Familien-Pastoral

Sonntag, 27. Dezember 2015

Fest der Heiligen Familie

Tagesgebet:  

Herr, unser Gott, in der Heiligen Familie hast du uns ein leuchtendes Vorbild geschenkt. Gib unseren Familien die Gnade, dass auch sie in Frömmigkeit und Eintracht leben und einander in der Liebe verbunden bleiben. Führe uns alle zur ewigen Gemeinschaft in deinem Vaterhaus. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Evangelium nach Lukas 2,41-52

Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem.
Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach.
Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der junge Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten.
Sie meinten, er sei irgendwo in der Pilgergruppe, und reisten eine Tagesstrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten.

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Die Familie ist heilig

Impuls zum Fest der Heiligen Familie, Lesejahr C — 27. Dezember 2015

Quelle

Münster, 26. Dezember 2015, zenit.org, Msgr. Dr. Peter von Steinitz

Wir feiern kurz nach Weihnachten das Fest der Heiligen Familie, Jesus, Maria und Josef. Darin soll noch einmal zum Ausdruck kommen, dass Gott Mensch geworden ist und zwar nicht in einer abstrakten, besonders herausgehobenen Form, sondern im besten Sinne des Wortes „normal“, nämlich im Schoss einer Familie. Damit soll uns gezeigt werden, dass Gott der Allmächtige sich ganz und gar auf unsere „condition humaine“ einlassen wollte, also nicht nur von aussen her dazu kommen wollte, um uns aus sicherer Distanz seine göttlichen Lehren mitzuteilen.

Etwa wie im Alten Testament solche grossen Gestalten wie Melchisedek oder Rafael, die unerkannt unter den Menschen auftauchen, eine Mission erfüllen und dann wieder verschwinden. Nein, der Sohn Gottes ist nicht nur nach dem äusseren Anschein ein Mensch wie der Erzengel Rafael, der mit Tobias eine ganze Zeitlang zusammen ist, dann aber zu erkennen gibt, dass er nicht ein wirklicher Mensch ist, dass sein Äusseres nur ein Scheinleib war.

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China hat offiziell seine Ein-Kind-Politik beendet

China beendet Einkindpolitik am Fest der Heiligen Familie

An diesem Sonntag, an dem die katholische Kirche der Heiligen Familie gedenkt, wurde in Peking ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet, das nun zum 1. Januar in Kraft treten kann. Verheirateten Paaren ist es künftig erlaubt, ein zweites Kind zu bekommen. Für jedes weitere Kind gelten allerdings nach wie vor Beschränkungen.

Die sozialistische Volksrepublik hatte die Ein-Kind-Politik Ende der 1970er Jahre eingeführt, um das Bevölkerungswachstum zu bremsen und die Wirtschaft anzukurbeln. Den Befürwortern des drastischen Gesetzes zufolge wurden seither in China 400 Millionen Menschen nicht geboren.

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Heilige Messe für die Familie

Predigt von Papst Franziskus

Hl. Familie meisterwerkQuelle
KathTube: Heilige Messe für die Familien – 27. 12. – Mit Papst Franziskus

Vatikanische Basilika
Sonntag, 27. Dezember 2015

Heilige Familie, Jesus, Maria und Josef

Die biblischen Lesungen, die wir gehört haben, zeigen uns das Bild zweier Familien, die ihre Pilgerreise zum Haus Gottes unternehmen. Elkana und Hanna bringen ihren Sohn Samuel zum Tempel in Schilo und weihen ihn dem Herrn (vgl. 1 Sam 1,20-22.24-28). In gleicher Weise ziehen Josef und Maria gemeinsam mit Jesus als Pilger zum Paschafest nach Jerusalem hinauf (vgl. Lk 2,41-52). Wir können sogar sagen, dass das Leben der Familie eine Gesamtheit von kleinen und grossen Wallfahrten ist.

