Kenia
Kenia: Weltgrösstes Flüchtlingslager vor der Schliessung

Quelle
Ärzte ohne Grenzen
UNHCR
Dadaab in Kenia ist das grösste Flüchtlingslager der Welt: Zwischen 300.000 und 400.000 Flüchtlinge leben in der unwirtlichen Zeltstadt, etwa so viele Menschen, wie in Bielefeld oder Bochum leben. Jetzt hat die Regierung eine Schliessung des Lagers angekündigt – und droht damit eine humanitäre Krise gewaltigen Ausmasses heraufzubeschwören.
Schon mehrfach hatten Nairobis Politiker mit der Schliessung gedroht, doch internationale Hilfe hatte sie jedes Mal davon abgehalten. Das könnte sich diesmal aber ändern – und mitschuldig daran wäre ausgerechnet das schlechte Beispiel Europas, sagt François Dumont von „Ärzte ohne Grenzen“, der die einzige medizinische Anlaufstelle für die Flüchtlinge im Lager unterhält.
„Wir dürfen nicht schweigen”
Karin Maria Fenbert zur Initiative gegen Diskriminierung von christlichen Flüchtlingen
UPDATE: KathTube: Arte Doku: Christen in der arabischen Welt (Sehenswert!)
Quelle
Wo bleibt die Solidarität mit Christen
Am 9. Mai haben christliche Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen in einem viel beachteten Appell auf die besorgniserregende Situation in deutschen Flüchtlingsunterkünften hingewiesen: Christen und andere religiöse Minderheit werden oftmals diskriminiert, bis hin zu gewalttätigen Übergriffen.
Die Hilfswerke fordern Politik und Öffentlichkeit auf, dieser Entwicklung entgegenzutreten und religiöse Minderheiten besser zu schützen. Zu den Unterstützern der Initiative zählt auch Kirche in Not. Darüber berichtet die Geschäftsführerin des deutschen Büros von Kirche in Not, Karin Maria Fenbert. Das Gespräch führte Tobias Lehner.
„Die Kornkammer Afrikas ist ausgetrocknet”
Stefan Stein von Kirche in Not über die aktuelle Situation in Simbabwe
Europäer verbinden mit Simbabwe vor allem das Regime von Präsident Robert Mugabe. Das Land im südlichen Afrika leidet unter Dürre, Arbeitslosigkeit und Korruption. Aber es hat auch eine vitale Kirche.
Stefan Stein von Kirche in Not hat das Land kürzlich während einer Projektreise besucht. Tobias Lehner hat mit ihm gesprochen.
Kirche in Not: Welche Eindrücke haben Sie von Ihrer Reise mitgebracht?
Stefan Stein: Die Menschen in Simbabwe habe ich als freundlich, offen und interessiert erlebt – trotz ihrer alltäglichen Herausforderungen. In diesem Jahr hat die Bevölkerung in einigen Landesteilen unter
einer grossen Dürre gelitten. Die einstige Kornkammer Afrikas ist ausgetrocknet. Die Flüsse sind versiegt, und die Ernte ist verdorrt. Besonders die Bevölkerung auf dem Land muss zum Teil Hunger leiden, weil vor allem das Hauptnahrungsmittel Mais nicht gut gewachsen ist.
Syrien: “Waffenruhe gilt faktisch nicht mehr”
In Aleppo flammen die Kämpfe wieder auf


Quelle: Weitere Beiträge zu Syrien
Gebet für Afrika
Kirche in Not. In der nordsyrischen Stadt verstärkten sich seit Mitte April erneut die Kämpfe zwischen Regierungs- und Rebellengruppen. „Die Lage der Menschen ist verheerend. Es gibt viele Tote und Verletzte“, sagte Audo.
Teile Aleppos würden von Kämpfern des sogenannten „Islamischen Staates“ und der Al-Nusra-Front kontrolliert. „Sie wollen durch Beschuss Angst und Schrecken verbreiten. Das sind aus dem Ausland finanzierte Gruppen. Sie kommen nicht aus Syrien.“ Diese Unterscheidung ist dem Bischof wichtig, denn zwischen Christen und Muslimen in Aleppo bestünden jahrzehntelange gute Beziehungen. Angesichts des Krieges hätten diese sich sogar noch gefestigt: „Die Muslime akzeptieren uns wegen unserer karitativen Arbeit. Wir helfen ohne Ansehen der Religion.“
Menschen spüren die Überzeugung hinter dem Handeln
Lesbosreise: Menschen spüren die Überzeugung hinter dem Handeln
Der Papstbesuch auf Lesbos kann helfen, die Angst Europas vor den Flüchtlingen zu lindern. Davon zeigt sich der Präsident von Caritas Internationalis, Kardinal Luis Antonio Tagle, überzeugt. Die Gesten und Handlungen und auch das Mitbringen von drei syrischen Familien seien mehr gewesen als äusserliche Gesten. „Was die Menschen und vor allem die Armen spüren, ist ob das Handeln von einer Überzeugung getragen ist“, so der Kardinal. „Der Papst und viele andere Menschen, die in diesen Lagern arbeiten, zeigen der Welt, dass ihr Tun aus der Barmherzigkeit, aus dem eigenen Herzen kommt.“ Der Papst habe deswegen daran erinnert, dass es um Menschen gehe, nicht um Objekte oder Zahlen in einer Statistik.
Syrien
Syrien: “Menschen haben Angst, dass IS zurückkommt”
Nach Rückeroberung von Karjatain bleiben viele Christen skeptisch.
Nach der Vertreibung des IS aus der syrischen Stadt Karjatain ist ein Mitglied der dort ansässigen Ordensgemeinschaft, Pater Jihad Youssef, skeptisch, dass die Christen schnell in ihre Heimat zurückkehren werden. „Die geflohenen Bewohner – Christen wie Muslime – haben Angst, dass die Terrormiliz zurückkommt. Sie fürchten sich sehr“, erklärte Youssef gegenüber Kirche in Not.
Noch sei zudem offen, wann das Stadtgebiet wieder von den Bewohnern betreten werden dürfe – es sei nach wie vor militärisches Sperrgebiet. Zudem sei die gesamte Infrastruktur wie Wasser- und Stromversorgung komplett zerstört. „Und viele ehemalige Mitbürger leben ja gar nicht mehr in Syrien, sondern sind ins Ausland geflohen“, so Youssef.





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