D/Israel: „Moralischen Maßstab verloren“
Der Weltkirche-Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Erzbischof Udo Markus Bentz, hat entsetzt auf Äußerungen des israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir zu gezielten Tötungen von Palästinensern reagiert
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„Die Forderung, täglich 30 bis 40 Personen im Gazastreifen zu töten, zeigt ein erschreckendes Ausmaß an Verrohung und Menschenverachtung, das niemandem gestattet ist und erst recht nicht einem Minister, dem die öffentliche Sicherheit anvertraut ist”, heißt es in einer am Freitag verbreiteten Stellungnahme des Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Deutschen Bischofskonferenz.

Der israelische Minister für nationale Sicherheit hatte sich für gezielte Tötungen von Palästinensern im Gazastreifen ausgesprochen. Seine Worte stießen international auf Empörung. Auch der deutche Bundeskanzler verurteilte die Aussagen des Ministers deutlich.
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Zwei Völker, zwei Staaten: Seit jeher Position der Päpste für das Heilige Land
„Ich fordere die internationale Gemeinschaft dringend auf, dafür zu sorgen, dass die Zwei-Staaten-Lösung vorankommt, um einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen“: Der Nahost-Appell von Papst Leo XIV. beim Angelus am 16. August ergänzt die lange Reihe von Erklärungen, die in den vergangenen Jahrzehnten aus Rom kamen. Die Zwei-Staaten-Lösung ist aus Sicht des Heiligen Stuhles der einzige Weg zum Frieden für Israel und Palästina
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Salvatore Cernuzio – Vatikanstadt
Die Päpste wechselten, ebenso wie die Lage im Nahen Osten, die nach dem 7. Oktober 2023 eine dramatische Eskalation von Gewalt und Spaltung erlebt hat. Doch die diplomatische Linie des Heiligen Stuhls war und ist seit fast achtzig Jahren ein unerschütterlicher Fels: „Zwei Staaten“, der einzige Weg zu Gerechtigkeit und einem gerechten und dauerhaften Frieden. Zuletzt war es Leo XIV., der diese Position nachdrücklich bekräftigte – und dabei auf die entschiedene Ablehnung der israelischen Regierung stieß.
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