Papst setzt Zeichen gegen Antisemitismus
Kardinal Koch: Papst setzt Zeichen gegen Antisemitismus
Quelle
UPDATE: 17. Jänner Tag des Judentums“
Der bevorstehende Besuch von Papst Franziskus in der Grossen Synagoge von Rom ist nach den Worten von Kurienkardinal Kurt Koch ein Zeichen gegen Antisemitismus. Franziskus bekräftige damit seine Botschaft, es sei „absolut unmöglich“, Christ und gleichzeitig Antisemit zu sein, sagte der vatikanische Verantwortliche für die Ökumene und für die Beziehungen zum Judentum dem „Osservatore Romano“. In einer Zeit, „in der wir neue Wellen des Antisemitismus in Europa erleben“, sei diese Botschaft besonders wichtig, so Koch. Franziskus besucht am Sonntag die zentrale römische Synagoge. Es ist das erste Mal überhaupt, dass Franziskus seit seinem Amtsantritt im März 2013 eine Synagoge betritt.
Zugleich betonte der Schweizer Kardinal, dass Franziskus mit diesem Besuch an seine Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. anknüpfe, die 1986 und 2010 die Grosse Synagoge in Rom besuchten. Johannes Paul II. war der erste Papst der Neuzeit überhaupt, der ein jüdisches Gebetshaus betrat.
Die Kirche Gottes
Ein Standardwerk über die Kirche vom Bischof von Basel und Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz
Bischof Kurt Koch entwirft in diesem wegweisenden Standardwerk über die Kirche die Vision einer „verinnerlichten und vereinfachten Kirche“.
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Bischof Kurt Koch, geboren 1950, studierte katholische Theologie in Luzern und München und wurde 1982 zum Priester geweiht. Er lehrte ab 1985 als Dozent und als Professor Dogmatik, Ethik, Liturgiewissenschaft und Ökumenische Theologie an der Theologischen Hochschule Luzern.
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Die Kirche Gottes: Ein Standardwerk über die Kirche
Autor: Kurt Koch
Vortrag über das Papstamt in ökumenischer Perspektive
Kardinal Koch: Vortrag über das Papstamt in ökumenischer Perspektive
Quelle: Fussnoten
Wir halten hier den Vortrag von Kardinal Koch fest vom 05. Dezmebr 2015
1. Einladung zum ökumenischen Gespräch über das Papstamt
„Der Papst ist, wir wissen es wohl, ohne Zweifel das schwerwiegendste Hindernis auf dem Weg des Ökumenismus.“ Dieses ehrliche Bekenntnis, dass die Frage des Papstamtes eines der wichtigsten ökumenischen Probleme darstellt, hat der selige Papst Paul VI. bei seinem Besuch im Sekretariat für die Einheit der Christen im Jahre 1967 in sehr freimütiger Weise ausgesprochen[2]. Auf dieses ehrliche Bekenntnis hat der heilige Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika über den Einsatz für die Ökumene „Ut unum sint“ zurückgegriffen, indem er erklärt hat, dass das Amt des Bischofs von Rom „eine Schwierigkeit für den Grossteil der anderen Christen“ darstellt, „deren Gedächtnis durch gewisse schmerzliche Erinnerungen gezeichnet ist“[3].
Neues Dokument zu jüdisch-christlichen Beziehungen
Vor fünfzig Jahren wurde die Erklärung „Nostra aetate“ des Zweiten Vatikanischen Konzils veröffentlicht
Nun hat der Vatikan ein neues Dokument herausgebracht, das die jüdisch-katholischen Beziehungen reflektiert. Mit dem Dokument „Denn unwiderruflich sind Gnade und Berufung, die Gott gewährt“ (Röm 11,29) will man dankbar auf alles zurückblicken, was in den letzten Jahrzehnten in den jüdisch-katholischen Beziehungen erreicht worden ist und für die Zukunft neue Impulse geben.
Bei dem 17-seitigen Papier in englischer Originalsprache handelt sich nach vatikanischen Angaben nicht um eine offizielle Aussage des kirchlichen Lehramtes, sondern um „Überlegungen“ der Päpstlichen Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum. Seit dem Konzil waren bereits drei weitere Dokumente gefolgt, die eher die praktischen Fragen des jüdisch-christlichen Dialogs behandelten.
Einheit der Christen auch wegen Verfolgung nötig
Kardinal Koch: Einheit der Christen auch wegen Verfolgung nötig
Angesichts der Attentate von Paris hat der Präsident des päpstlichen Einheitsrates, Kardinal Kurt Koch, den mit dem Dschihadimus verbundenen Hass auf das Christentum beklagt. Bei einer Diskussion in Basel betonte der Schweizer Kurienkardinal, die Verfolgung mahne auch zur Einheit der Christen. Das Martyrium berge eine grosse Tragik, aber auch eine gewisse Verheissung, so Koch. Denn: „Im Himmel leben die christlichen Märtyrer in voller Gemeinschaft.“
Tatsache sei, dass die Christenverfolger die Christen als Einheit wahrnähmen. Diese Aussensicht, die bedauerlicherweise nicht mit der Wirklichkeit übereinstimme, müsse jeder Christ mit dem Gefühl der „Beschämung“ aufnehmen, betonte der Kardinal vor Vertretern des Schweizer Evangelischen Kirchenrats (SEK). Koch nannte die Spaltung der Christen auch ein „grosses Hindernis für die Evangelisierung der Welt“. Doch die Überwindung dieser Spaltung sei schwierig.






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