Zeitschriften/Magazine

Wer ist hier Müll?

Wird die Puerto-Rico-Episode die US-Wahl entscheiden? Das Niveau des Wahlkampfes ist jedenfalls im Keller angekommen. Die echten Probleme bleiben auf der Strecke

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31.10.2024

Maximilian Lutz

Ein “Haufen Erbärmlicher” (basket of deplorables) sei die Hälfte der Anhänger Donald Trumps, erklärte Hillary Clinton in der finalen Phase des US-Wahlkampfs 2016. Mit diesen Worten, so die politische Legende, könnte sich die damalige Präsidentschaftskandidatin der Demokraten um den Wahlsieg gebracht haben. Die Äußerung wurde sinnbildlich zu einer unter zahlreichen amerikanischen Linksliberalen verbreiteten Haltung gegenüber Trump-Wählern. Mit ihr lässt sich auch 2024 noch erklären, warum sich viele Wähler von sogenannten “Establishment-Politikern” ab- und dem vermeintlichen Außenseiter Trump zugewandt haben.

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Damaskus – Im Kreuzfeuer der Weltpolitik

Ein Gespräch mit dem Oberhaupt der griechisch-katholischen Melkiten, Patriarch Youssef Absi: Tausende Gläubige flohen aus Syrien, für viele wurde Deutschland zur Heimat

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Patriarch Youssef Absi
Bischof Dr. Rudolf Voderholzer empfängt Delegation um Patriarch Youssef I. Absi aus Damaskus | Bistum Regensburg

25.10.2024

Guido Horst und Stephan Baier

Am 19. und 20. Oktober feierte das Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche der Melkiten, Patriarch Youssef Absi, mit vielen in Deutschland lebenden Gläubigen seiner Gemeinschaft eine Göttliche Liturgie zunächst in Herne in Westfalen, am Tag darauf in Wiesbaden. Anlass war die Wiedervereinigung der melkitischen Christen mit der römischen Kirche vor 300 Jahren. Die Union mit der Kirche von Rom im Jahr 1724 ist auch für die Melkiten in Deutschland eine Zeit des Gedenkens, der geistlichen Erneuerung und der wissenschaftlichen Reflexion. Der Patriarch residiert in Damaskus, nimmt in diesem Jahr wie auch schon 2023 an der römischen Bischofssynode teil und war während seines Deutschland-Besuchs bereit, der “Tagespost” Auskunft zu geben über die dramatische Lage der Melkiten, die nach dem Krieg in Syrien nun auch unter dem blutigen Nahost-Konflikt leiden, der den Libanon hart in Mitleidenschaft gezogen hat.

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Lebensgefährliche Logik der Eskalation

Israel hat bei seinem Militärschlag gegen den Iran auf die ultimative Provokation verzichtet. Jetzt blickt der Orient gebannt auf die Weichenstellung in Washington

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26.10.2024

Stephan Baier

Nun also hat Israel gegen den Iran zurückgeschlagen. Nachdem zuvor, am 1. Oktober, der Iran gegen Israel zurückgeschlagen hatte. Jeder reagiert nur mehr. Jeder meint, reagieren zu müssen, um sein Gesicht zu wahren, weil man – gerade in diesem hochexplosiven Winkel der Welt – ja nur einen Fehler machen könne, nämlich Schwäche zu zeigen. Schwach ist derzeit aber nur die Aussicht auf Frieden: Nach all den Tötungen, den massenhaften Zerstörungen, den endlosen wechselseitigen Nadelstichen, dem offenen militärischen Schlagabtausch scheinen Advokaten des Friedens und der Deeskalation viel zu leise zu sein, um überhaupt wahrgenommen zu werden.

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Tschechische Republik ehrt Johannes Paul II. 

Tschechischer Nationalfeiertag – Verdienste um Demokratie und Menschenrechte: Am Nationalfeiertag zeichnet Präsident Petr Pavel den verstorbenen Papst posthum mit einem Orden aus

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Tomáš-Garrigue-Masaryk-Orden – Wikipedia
Wundersames Neratov | Radio Prague International

29.10.2024

Meldung

Der tschechische Präsident Petr Pavel hat Johannes Paul II. posthum den Tomas-Garrigue-Masaryk-Orden erster Klasse verliehen. Der polnische Papst und Heilige erhalte den Orden “für seine herausragenden Verdienste um die Entwicklung der Demokratie, der Humanität und der Menschenrechte” so Pavel.

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Ukraine-Krieg: Was Putin darf, und was nicht

Der Völkerrechtler Paul Gragl nimmt den Krieg in der Ukraine und die weltweiten Folgen unter die juristische Lupe

Quelle
Krieg – REWI-Interview mit Erika de Wet und Paul Gragl – Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen

29.10.2024

Vorabmeldung

Der Krieg vor unserer Haustüre wird unterschiedlich gedeutet und begründet. Aber gibt es eigentlich eine internationale Ordnung und ein Recht, an das souveräne Staaten gebunden sind? Der Völkerrechts-Experte Paul Gragl nimmt in der “Tagespost” dazu Stellung: Russland hat mit seinem Einmarsch in der Ukraine das Gewaltverbot, das in der UN-Charta verankert ist, verletzt. Und es verstößt mit seiner konkreten Kriegsführung gegen das humanitäre Völkerrecht.

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Wahlen in Georgien – Drahtseilakt zwischen Russland und Europa

Am Samstag wählt Georgien eine neue Regierung. Dabei ist eine Eskalation zu befürchten  *UPDATE

Quelle
Krisen als Weckruf für Europa – Archiv | Wiener Zeitung
Stefan Haböck: Die Ukraine ist eine Chance für Europa | Die Tagespost
Institut der Regionen Europas – Wikipedia
Georgien
“Wer gegen uns ist, ist für Krieg” | Die Tagespost
*Georgien: Deutsche Politiker beklagen “schwerwiegende Manipulationen” – WELT
Wahlen in Georgien – Präsidentin ruft zum Protest auf – EU und USA wollen Untersuchung – News – SRF

23.10.2024

Vorabmeldung

Die georgischen Wahlen am kommenden Samstag stehen unter keinen guten Vorzeichen. Das Land ist tief gespalten, so der politische Autor Stefan Haböck in der nächsten Ausgabe der “Tagespost”. Haböck zeichnet die historischen Verflechtungen des Landes nach, dessen geopolitische Handlungen stets einen “Drahtseilakt” darstellen – eng verflochten einerseits mit Russland, andererseits immer einen Platz mit der EU anstrebend.

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Der Leuchtturm

Ar-Men, der Leuchtturm, von dem hier erzählt wird, ist eine Legende: viele Kilometer vor der bretonischen Küste, so weit wie kein anderer, steht er einsam und stolz in den Fluten des Atlantiks, auf einem schmalen Felsen, der nur bei Ebbe aus dem Wasser ragt

Logbuch der Seele | Die Tagespost
Ar-Men: Die Hölle der Höllen
Ar Men – Wikipedia

Ar-Men, der Leuchtturm, von dem hier erzählt wird, ist eine Legende: viele Kilometer vor der bretonischen Küste, so weit wie kein anderer, steht er einsam und stolz in den Fluten des Atlantiks, auf einem schmalen Felsen, der nur bei Ebbe aus dem Wasser ragt. Und auch dieses Buch und sein Autor sind legendär: 1959 heuert der Schriftsteller Jean-Pierre Abraham auf Ar-Men als Wärter an und bleibt mit wenigen Unterbrechungen bis 1962 auf seinem Posten in der “Hölle der Höllen”, wie der Leuchtturm unter Seeleuten genannt wird.

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