Höllenlärm statt Heiliger Geist
Ein Pfingstfest der besonderen Art
Vatican-Magazin, Editorial 6-7/2012, von Guido Horst
Ein Pfingstfest der besonderen Art, an das in dieser ersten Doppelnummer unseres Magazins für den Sommer zu erinnern ist. War es nicht auch jetzt ein wenig so wie zu Ostern in Rom im Jahr 2010? Damals, vor über zwei Jahren, hatten die Enthüllungen von sexuellen Missbräuchen durch Kleriker vor allem in angelsächsischen Medien plötzlich eine scharfe Wende gegen Benedikt XVI. genommen. Opferverbände in den Vereinigten Staaten und ihre Anwälte bauten – mit dem entsprechenden Echo der internationalen Medien – eine gewaltige Druckkulisse auf, die das Osterfest mit dem Papst in Rom zu erdrücken schien.
“Christlich sachliche” Vorurteile
Wir sind Grossinquisitor: Müller geht nach Rom, 1. Joh – 2,19
Publik-Forum, von Thomas Seiterich 02.07.2012
Benedikt XVI. ernennt Gerhard Ludwig Müller, den Bischof von Regensburg und Rechtsaussen in der Deutschen Bischofskonferenz, zum Pro-Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation. Das verheisst nichts Gutes
Kardinal fordert mehr Einsatz gegen Boko Haram
Die Europäische Union sollte die Attentate gegen Christen in Nigeria schärfer verurteilen
Rom, Radio Vatikan, 24. Juni 2012
Das wünscht sich der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Angelo Bagnasco. “Das sind sehr schwerwiegende Vorgänge, die von der internationalen Gemeinschaft sofort und entschieden angeprangert werden müssten, insbesondere von Europa”, mahnte der Kardinal an diesem Sonntag am Rande einer Messe im italienischen Genua. Und er fügte an: “Ich glaube nicht, dass das bisher passiert ist.”
Dienen solche Unverschämtheiten der kath. Kirche?
Die katholische Kirche soll ein grosses Dach ausspannen und ein Ort der Versöhnung sein
Liebe Leserin, liebe Leser
Die katholische Kirche soll ein grosses Dach ausspannen und ein Ort der Versöhnung sein. Deshalb ist es richtig, dass Papst Benedikt XVI. dieses Dach auch für die Piusbruderschaft ausspannen möchte und mit ihr die Versöhnung sucht. Unverständlich ist hingegen, weshalb sich das Dach der katholischen Kirche nicht in alle Richtungen so weit ausbreitet. Weshalb die Versöhnung nicht mit allen verlorenen Söhnen und Töchtern so intensiv gesucht wird. Und erst recht bedenklich wird es, wenn man sich bewusst wird, dass Versöhnung keine Einbahnstrasse ist.
Vom Richtgeist, Mt 7,1-6
Weiss in der Landeskirche Schweiz die Rechte noch was die Linke tut?
Was bezwecken diese undifferenzierten Angriffe?
Matthäus 7
Korruption, Verrat und Machtkämpfe im Vatikan: Jetzt haben Seelsorger aus dem Fricktal genug. Sie wollen ein Zeichen setzen und verzichten auf den Einzug des Papstopfers. Stattdessen unterstützen sie notleidende Menschen.
“Die Schlagzeilen, die uns aus dem Vatikan in diesen Wochen erreichen, machen ohnmächtig und zornig”, schreiben die Gemeindeleiter des Seelsorgeverbandes Tierstein in einem Leserbrief in der az.
Kenntnisse des katholischen Glaubens 2012
Die Frucht von 4 Jahrzehnten Katechese?
Der Churer Bischof – ein treuer Diener seines Herrn
St. Gallen, 14. Juni 2012
Die Liste der Aufregungen um das Bistum Chur ist lang. Seit der 1942 geborene Vitus Huonder im Jahr 2007 Bischof wurde, sind Auseinandersetzungen an der Tagesordnung. Die Frontstellungen sind dabei klar.
Der vom ehemaligen Churer Bischof Wolfgang Haas zum Generalvikar ernannte Bündner Huonder tut alles, um eine hierarchisch und klerikal geleitete Kirche zu stärken. Was zu Spannungen mit den Katholiken der Kantonalkirchen im Bistum, namentlich Zürich und der Innerschweiz, führt. Diese pochen auf demokratische Rechte, etwa bei der Wahl des Personals – für konservative Katholiken geht damit das “Gespenst der Reformation” um. Statt einer an starrer Tradition orientierten Kirche wollen die Liberalen eine weltoffene Gemeinschaft, die bei den Menschen von heute ansetzt. Weiterlesen
Eine ‚Vatileaks-Affäre’ des Jahres 1958
Schon vor mehr als fünfzig Jahren gab es einen medienwirksamen Skandal in Vatikan
Er war auf die Indiskretionen des päpstlichen Leibarztes zurückzuführen. Von Ulrich Nersinger
Rom, kath.net/un, 8. Juni 2012
Die Vorgänge der vergangenen Wochen, die Publizierung vertraulicher Dokumente aus dem Apostolischen Palast und die Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Heiligen Vaters, sind kein Novum. Sie haben ihre historischen Vorläufer. Als eine besondere Vertrauensstellung im Vatikan, in der unmittelbaren Umgebung des Oberhauptes der katholischen Kirche, gilt das Amt des Mannes, dem die medizinischen Belange des Pontifex übertragen sind. Unmittelbar nach dem Tod Pius’ XII. im Jahre 1958 kam es zu einem Skandal, der von Professor Dr. Riccardo Galeazzi-Lisi, dem Leibarzt des Papstes, ausgelöst wurde. Der Arzt schockierte nur wenige Tage nach dem Ableben des Heiligen Vaters mit einem Bericht in der römischen Tageszeitung “Il Tempo” die Öffentlichkeit. Unter der Schlagzeile “Vier Tage am Bett des mit dem Tode ringenden Papstes Pacelli” gab Galeazzi-Lisi eine peinliche, minutiöse Beschreibung des Todeskampfes wieder.



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