Wende bei Lebensschutz?
Tumult im Europa-Parlament – Keine Mehrheit für Recht auf Abtreibung mehr
Die Tagespost, 23. Oktober 2013, von Jürgen Liminski
Cohn-Bendit war die Sache klar: eine Resolution, die das Recht auf Abtreibung fordert und pädophile Tendenzen rechtfertigt, ja geradezu postuliert, muss vom Europa-Parlament verabschiedet werden. Also stimmte der für die französischen Grünen im Strassburger Hohen Haus aktive Altachtundsechziger mit Ja. Und wunderte sich, dass es solche tumultartigen Szenen wegen dieser in seinen Augen “Selbstverständlichkeit” gab.
In der Tat, mit diesem Widerstand hatten Sozialisten, Liberale und Grünen nicht gerechnet. Sie wollten die nach der portugiesischen Sozialdemokratin Edite Estrela benannte Resolution durchwinken.
Katholische Laien begrüssen Limburg-Entscheidung
“Notwendiger Raum zu einer vollständigen und konsequenten Klärung”
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat die Vatikanentscheidung zum Bistum Limburg begrüsst. ZdK-Präsident Alois Glück sagte am Mittwoch, der Beschluss schaffe “den notwendigen Raum zu einer vollständigen und konsequenten Klärung”. Papst Franziskus sei gegenüber “allen Beteiligten, dem Bischof, den Gremien und allen Katholiken in der Diözese Limburg” fair gewesen. Glück warnte jedoch davor, voreilige Schlüsse aus dem Wortlaut der päpstlichen Entscheidung zu ziehen. Es komme nun darauf an, alle Vorgänge im Hinblick auf die Baukosten des Bischofssitzes, der Beratungen in den Gremien und der Information der Öffentlichkeit in voller Transparenz offenzulegen. Vollständige Transparenz sei auch wichtig, um Verschwörungstheorien zu begegnen, die eine Aufarbeitung erschweren könnten, so Glück.
“Wir bekommen täglich Morddrohungen”
“Bunte” berichtet von Drohungen gegen Tebartz-van Elsts Familie
München, 23.10.13 (Kipa)
Die Illustrierte “Bunte” berichtet von Drohungen gegen die Familie des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst. “Wir bekommen täglich Morddrohungen. Per Telefon oder in Briefen”, zitiert die Illustrierte in einem Vorab-Bericht den Schwager des Bischofs, Johannes Winkels.
Auch im Heimatort am Niederrhein werde die Familie beschimpft, so Winkels: “Mein Schwager liegt doch schon am Boden. Aber man will ihn noch weiter vernichten. Und seine Familie dazu. Am liebsten würden wir alles hinwerfen und Deutschland verlassen.” Auch die 87-jährige Mutter des Bischofs leide unter der Situation, aber die Familie stehe weiter zu ihm.
“Unsere normale Medienwelt ist aus dem Ruder gelaufen”
D: “Es begann mit hartnäckiger Berichterstattung und Recherche”
Es begann mit hartnäckiger Berichterstattung und Recherche, vor allem durch die FAZ und den Spiegel: Seit Monaten wurde immer mal wieder berichtet und die Geschichten um den Flug des Bischofs von Limburg nach Indien oder um das diözesane Zentrum ins Blatt gehoben. Grossartig interessiert hatte sich medial dafür eigentlich niemand. Bis in der vergangenen Woche mit dem Antrag eines Strafbefehls gegen Bischof Tebartz-van Elst alle Medien auf die Berichte aufsprangen und eine Berichtsflut begann, die ihresgleichen suchte. Darüber haben wir mit Alexander Filipovic gesprochen, er hat an der Hochschule für Philosophie in München den Lehrstuhl für Medienethik inne.
Blitzkrieg gegen das ungeborene Leben
Im Europäischen Parlament tobt ein Ringen um den Lebensschutz
Gender Mainstreaming: Gabriele Kuby. Und sie hat doch recht!
Gender Revolution: Gabriele Kuby
Brüssel, Die Tagespost, 18. Oktober 2013, von Jürgen Liminski
Der Kampf um das Recht auf Leben scheidet im Europäischen Parlament die Geister. Eine Gruppe von Abgeordneten, allen voran die Sozialisten, versucht mit einer Entschliessung (Estrela-Bericht) das Recht des ungeborenen Lebens weiter auszuhöhlen und die Bürgerinitiative “One of us” zu neutralisieren. Weiterlesen
Die frohen Botschafter
Sind die Medien einseitig?
Quelle
Der Publizist Paul Badde kritisiert in “Christ und Welt” die Kritiker von Tebartz-van Elst: Ein guter Bischof muss kein guter Bauherr sein. Treue zu Jesus reicht aus
Limburg, kath.net/Christ und Welt, 18. Oktober 2013
Tebartz-van Elst bleibt Bischof. Bischofsweihen gelten in der katholischen Kirche lebenslänglich, und das trifft natürlich auch auf “Skandalbischöfe”, “Protzbischöfe” und sogar auf kriminell gewordene Bischöfe zu. Bischofssitze sind auch keine Kegelbahnen. Ob Tebartz-van Elst in Limburg bleibt, scheint dennoch fast keine Frage mehr. Allerdings steht in seiner Causa noch ein anderer Konflikt im Raum, der in Rom weder unbekannt noch neu ist. Das ist die Frage: Wer bestimmt, wer Bischof ist und wer nicht?
Das rechte Mass verloren
Das gilt offensichtlich genauso für die Medien selbst
Die Tagespost, 16. Oktober 2013, von Markus Reder
Der Bischof von Limburg, über dessen Zukunft gerade in Rom gesprochen wird, habe beim Bau seines Bischofshauses jedes Mass verloren, heisst es überall in den Medien. Doch das gilt offensichtlich genauso für die Medien selbst. Vieles von dem, was gesendet und geschrieben wurde und wird, geht in Form und Inhalt deutlich über das berechtigte Interesse der Medien an der Aufdeckung von Missständen in der Kirche hinaus. Nichts ist mehr zu schäbig, nichts zu geschmacklos. Was da stattfindet, ist auch ein Stück Menschenjagd. Hemmungs- und gnadenlos. Längst geht es auch nicht mehr nur um Limburg, seinen Bischof, dessen Millionen-Bauten und die Folgen seiner eidesstattlichen Erklärung. Der “Fall Tebartz-van Elst” ist Öl ins Feuer einer kulturkämpferischen Grundstimmung, die gezielt befeuert wird. Da unterscheidet man dann nicht mehr zwischen berechtigten Forderungen und massloser Hatz.



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