würde zu schenken. Darauf wies George Akroush vom Lateinischen Patriarchat von Jerusalem im Gespräch mit dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk “Kirche in Not” hin.
Vatikan: “Heiliges Land ohne Gläubige ist ein verlorenes Land”
In einem Schreiben zur diesjährigen Karfreitags-Kollekte hat sich Kardinal Claudio Gugerotti, Präfekt des Dikasteriums für die Ostkirchen, an die Bischöfe weltweit gewandt. Angesichts der anhaltenden Gewalt im Nahen Osten und der massiven Abwanderung von Christen ruft er zur großzügigen Unterstützung der diesjährigen Karfreitags-Kollekte auf. Er warnt eindringlich davor, dass ohne Hilfe die lebendige christliche Präsenz an den Wirkungsstätten Jesu auszusterben droht
![]()
Quelle
Vatikan: Brief für die Heilig-Land-Kollekte im Wortlaut – Vatican News
Mario Galgano – Vatikanstadt
“Wie sehr haben wir gehofft, dass der Frieden endlich Leben und Hoffnung ins Heilige Land zurückbringen möge!”, beginnt Gugerotti den Brief. Doch die Realität sei ernüchternd: Waffenruhen blieben aus, Gebiete seien umkämpft, und während das Medieninteresse nachlasse, sterben weiterhin Menschen. Besonders dramatisch sei die Lage der christlichen Minderheit, die ihre Heimat verlasse, um ihr Leben zu retten.
Libanon: Patriarch verurteilt Krieg, “der uns aufgezwungen wurde”
Der maronitische Patriarch im Libanon, Kardinal Bechara Rai, sieht den Krieg mit seinen vielen Toten als “sinnlos und verheerend” an. Zugleich zeigte er sich bei der Sonntagsmesse an seinem Amtssitz Bkerke solidarisch mit den Vertriebenen und Flüchtlingen
Quelle
Ausweitung des Iran-Kriegs: Christen im Südlibanon bangen um ihre Dörfer
Aalma ash-Shaab – Wikipedia
Libanon
Der Libanon sei in einen erbitterten Krieg zwischen der Hisbollah und Israel verwickelt; “einen Krieg, der uns aufgezwungen wurde” und “offiziell wie auch von der Bevölkerung abgelehnt” werde, so Rai.
Der Libanon brauche heute eine “klare, loyale Stimme des Gewissens”, sagte das Oberhaupt der größten Christengemeinschaft des Landes. Diese müsse “verkünden, dass das Land seinem Volk gehört und dass die aus ihrer Heimat Vertriebenen in Würde zurückkehren müssen”.


Neueste Kommentare