Warum Assisi?
Assisi – Der Ideale Ort für ein Treffen, bei dem der Frieden im Zentrum steht
Rom, Radio Vatikan, 27.10.2011
Der heilige Franziskus wird automatisch mit Gewaltlosigkeit in Verbindung gebracht. Aber unter den christlichen Heiligen ist er da nicht der einzige. Warum ist es gerade Assisi? Bruder Thomas Freidel lebt seit vier Jahren im grossen Franziskanerkloster von Assisi. Er ist der Seelsorger, Fremdenführer, Übersetzer, Organisator und vieles mehr für die vielen Deutschsprachigen in Assisi.
“Die Entscheidung damals von Papst Johannes Paul II. traf eigentliche unsere Mitbrüder hier nicht ganz überraschend. Assisi war schon immer ein Anlaufpunkt für ökumenische Begegnungen und für interreligiösen Dialog. Dialog hat schon immer die Menschen hier zusammen geführt und vor allem seit den Errungenschaften des Zweiten Vatikanischen Konzils hatten wir hier schon immer einen Mitbruder, der als Delegierter für diese Arbeit Ökumene und interreligiöser Dialog tätig war. Der Papst hat das dann aufgegriffen und dadurch natürlich gewaltig in Bewegung gebracht.
“Auch mit Juden können wir im strengen Sinne nicht beten”
Das unterschiedliche Gottesbild ist ein bleibendes Hindernis
– Aber die Beziehungen zu den “älteren Brüdern im Glauben” sind verlässlicher geworden – Fragen an den Sekretär der vatikanischen Kommission für das Judentum zum heutigen Gebetstreffen in Assisi
Wenn es um den Dialog der Religionen geht, dann steht für die katholische Kirche das Gespräch mit den Juden ganz oben auf der Prioritätenliste. Im Vatikan kümmert sich die Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum darum, die beim Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen angesiedelt ist. Sekretär dieser Kommission ist Pater Norbert Hofmann von den Salesianern Don Boscos. Mit Blick auf das heutige Friedenstreffen in Assisi hat Pater Hofmann den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und den Juden zusammengefasst.
Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi
Gepriesen seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen
Höchster, allmächtiger, guter Herr, dein ist Ruhm und Verherrlichung und Ehre und jeglicher Lobpreis! Dir allein, Höchster, gebühren sie, und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.
Gepriesen seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, vornehmlich mit der edlen Frau, der Schwester Sonne, die uns herrlich leuchtet durch ihr Licht; und schön ist sie und strahlend in grossem Glanz; von dir, Höchster, ist sie das Abbild.
Gepriesen seist du, mein Herr, für den Bruder Mond und die Sterne: am Himmel hast du sie geformt; klar und kostbar und schön.
Gepriesen seist du, mein Herr, für unsern Bruder, den Wind und für die Luft und das Gewölk, und das Wetter, sei es heiter oder nicht, wodurch du deinen Geschöpfen Erhaltung gewährst.
Reflexion, Dialog und Gebet für den Frieden
Was den Religionsgipfel am Donnerstag in Assisi von den Vorläufer-Treffen unterscheidet

Rom, Die Tagespost, 24. Oktober 2011, von Guido Horst
Assisi – das ist seit 25 Jahren nicht mehr nur der Symbolbegriff für einen Ort, der sich mit einer gewaltigen Frömmigkeitsbewegung des Mittelalters und ihres geistigen Urhebers, des heiligen Franziskus, verbindet. Es ist auch nicht der Name für ein baugeschichtliches Kleinod, das bei einem schweren Erdbeben 1997 in Mitleidenschaft geriet. Darüber hinaus ist Assisi zum Schlagwort für eine Bewegung geworden, zur Bezeichnung eines Phänomens, das religionsgeschichtlich von einzigartiger Bedeutung ist: Die Religionen dieser Welt kommen zusammen, um für den Frieden in der Welt zu beten. Nicht mehr gegenseitiges Misstrauen – wie in den Jahrhunderten (oder sogar Jahrtausenden) davor – soll die Religionen trennen, sondern die Arbeit und das Gebet für den Frieden soll sie zusammenführen. Vater dieses historischen Paradigmenwechsels ist der selige Papst Johannes Paul II.
“Pilger der Wahrheit, Pilger des Friedens”
Tag der Reflexion, des Dialogs und des Gebets für Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt
Eine Hoffnung, keine Utopie
Mehr als 200 Vertreter verschiedener Religionen unterzeichnen in München einen Friedensappell
München, Die Tagespost, 14.09.2011, von Clemens Mann
“Im Bemühen um Frieden niemals nachlassen”
Internationales Friedenstreffen von München
Vatikan/D: Radio Vatican, 11.09.2011
An das Internationale Friedenstreffen von München hat auch Papst Benedikt ein Grusswort geschickt. Darin versichert er den Organisatoren und Teilnehmern seine geistliche Nähe und allen Teilnehmern seine herzlichen Segenswünsche. Die römische Basisgemeinschaft Sant`Egidio, die das Treffen der Religionen und Konfessionen veranstaltet, hat den deutschsprachigen Text des Grusswortes veröffentlicht.
Meinem verehrten Bruder
Reinhard Kardinal Marx
Erzbischof von München und Freising
In wenigen Wochen sind es genau fünfundzwanzig Jahre her, dass der selige Johannes Paul II. Vertreter der verschiedenen Religionen der Welt zu einem Internationalen Gebetstreffen für den Frieden nach Assisi geladen hat.



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