Demografische Krise: Die Zeit läuft ab
Die Sozialethik muss sich mehr um den demografischen Wandel kümmern
Das fordert Professor André Habisch
Die Tagespost, 20.01.2012, von Anja Kordik
Zwei Problembereiche dominieren in Europa die politische Agenda: die Schuldenkrise und der demografische Wandel. Gibt es einen Zusammenhang beziehungsweise eine wechselseitige Verschärfung beider Problembereiche?
Die Staatsverschuldung ist aus meiner Sicht eine relative Grösse. Wir führen zwar die Schuldenlast nicht zurück, bauen zurzeit aber auch keine extreme Neuverschuldung auf. Ein Zusammenhang zwischen beiden Phänomenen – Staatsverschuldung und demografische Entwicklung – besteht natürlich insofern, als die Verschuldung dazu führt, dass die Spielräume für staatliches Handeln und damit auch für die Umsetzung wirksamer Strategien in diesem Bereich kleiner werden. In jüngerer Vergangenheit wird das Thema Demografie von der Politik zunehmend aufgegriffen.
Emanzipiert euch!
Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern
Die Abhängigkeit der Familienpolitik von der Arbeitsmarktpolitik und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – „Familiaris Consortio“-Serie Teil XIII. Von Manfred Spieker
Das Jahr 2012 wird gesellschaftspolitisch von der Auseinandersetzung um das Betreuungsgeld geprägt werden. Dies vorherzusagen bedarf es nach den Stellungnahmen verschiedener Politiker, Verbandsvertreter und Wirtschaftsforschungsinstitute zum Jahreswechsel keiner prophetischen Gaben. In dieser Auseinandersetzung geht es nicht nur um eine den Bundeshaushalt belastende sozialpolitische Leistung, sondern um die Stellung, die der Familie in unserer Gesellschaft eingeräumt wird. Es geht um die Bedeutung von Artikel 6, Absatz 2 des Grundgesetzes: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“. Es geht um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die Familie im Mittelpunkt des christlich-jüdischen Dialoges
Juden und Katholiken diskutieren am Tag des Judentums im Abgeordnetenhaus
Rom, 13. Januar 2012, zenit, von Antonio Gaspari
Am Dienstag, dem 17. März, wird im Palazzo Montecitorio in Rom eine Konferenz über das Thema: „Die Familie als Motor des Wirtschaftswachstums. Werte und Aussichten“ stattfinden, die von der Internationalen Akademie für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (AISES) organisiert wird.
Die Begegnung, an der unter anderem der Chefrabbi von Rom, Rev. Riccardo Di Segni, der Präsident des Institutes Religiöser Werke (IOR), Ettore Gotti Tedeschi und Msgr. Lorenzo Leuzzi, Kaplan der Abgeordnetenkammer, teilnehmen werden, findet am „Tag des Judentums“ statt.
Ideologiegetrieben und wirklichkeitsfremd
Anmerkungen zum Verhältnis zwischen Medien und Familie
„Familiaris Consortio“-Serie Teil XII.
Tagespost, 05.01.2012, von Jürgen Liminski
Es ist schon mehr als erstaunlich, ja, es verärgert zu sehen, mit welcher Beharrlichkeit bestimmte Medien beim Thema Ehe und Familie schlicht lügen oder mit dem Brustton der Überzeugung Falschmeldungen verbreiten. Das Handelsblatt etwa beklagte jüngst eine überzogene Förderung für Familien und nannte dabei das Erziehungsgeld. Nur, dieses Erziehungsgeld wurde schon vor vier Jahren abgeschafft. Immer wieder wird auch in Funk, Presse und Fernsehen der Betrag von 184 Milliarden Euro an Transferleistungen genannt, mit denen die Familie angeblich pro Jahr gefördert werde. Nur, dieser Betrag schnurrt auf knappe 40 Milliarden zusammen, weil die Familien ihn selbst finanzieren – was selbst der frühere Finanzminister Steinbrück kleinlaut einräumte.
Indien: Kinder, die im Steinbruch schuften
Manche Themen liegen einfach auf der Strasse
Rom, Radio Vatikan, 07.06.2011
Manche Themen liegen einfach auf der Strasse. Das Thema Kinderarbeit zum Beispiel. Das liegt bei uns in Deutschland oder Österreich buchstäblich auf der Strasse – genauer gesagt: in Fussgängerzonen, auf Gartenplatten, auf öffentlichen Plätzen, überall wo Pflastersteine aus Granit verwendet werden. Die Steine kommen aus Indien, erzählt Benjamin Pütter aus Freiburg.
Weil es einfach viel billiger ist als deutscher Stein oder europäischer. Viel billiger deswegen, weil die Arbeitsbedingungen dort unter aller Vorstellungskraft sind, also einfach überhaupt keine Schutzmassnahmen – und deswegen viel, viel billiger sind zu produzieren. Und der Seeweg kostet einfach nicht viel. Es gibt so viele Schiffe, die hin- und herfahren und die Ladung haben, die einfach zu leicht ist. Und man braucht Beiladung, schwere Steine und kriegt die für einen Appel und ein Ei ins Schiff.“
WeiterlesenDu sollst glücklich sein mein Kind
Wolfgang Bergmann spricht und liest über „Die Kunst der Elternliebe“ und „Gute Autorität“
„Was dieses Hörbuch so hörenswert macht, ist der tiefgründige Blick auf die Gefühlswelt der Kinder und Eltern.“ Duden news
Kurzbeschreibung
Der aus dem Fernsehen und zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften bekannte Kinderexperte Wolfgang Bergmann spricht auf dieser HörCD über eine Erziehung, die uns hilft, unsere Kinder glücklich zu machen. Über eine Erziehung, die ihnen das Gefühl gibt, geliebt und geachtet zu werden und die hilft, mithilfe „guter Autorität“ den Alltag zu bestehen. Einfühlsam und mit seiner profunden therapeutischen Kenntnis beschreibt Wolfgang Bergmann, wie eine solche gute Erziehung gelingt. Weiterlesen
Lasst eure Kinder in Ruhe!
Gegen den Förderwahn in der Erziehung
Immer früher werden Kinder heute gefördert: zweisprachige Kindergärten, Intelligenztrainings, Musikstunden, Babyschwimmen: alles aus dem Wunsch heraus, dem Kind eine gute Ausgangsposition zu verschaffen – und zwar von Anfang an. Engagierte Eltern wollen nichts versäumen. Doch ist es wirklich richtig, die Kleinen schon so früh mit einem vollen Stundenplan zu konfrontieren? Der Grat zwischen Förderung und Überforderung ist schmal, die Verunsicherung gross.
Der Erziehungsexperte Wolfgang Bergmann zeigt, warum Frühförderung die kindliche Intelligenz sogar eher behindern kann, und was Kinder wirklich brauchen. Eine Ermutigung für alle, die sich gegen den allgegenwärtigen Förderwahn in der Erziehung zur Wehr setzen wollen. Damit wir Kindern nicht die Kindheit stehlen.







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