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In Christus offenbart sich die Barmherzigkeit Gottes

Gott will unsere Herzen umwandeln und die Welt aus dem Einflussbereich egoistischer Interessen befreien

WeihnachtsikoneVon Bischof William Shomali

Die Tagespost, 23. Dezember 2015

Unsere Grossväter im Glauben beteten mit dem Propheten Jesaja: „Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen! Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor“ (Jes 45,8). Und nun verkünden die Engel in Bethlehem einfachen Hirten diese erschütternde Nachricht: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.“

Seit jeher war Gott der menschlichen Vernunft zugänglich gewesen und hatte sich als einziger, allwissender und allmächtiger Schöpfer zu erkennen gegeben. Durch das Gewissen des Menschen offenbarte er sich zudem als Gesetzgeber, der das Naturgesetz und die grundlegenden menschlichen Werte kundtat. Sodann hat er sich den Propheten als ein Gott offenbart, der ein Freund der Menschen und ihnen nahe, sowie der Beschützer seines Volkes ist. Doch in der Fülle der Zeit offenbarte er sich durch Jesus Christus als der Heiland der Menschen.

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Papst zu Vatikan-Mitarbeitern

Papst zu Vatikan-Mitarbeitern: Barmherzigkeit beginnt in der Familie

huflattichQuelle

Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit muss auch zuhause, in der Familie gelebt werden, nicht nur bei grossen Events. Das sagte Papst Franziskus am Montag bei der traditionellen Weihnachts-Audienz mit Vatikan-Mitarbeitern und ihren Familien in der Audienzhalle.

„Der Herr liebt besonders jene, die die Barmherzigkeit im Alltag umsetzen,“ so der Papst. „Das wünsche ich euch: die Freude der Barmherzigkeit zu erleben, angefangen bei euren Familien.“

Er rief die Vatikan-Mitarbeiter dazu auf, sich stärker um ihre Familie und um ihre Ehe zu kümmern. „Die Ehe ist wie eine Pflanze. Sie ist nicht ein Schrank, der im Zimmer abgestellt wird und ab und zu entstaubt wird. Eine Pflanze lebt und muss jeden Tag gepflegt werden.“

Das Eheleben dürfe zu keinem Zeitpunkt für selbstverständlich erachtet werden, fuhr Franziskus fort. Schliesslich seien das Wichtigste für die Kinder nicht irgendwelche Dinge, sondern die Liebe der Eltern – auch zueinander. „Diese Liebe tut euch gut und auch euren Kindern“, so der Papst.

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Papst bekräftigt Erleichterungen bei Ehe-Annullierung

Schneller, einfacher, lokaler: So wünscht sich Papst Franziskus die Prozesse zu Ehe-Annullierungen

Hl. Familie meisterwerkQuelle

Genau mit dem Beginn des Heiligen Jahres, also am 8. Dezember, ist auch die Vereinfachung dieser Prozesse in Kraft getreten. Grundlage sind zwei „Motu Proprio“, mit denen der Papst im vergangenen August Anregungen aus dem synodalen Prozess zur Ehe- und Familienseelsorge aufnahm. In einem sogenannten Reskript gab der Papst an diesem Freitag ein paar Ausführungsbestimmungen für die Novellierung der Eheprozess-Normen.

Franziskus erklärt in dem schon am 7. Dezember unterzeichneten Text, dass die Erleichterung der Prozessordnung vor allem „die Nähe der Kirche zu verwundeten Familien“ ausdrücken soll. „Die grosse Menge derer, die das Drama eines ehelichen Scheiterns erleben, sollen durch die kirchlichen Strukturen vom Heilswerk Christi erreicht werden“, wünscht er. Bisher geltende Normen, die den neuen entgegenstünden, seien hiermit ungültig; das gelte auch für das Motu Proprio „Qua cura“, das Pius XI. „in einer Zeit, die deutlich anders war als die heutige“ erlassen habe.

Dann weist Franziskus darauf hin, dass das neue Prozedere, das bereits im westlichen und östlichen Kirchenrecht niedergelegt ist, noch mit den Normen der Römischen Rota harmonisiert werden muss. Die Römische Rota ist das zweithöchste Gericht der katholischen Kirche und befasst sich vor allem mit Ehe-Annullierungen. Es folgen einige detaillierte Anweisungen wie die, dass gegen eine Entscheidung der Rota in einem Ehenichtigkeits-Verfahren keine Berufung möglich ist. Dass diese Verfahren bei der Rota künftig für die Gläubigen gebührenfrei sind (auch wenn weiter um eine Spende gebeten wird). Oder, dass der Dekan der Rota „aus schwerwiegenden Gründen“ vom Befolgen der Prozessordnung dispensieren darf.

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