Sozialkompetenz

„Die Anständigen und die Unanständigen“

Wir sind nicht Charlie

Von Stefan Rehder

Die Tagespost, 09. Januar 2015

Nichts vermag das Massaker, das nach bisherigen Erkenntnissen zwei Tatverdächtige an der Redaktion des französischen Magazins „Charlie Hebdo“ verübten, zu rechtfertigen. Auch nicht die Verteidigung von Glaubensgütern. Wer Menschen abschlachtet, weil sie das, was anderen heilig ist, zur Zielscheibe öffentlichen Gespötts machen, offenbart nicht etwa Liebe zu Gott, sondern masslosen Hass auf dessen Geschöpfe. Er kann sich auch nicht auf „heiligen Zorn“ berufen, einer Motivation, die mittelalterlichen Theologen wie Thomas von Aquin (1225–1275) noch völlig geläufig war und der vielleicht selbst Jesus antrieb, als er die Händler und ihr Vieh aus dem Tempel trieb. Denn anders als Hass ist der „heilige Zorn“ nicht blind.

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„Franziskus-Effekt kann viel für den Frieden tun“

Der Päpstliche Rat für Gerechtigkeit und Frieden rechnet damit, dass 2015 Konflikte mit der Mithilfe des Heiligen Stuhls angegangen werden können

Bischof Mario TosoQuelle

Das sagt im Gespräch mit Radio Vatikan der Sekretär des „Friedensrates“, Bischof Mario Toso. Der Franziskus-Effekt könne wie im jüngsten Falle beim Friedensdialog zwischen den USA und Kuba auch weitere ähnliche Resultate hervorrufen. Toso denke vor allem an Friedensgespräche im Nahen Osten. Doch der Franziskus-Effekt – also das Eingehen auf die Worte des Papstes – könne auch in anderen Bereichen Früchte tragen.

„Die neue Enzyklika, die demnächst erscheinen wird, wird ja vor allem auf die Umwelt-Frage eingehen. Damit verbunden sind alle sozialen Fragen. Um Frieden und Versöhnung zu schaffen, müssen wir also zuerst die ethischen und anthropologischen Grundlagen kennen und deshalb wird der Papst mit seiner Schrift viel für den Dialog beitragen“, ist Toso überzeugt.

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Benedikt XVI. ist in tiefer Trauer

Brief zur Beerdigung von Manuela Camagni

Vatikan: Seelenamt für Manuela Camagni

Rom, 1. Dezember 2010, zenit.org

Papst Benedikt XVI. habe seinen „grossen Schmerz, der nur durch den Glaube Trost erfahren kann“, angesichts des Todes von Manuela Camagni zum Ausdruck bringen wollen. Die Mitarbeiterin des päpstlichen Haushaltes war am 23. November bei einem Verkehrsunfall um Leben gekommen.

Das Schreiben des Papstes wurde von dem Privatsekretär des Papstes, Monsignore Georg Gänswein, während der Beerdigung in der Kirche San Piero von Bagno di Romagna in der italienischen Provinz Forlì-Cesena vorgelesen.

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Verwaltungsgericht verbietet Krippenspiel in Worms

Pfarrer enttäuscht – Aufführung findet an anderem Ort statt

Lampedusa Europas Schande

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Europas Sündenfall

Mainz/Worms, kath.net/idea  , 17. Dezember 2014

Ein Krippenspiel in Worms hat zu einer juristischen Auseinandersetzung geführt. Das Verwaltungsgericht Mainz bestätigte am 16. Dezember in einer Eilentscheidung den Beschluss der Stadt Worms, der evangelischen Luthergemeinde auf dem städtischen Weihnachtsmarkt die Aufführung des Stückes zu verbieten, mit der sie auf das Schicksal von Flüchtlingen hinweisen wollte. Die Aktion verletze die Rechte Dritter auf einen ungestörten Besuch des Weihnachtsmarktes, hiess es zur Begründung.

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US-Aussenminister am Montagmorgen im Vatikan

USA bitten den Vatikan um Hilfe zur Auflösung von Guantanamo

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US-Aussenminister John Kerry war am Montagmorgen im Vatikan. Er traf sich mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zu einem ausführlichen Gespräch. Dabei ging es laut Vatikan vor allem um die Lage im Nahen Osten und um den „Einsatz der USA, um eine Verschlimmerung der Spannungen und eine Explosion der Gewalt zu verhindern“. Auch eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästinensern – ein Thema, das Kerry sehr am Herzen liegt – wurde besprochen. Kerry bekräftigte den Wunsch der Regierung von Barack Obama, das Gefangenenlager von Guantanamo zu schliessen, ein bis heute nicht eingelöstes Wahlversprechen Obamas. Der Heilige Stuhl wurde um Mithilfe „bei der Suche nach passenden humanitären Lösungen für die derzeitigen Insassen“ gebeten.

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Papst empfängt Christine Lagarde

Papst Franziskus hat die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, zu einem Gespräch im Vatikan empfangen

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Papst Franziskus hat die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, zu einem Gespräch im Vatikan empfangen. Angaben zum Inhalt der Begegnung am Rand der Generalaudienz am Mittwoch machte der Vatikan nicht. Franziskus hatte wiederholt eine Reform der Finanzmärkte angemahnt. Im April kritisierte er die Praxis der Kreditvergabe an Krisenländer, die zu den Aufgaben des IWF gehört. Solche Darlehen seien oft mit zu weitreichenden politischen Auflagen und Forderungen an die Legislative der

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Amerika als Folterstaat?

Was lief falsch im Amerika der Bush-Jahre?

Stephan BaierDie Tagespost, 12. Dezember 2014

Von Stephan Baier

Sadisten erniedrigen, quälen und foltern Menschen, weil es ihnen Lust und Befriedigung gibt. Aber Sadismus ist – nach der internationalen Diagnoseklassifikation ICD-10 wie laut „American Psychiatric Association“ – eine psychische Störung.

Wenn Geheimdienste foltern, sind dort jedenfalls Seilschaften von Sadisten am Werk, denn einem Nicht-Sadisten das Foltern zu befehlen, ist auch ein sicheres Anzeichen für Sadismus. Wenn jedoch solches geheimdienstliches Foltern von den politischen Autoritäten befohlen oder gedeckt wird, dann müssen nicht nur Einzelne zum Psychiater, sondern ein ganzes System. What went wrong? Was lief falsch im Amerika der Bush-Jahre?

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