Familie im Brennpunkt
Hirtenbrief zur Fastenzeit 2015 von Msgr. Dr. Vitus Huonder Bischof von Chur
Quelle: Vollständiger Text
Dekret: Apostolicam Actuositatem
Der Hirtenbrief ist am ersten Fastensonntag, 22. Februar 2015, in allen Gottesdiensten zu verlesen.
Zur Veröffentlichung in der Presse ist er vom 22. Februar 2015 an frei gegeben.
Chur, 28. Dezember 2014
Fest der Heiligen Familie
Brüder und Schwestern im Herrn,
„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium“ (Mk 1,15). Das ist wohl der Kern der Botschaft unseres Herrn. Sein ganzes Wirken ist ein einziger Erweis der Nähe des Reiches Gottes.
Gebet des Monats
Gebet des Monats
Gott, himmlischer Vater, es war ein Teil deines ewigen Planes, dass Dein eingeborener Sohn, Jesus Christus, der Erlöser der Menschheit, in der Heiligen Familie mit Maria, seiner gesegneten Mutter und seinem Pflegevater, dem Heiligen Joseph aufwuchs. In Nazareth, seiner Heimat, wurde sein Leben geheiligt und allen wurde ein perfektes Beispiel von einer christlichen Familie gegeben.
Gewähre uns, wir bitten dich, dass wir die Tugenden der Heiligen Familie vollständig verstehen und sie naturgetreu imitieren können, so dass wir eines Tages bei Ihnen in Ihrer himmlischen Herrlichkeit vereint sein können.
Kinder sind kein Besitz der Eltern
Generalaudienz: Kinder sind kein Besitz der Eltern
Farbenfroh: Szene bei der Generalaudienz des Papstes an diesem Mittwoch
Kinder sind ein Geschenk, kein Problem der Reproduktionsbiologie, und auch kein Mittel zur Selbstverwirklichung. Das hat Papst Franziskus bei der Generalaudienz gesagt. In seiner Katechesenreihe zur Familie ging der Papst in dieser Woche vom Thema der Elternschaft auf das der Nachkommenschaft über.
„Kinder sind kein Besitz der Eltern. Kinder sind ein Geschenk“, sagte Franziskus. Jedes sei „einzigartig und unwiederholbar und zugleich unverwechselbar mit seinen Wurzeln verbunden.“ Wenn seine eigene Mutter, erzählte der Papst, gefragt worden sei, welches ihrer fünf Kinder sie am liebsten habe, habe sie geantwortet: „Nun, sie sind fünf, wie die fünf Finger einer Hand. Wenn man den Daumen schlägt, tut es weh. Wenn man den Zeigefinger schlägt, tut es auch weh… alle sind meine Kinder, aber alle sind verschieden wie die Finger einer Hand.“
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Autoren: Franz-Josef Ortkemper, Bettina Eltrop
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Infoblatt Bistum Chur
Bischof Vitus Huonder: Pastoralbesuch Pontresina 11-01-2015
Infoblatt des Bistums Chur
2 Februar 2015
Brüder und Schwestern im Herrn,
wie mir Euer verehrter Herr Pfarrer mitteilte, findet heute die Feier der Tauferneuerung der Erstkommunikanten von Pontresina statt. Die Tauferneuerung ist ein wichtiger Schritt bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion. Dazu möchte ich fünf Anmerkungen machen.
Eine erste Anmerkung: Die Tauferneuerung der Erstkommunikanten macht uns bewusst, dass für den Empfang der heiligen Kommunion – in diesem Fall der ersten heiligen Kommunion – die Taufe die Voraussetzung ist. Negativ heisst das: Wer nicht getauft ist, kann die heilige Kommunion nicht empfangen. Positiv bedeutet es: Wenn jemand die heilige Kommunion zu empfangen wünscht und die Sehnsucht danach hat, aber nicht getauft ist, wird er sich zuerst auf die Taufe vorbereiten und alsdann als Getaufter zum Tisch des Herrn gehen.
Generalaudienz: „Jede Familie braucht einen Vater“
Der Papst spricht über die kirchliche Sicht von Ehe und Familie
Papst Franziskus hat bei der heutigen Generalaudienz dort angesetzt, wo er bei der letzten endete: mit der Reflexion über die Relevanz der Vaterrolle. Letzte Woche hatte er die Abwesenheit der Väter als eines der grössten Probleme unserer heutigen Gesellschaft bezeichnet. Ein guter Vater solle präsent, aufmerksam sein, vergeben und belehren können, ohne die Kinder zu erniedrigen.
Jede Familie brauche einen Vater, und dieser könne nicht ersetzt werden, so Franziskus an diesem Mittwoch. Seine Aufgabe sei es, Werte zu vermitteln und das weiterzugeben, was im Leben wirklich zählt, nämlich ein weises Herz. Franziskus zitierte hier das Buch der Sprichwörter (vgl. Spr 23,15).
Patenschaft
Helfen Sie, das Wort Gottes zu den Kindern und Familien zu tragen!
Vielleicht kennen Sie unsere Kinderbibel “Gott spricht zu seinen Kindern”, die wir bereits in über 50 Millionen Exemplaren und mehr als 175 Sprachen an bedürftige Kinder weitergeben konnten (Stand 2013).
Oder unseren Kleinen Katholischen Katechismus “Ich glaube”, der in 29 Sprachen übersetzt ist und eine Auflage von rund 7,5 Millionen Exemplaren erreicht hat (Stand 2013).







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