Vatikan und die Weltnachrichten 19. Mai 2026
Parolin: EU soll „kreative Kraft“ für den Frieden sein – Vatican News
Magnifica humanitas: Erste Enzyklika von Leo XIV. kommt Ende Mai – Vatican News
Weichenstellungen: „KI als Hilfsmittel, um menschlicher zu sein“ – Vatican News
Bischof von Assisi fordert Schuldenerlass für arme Länder – Vatican News
Bomben aufs Kulturerbe: Der Aufschrei der UNESCO
Vor etwa 75 Tagen, am 28. Februar, haben die USA und Israel Iran überfallen, und nimmt man alle Militäraktionen, die mit diesem Krieg zusammenhängen, zusammen, liegt die Zahl der Toten bei mehreren tausend Menschen
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Ukraine: Sophienkathedrale in Kyiv durch russische Raketen beschädigt
Schweizergarde: UNESCO unterstützt Erneuerung der Kaserne – Vatican News
Doch neben den Menschenleben zählt auch das kulturelle Erbe zu den Kollateralschäden des Konflikts, der sich auf mehrere Länder der Region ausgedehnt hat. Das betont Krista Pikkat von der UNO-Kulturorganisation UNESCO in Paris in einem Interview mit Radio Vatikan.
„Zum jetzigen Zeitpunkt können wir uns noch keinen genauen Überblick über die Lage verschaffen, aber wir verfolgen die Entwicklung natürlich aufmerksam und sind uns bewusst, dass diese Feindseligkeiten, diese Situation nicht nur das Leben der Menschen betrifft, sondern auch den Kultursektor und die Kulturerbestätten in all den betroffenen Ländern. Es geht um die Kulturwirtschaft und die Museen; es gibt viele Menschen, deren Einkommen mit dieser Branche verbunden ist. Wenn also Museen geschlossen sind, wenn Künstler keine Aufführungen und Veranstaltungen organisieren können, entfallen ihre Einkünfte.“
Papst: „Gott lässt die Wünsche nicht unerfüllt, die er selbst ins Herz gelegt hat“
Mit bemerkenswert offenen Worten hat Papst Leo in der Zeitschrift „Piazza San Pietro“ den Leserbrief eines kalabrischen Abiturienten beantwortet – und damit ein Zeichen für Nähe, Dialog und Menschlichkeit in schweren Zeiten gesetzt
Silvia Kritzenberger – Vatikanstadt
„Lieber Pietro, ich habe deinen Brief mit großer Rührung gelesen. Darin erkenne ich das Herz eines jungen Menschen, der sich nicht mit dem Erreichten zufriedengibt und sein Leben ernst nimmt. Ich möchte dir zunächst etwas sagen, das vor allem anderen kommt: Du wirst von Jesus geliebt. Nicht auf abstrakte Weise, sondern ganz persönlich, so wie du heute bist: mit deinen Fragen und Träumen, deinen Ängsten und Sehnsüchten. Diese Liebe geht dir voraus und wird dich immer begleiten; sie hängt weder von den Entscheidungen ab, die du triffst, noch von den Wegen, die du einschlägst.“ Das schreibt Leo dem 18jährigen Pietro aus Reggio Calabria, der sich mit Fragen zu Glaubenszweifeln, gesellschaftlicher Spaltung und persönlicher Unsicherheit an das katholische Kirchenoberhaupt gewandt hat – Themen, die heute viele junge Menschen beschäftigen.
Mattarella an Leo XIV: „Ihre Friedensappelle rütteln Herzen wach“
Ein Jahr nach Beginn seines Petrusdienstes hat der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella Leo XIV. zum Pontifikatsjubiläum gratuliert. In seiner Botschaft würdigt er besonders die wiederholten Aufrufe des Papstes zu gesellschaftlichem Zusammenhalt, Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft und Respekt vor den Mitmenschen
Vatican News
Angesichts der zunehmenden Willkür und Gewalt sei der Aufruf Leos XIV., den Frieden als „ein schwieriges, aber mögliches Gut“ zu betrachten, eine konkrete Inspiration für das tägliche Handeln. Seine wiederholten Appelle, „dass die Waffen schweigen und Gerechtigkeit und Dialog überall wieder der Vorrang gegeben werden soll“, machten Hoffnung und stärkten all jene, die beunruhigt seien über die „Leichtfertigkeit, mit der heutzutage mit Krieg gedroht und Krieg bisweilen auch geführt wird – mit tragischen Folgen und einem unannehmbaren Verlust an Menschenleben“. Das schreibt der italienische Staatspräsident zum ersten Jahrestag des Pontifikatsbeginns an Papst Leo XIV. Im Namen des italienischen Volkes übermittelt Mattarella dem Kirchenoberhaupt „zu diesem freudigen Anlass die herzlichsten Glückwünsche“.
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