Franziskus
Franziskus: Der erste Prediger über Jesus – eine Frau
Papst Franziskus über die Würde des Alterns
Papst Franziskus hat die alte Prophetin Anna als „erste Predigerin über Jesus2 gewürdigt. In seiner Katechese bei der Generalaudienz über den spirituellen Reichtum alter Menschen erinnerte Franziskus an diesem Mittwoch an die Stelle aus dem Lukas-Evangelium (Lk 2,29-32), als die beiden Alten Simeon und Anna im Jerusalemer Tempel dem neugeborenen Jesus begegnen. Die beiden hatten „keine wichtigeren Aufgaben als diese: auf den Herrn warten und beten“, so der Papst. Simeon sei in dieser Begegnung zum Dichter geworden, Anna zur „ersten Predigerin“ über Jesus: Sie „sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten“, zitierte Franziskus die Schrift.
Gesucht: Neue „ars moriendi“
Viele kennen Sterben und Tod nur noch aus dem Fernsehen
Die Tagespost, 13. März 2015
„Ich habe keine Angst vor dem Sterben. Ich möchte bloss nicht dabei sein, wenn es passiert.“ Wie der Filmregisseur Woody Allen denken heute viele. Man kann das verstehen. Richtig wird es deshalb nicht. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts starben rund 80 Prozent der Deutschen zu Hause. Ging es ans Sterben, versammelte sich oft die ganze Familie im Zimmer des Todkranken. Man nahm voneinander Abschied, begleitete den Sterbenden auf seinem Weg aus dieser, betete für das Heil seiner Seele in der kommenden Welt und stand ihm – so gut man dies vermochte – im letzten Ringen bei. Schlug einem selbst die letzte Stunde, hatte man meist bereits mehrere Verwandte und Freunde in den Tod begleitet.
Putins Kritiker leben gefährlich
Wilde Verschwörungstheorien und mehr Fragen als Fakten im Mordfall Nemzow
Die Tagespost, 02. März 2015
„Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen!“, ruft der korrupte französische Capitaine Louis Renault im Filmklassiker „Casablanca“ seinen Polizisten zweimal zu – und in beiden Fällen weiss der Zuschauer, dass diese Verhaftungen nur der Verschleierung der Tat, nicht ihrer Aufklärung dienen. Ähnlich vertrauenserweckend wirkte die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, sich persönlich der Aufklärung des Mordfalls Boris Nemzow annehmen zu wollen, denn der einstige Vizeministerpräsident war zuletzt einer der schärfsten Putin-Kritiker in Russland. Dass Putin nicht die ohnedies kaum als unabhängig zu bezeichnende Justiz ermitteln lässt, sondern den aus dem KGB entstandenen, ganz von ihm kontrollierten und von seinen engsten Vertrauen geführten Inlandsgeheimdienst FSB, macht die Aufklärungsbemühungen vollends zur Farce.
Die neue Gretchenfrage
‚Gewalt ist also genauso wenig eine kleine Schwester der Religion, wie Menschenfreundlichkeit eine des Säkularismus‘
Die Tagespost, 23. Februar 2015
Von Stefan Rehder
Dass nach den Anschlägen in Paris und Kopenhagen auch in Deutschland die legitime Frage ventiliert wird, was das Phänomen islamistischer Gewalt mit dem Islam zu tun hat, wundert nicht. Wenn etwas erstaunen darf, dann, dass die Massaker, die der IS, Boko Haram und Al Kaida im Irak, Nigeria und andernorts verüben, hierzulande bislang keine vergleichbare Wirkung erzielen. Entsetzen, Trauer und Solidarität halten sich in so überschaubaren Grenzen, dass es einen selbst bei sommerlichen Temperaturen frösteln müsste. Und das obwohl die Zahl derer, die ihnen im Nahen Osten und in Afrika zum Opfer fallen, die der Anschläge von Paris und Kopenhagen derart um ein Vielfaches übersteigt, dass der Begriff, obwohl zutreffend, nahezu verharmlosend wirkt.
Religionsfreiheit in Zeiten der Scheintoleranz
Kann die katholische Kirche noch als legitimer Bestandteil unserer Gesellschaft gelten
Kann die katholische Kirche noch als legitimer Bestandteil unserer Gesellschaft gelten, wenn sie sich weigert, homosexuelle Verbindungen abzusegnen? Gastkommentar von Giuseppe Gracia
Chur, kath.net/Neue Zürcher Zeitung, 17. Februar 2015
Der Streit um die Segnung homosexueller Paare sorgt für Schlagzeilen. Viele sind bestürzt, dass die katholische Lehre solche Segnungen nicht zulässt, wie es auch ein Dokument der Schweizer Bischofskonferenz festhält. Das empfindet man als menschenverachtend, homophob und fundamentalistisch. Katholische Bischöfe erscheinen als Unmenschen, die man im Namen der Nächstenliebe medial bekämpft, weil sie zur Lehre ihrer Glaubensgemeinschaft stehen.
Das wirft Fragen auf. Kann die katholische Kirche noch als legitimer Bestandteil unserer Gesellschaft gelten, wenn sie sich weigert, homosexuelle Verbindungen abzusegnen? Ist überhaupt die katholische Sexualmoral noch tragbar? Der Katechismus bejaht sexuelle Akte bekanntlich nur innerhalb der monogamen Ehe zwischen Mann und Frau. Auch das orthodoxe Judentum und der Islam lehnen homosexuelle Akte ab. Was soll die freie Gesellschaft davon halten?
Papst dankt Lampedusa-Retter
Papst Franziskus hat am Dienstagabend Mitglieder der italienischen Küstenwache in seiner Residenz im Vatikan empfangen
Sie berichteten ihm aus erster Hand über die schwierigen Rettungseinsätze für Bootsflüchtlinge vor der Insel Lampedusa. Vatikansprecher Federico Lombardi bestätigte, dass der Papst die Delegation der „Guardia Costiera“ zwischen 19.00 und 19.45 Uhr in der vatikanischen Casa Santa Marta getroffen habe. In ihrer Begleitung war auch der italienische Verkehrsminister Maurizio Lupi. Franziskus drückte den Helfern seine Dankbarkeit für ihren Einsatz aus.
Der Papst macht immer wieder auf das Schicksal der Bootsflüchtlinge aufmerksam; seine erste Reise als Oberhaupt der Kirche führte ihn im Sommer 2013 nach Lampedusa. Angesichts der Kämpfe in Libyen hat sich die Zahl der Menschen, die von dort aus per Boot Richtung Europa fliehen, stark erhöht – und damit auch die Zahl der Rettungseinsätze.
„Wir brauchen eine Bewegung der Solidarität“
Vereinigung „Pro Petri Sede“
Im Rahmen der Ansprache an die anlässlich einer Pilgerreise in Rom weilende Vereinigung „Pro Petri Sede“ lädt der Papst die Christen vor allem im Lichte der nahenden Fastenzeit zur Hingabe an die anderen ein.
Vatikanstadt, 16. Februar 2015, zenit.org, Redaktion
Der Papst sprach der heute Vormittag im Vatikan empfangenen Vereinigung „Pro Petri Sede“ vor allem für ihren Einsatz zugunsten der Armen seinen Dank aus. Den Anlass für die Pilgerreise nach Rom bildete ein Besuch der Apostelgräber. Laut dem Papst werde dadurch der Glaube genährt und die Treue zum Nachfolger Petri zum Ausdruck gebracht.







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