Papst: Hilfe für Haiti, Bangladesch und Vietnam
Franziskus packt mit an: Über das päpstliche Dikasterium zur Förderung der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen hat das katholische Kirchenoberhaupt mehrere hunderttausend Euro für Haiti, Bangladesch und Vietnam gespendet
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Haiti verheerende Bilanz
Mario Galgano – Vatikanstadt
Nach dem Erdbeben, das Haiti mit aussergewöhnlicher Heftigkeit heimsuchte und nach Angaben der lokalen Behörden mindestens 2.200 Menschen tötete und mehr als 12.000 verletzte, sandte Papst Franziskus über sein Hilfswerk-Dikasterium eine erste Tranche von 200.000 Euro zur Unterstützung der Bevölkerung in dieser akuten Notstandsphase. Das teilte jetzt das Dikasterium von Kardinal Peter Turkson an diesem Dienstag mit. Die Haitianer hätten neben dem Drama der Naturkatastrophe und ihren sozial-politischen Sorgen auch “mit der ohnehin schwierigen Situation aufgrund von COVID-19” zu kämpfen.
Vatikan blickt auf schwieriges Wirtschaftsjahr zurück
Vatikan blickt auf schwieriges Wirtschaftsjahr zurück
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Guerrero: “Der Heilige Stuhl spart – aber nicht an seiner Mission“
Vatikan: Güterverwaltung legt erstmals Jahresbilanz vor
Das Minus ist etwas weniger hoch als befürchtet, dennoch fällt die Wirtschaftsbilanz des Heiligen Stuhles für das Coronajahr 2020 ernüchternd aus. Trotz der Einbussen allerdings verstärkte der Vatikan seine Hilfen für die Kirchen in armen Ländern, die besonders an der Pandemie litten. Das sagte Wirtschaftspräfekt Juan Antonio Guerrero Alves im Gespräch mit unserem Chefredakteur Andrea Tornielli.
Andrea Tornielli und Gudrun Sailer – Vatikanstadt
“Die gute Nachricht ist, dass dank der unternommenen Anstrengungen die Ergebnisse sehr nahe an denen eines normalen Jahres liegen”, erklärte der spanische Jesuit, den Papst Franziskus 2019 zum Präfekten des Wirtschaftssekretariats und damit obersten Finanzchef der Kurie bestellte. Das ordentliche Defizit sei um 14,4 Millionen Euro niedriger als im Vorjahr – 64,8 Millionen Euro im Jahr 2020 gegenüber 79,2 Millionen Euro im Jahr 2019.
Spider-Man bei Generalaudienz
Warum war Spider-Man bei der Generalaudienz mit Papst Franziskus?
Von Hannah Brockhaus
Vatikanstadt, 23. Juni 2021 (CNA Deutsch)
Die Menschen, die am Mittwoch an der wöchentlichen Generalaudienz von Papst Franziskus teilnahmen waren überrascht, als sie inmitten der Menge einen Superhelden sahen, der von Kopf bis Fuss in ein enges rot-blaues Gewand gekleidet war, das mit einem silbernen Netz verziert war.
Warum war Spider-Man im Vatikan?
Der Mann im Kostüm ist Mattia Villardita, ein 28-jähriger Italiener, der sich als die Comicfigur verkleidet, um kranke Kinder in Krankenhäusern im ganzen Land zu besuchen.
“Ich versuche, das Leiden der Krankenhauspatienten etwas zu lindern”, sagte er gegenüber CNA.
G7
Bischöfe fordern von G7 Einsatz für “gerechte” und “nachhaltige” Zukunft
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion
London, 12. Juni 2021 (CNA Deutsch)
Am Vorabend des G7-Gipfels in Cornwall, der am Freitag seinen Auftakt nahm und am Sonntag endet, haben katholische Bischöfe aus ganz Grossbritannien die Staats- und Regierungschefs aufgefordert, sich für eine “gerechte” und “nachhaltige” Zukunft einzusetzen.
Wie die Catholic News Agency (CNA) berichtet, riefen die Bischöfe in einem Brief an den britischen Premierminister Boris Johnson zu wirtschaftlicher Unterstützung nach der Pandemie, zu mehr Hilfe für Entwicklungsländer und zu grösserer Dringlichkeit bei der Erfüllung von Umweltzielen auf.
“Wir haben jetzt die Verantwortung – besonders als wohlhabendere Nationen – schnell zu reagieren, um Massnahmen zum Wohle unserer ganzen Menschheitsfamilie und des Planeten finanziell zu unterstützen, sei es unsere eigene Gemeinschaft oder jene, die durch räumlichen Abstand von uns getrennt, aber durch unsere Abhängigkeit von der Artenvielfalt unseres gemeinsamen Hauses eng mit uns verbunden sind”, schrieben die Bischöfe in dem Brief vom 7. Juni, der am 9. Juni veröffentlicht wurde.
Katholische Bärenruhe
Anders als in den nervösen Stadtgesellschaften sind einfach gläubige Katholiken auf dem Land oft für ihre lebenskluge Gelassenheit und eine gewisse Bärenruhe bekannt
Quelle
Kleist – Marionettentheater
Von Thorsten Paprotny, 6. Juni 2021
Anders als in den nervösen Stadtgesellschaften sind einfach gläubige Katholiken auf dem Land oft für ihre lebenskluge Gelassenheit und eine gewisse Bärenruhe bekannt. Viele von ihnen sagen – regional freilich verschieden – eher “Ja mei”, wenn sie von den neuesten Nachrichten der Kirchenpolitik umflutet werden. Ich erinnere mich, wie ein längst verstorbener Bekannter im Pfarrgemeinderat vor etwa 25 Jahren einmal sagte, als es um irgendeine Protesterklärung – ich meine, es war das sogenannte “Kirchenvolksbegehren” – ging: “Hier wird leeres Stroh gedroschen!” Er diagnostizierte eine diskursive Erschöpfung. Ich bin mir sicher, dass der fromme Schlesier auch über die gesellschaftspolitischen Themen des “Synodalen Wegs” und die Diskussionen im Umfeld dasselbe gedacht hätte. Wer nach deutschkatholischen Kirchenreformen strebt, dem würden bodenständige Katholiken auch heute noch raten, erst mal im Herrgottswinkel, vor dem Hausaltar, ein “Ave Maria” zu beten. Ja, wir leben – und das nicht erst seit heute – inmitten der säkularen Orientierungslosigkeit und beobachten mediale Wirbel jeglicher Art. Dieser Kirchenstadl macht doch bloss müde, und die Frage nach Gott bleibt aussen vor, zumindest öffentlich, jedenfalls in der Kirchenprovinz Deutschland. Der Passauer Bischof Dr. Stefan Oster hat hingegen nach einem Gespräch mit Papst Franziskus das Kernproblem benannt. Was fehlt? Es brauche, so Bischof Oster, “neue Initiativen und Wege, damit Menschen heute zum Glauben finden können, ihn neu entdecken oder vertiefen”.




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