Münchner Missbrauchsgutachten: Papst Benedikt XVI. korrigiert Aussage
Papst emeritus Benedikt XVI hat auf den Vorwurf reagiert, in seiner Stellungnahme zum Münchner Missbrauchsgutachten die Unwahrheit gesagt zu haben
Benedikt XVI. korrigiert Aussage für Missbrauchsgutachten – Vatican News
Pädophilie-Studie – Forscher: So kämpften Grüne jahrelang für freien Kinder-Sex
Der Rosenkranz – Die Kette zum Himmel
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion
Vatikanstadt, 24. Januar 2022 (CNA Deutsch)
Papst emeritus Benedikt XVI hat auf den Vorwurf reagiert, in seiner Stellungnahme zum Münchner Missbrauchsgutachten die Unwahrheit gesagt zu haben.
In einer Erklärung – hier der volle Wortlaut –, die von mehreren Medien am heutigen Montag veröffentlicht wurde, teilt Benedikt mit, er möchte „klarstellen, dass er, entgegen der Darstellung im Rahmen der Anhörung, an der Ordinariatssitzung am 15. Januar 1980 teilgenommen hat.“
Der heute 94 Jahre alte emeritierte Papst war von 1978 bis 1982 Erzbischof von München und Freising. In der fraglichen Sitzung ging es um den Fall des „Pfarrers Peter H.“ – einem Priester und bereits auffällig gewordenen Sexualstraftäter aus dem Bistum Essen, der 1980 ins Erzbistum München und Freising kam, und dort weiter über Jahrzehnte in mehreren Pfarreien minderjährigen Jungen nachstellte.
Leid und Hoffnung
Leid und Hoffnung – Geistliche Betrachtungen zu den Enzykliken Benedikts XVI. – Teil 17

Quelle
Münchener Missbrauchsgutachten: Moralin statt Beweise
Von Thorsten Paprotny, 22. Januar 2022
In der Enzyklika „Spe salvi“ spricht Benedikt XVI. auch eine Frage an, vor der gläubige Menschen mitunter ratlos wirken und sind. In unser Leben ist die „Hoffnungsgewissheit“ eingezeichnet, ebenso Situationen und Stationen des Kreuzes, des Leidens, das wir selbst aushalten müssen – ob es uns oder unsere lieben Mitmenschen betrifft. In den Zeiten der Corona-Pandemie haben wir einander oft „Bleib gesund!“ gewünscht – und diesen Ausspruch von anderen gehört. Vergessen wir aber als Christen nicht, dass das Leben, wenn es von der Endlichkeit verschattet und der ausschliesslichen Sorge um körperliches Wohlergehen geprägt wäre, sehr bald „hoffnungslos“ würde. Benedikt bekräftigt darum: „Ich darf immer noch hoffen, auch wenn ich für mein Leben oder für meine Geschichtsstunde augenscheinlich nichts mehr zu erwarten habe. Nur die grosse Hoffnungsgewissheit, dass trotz allen Scheiterns mein eigenes Leben und die Geschichte im ganzen in einer unzerstörbaren Macht der Liebe geborgen ist und von ihr her, für sie Sinn und Bedeutung hat, kann dann noch Mut zum Wirken und zum Weitergehen schenken.“ Unsere Hoffnung ist das „Reich Gottes“, das wir nicht selbst machen können, sondern das Geschenk Gottes ist, die „Antwort auf Hoffnung“.
Erzbischof Gänswein ***UPDATE
Erzbischof Gänswein: Benedikt XVI. begrüsst Aufklärung in München, betet für die Opfer

Quelle
Vatikan: Missbrauch von Minderjährigen. Stellungnahme der Kirche
*Zum Kontext: Die Geschichte des Umgangs mit dem Verbrechen sexuellen Missbrauchs
**Vertuscher Ratzinger? – Was wirklich in dem Münchner Missbrauchs-Gutachten steht
***“Verantwortung ist immer personal“ – Reaktionen auf das Missbrauchsgutachten in München
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion
Vatikanstadt, 20. Januar 2022 (CNA Deutsch)
Anlässlich der Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens in München am heutigen Donnerstag hat Papst emeritus Benedikt XVI. mitteilen lassen, dass er für die Opfer sexueller Gewalt betet.
Erzbischof Georg Gänswein, der Privatsekretär von Benedikt XVI., sagte Reportern, der emeritierte Papst werde die umfangreiche Untersuchung in den kommenden Tagen lesen.
Das Gutachten, das heute Vormittag veröffentlicht wurde, hat zwar keine Belege für eine Schuld des emeritierten Papstes gefunden, doch Anwälte der Kanzlei äusserten den Schluss, dass der Erzbischof während seiner Amtszeit von 1977 bis 1982 vier Fälle mutmasslich falsch gehandhabt habe.
Benedikt XVI., der die Aufklärung begrüsst und alle Vertuschungsvorwürfe vehement zurückweist, hat den Ermittlern, die den Bericht verfasst haben, 82 Seiten mit Anmerkungen geschickt.
Spanien – Tag der Kindermissionswerke
Spanien – Tag der Kindermissionswerke: Seit vielen Jahren ist die Kirche Vorreiterin auf dem Gebiet des Kinderschutzes
Madrid, Fidesdienst, 13. Januar 2022
Am kommenden Sonntag, dem 16. Januar, wird in Spanien der Tag der Kindermissionswerke als „Kindersonntag“ gefeiert. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung der Missionare bei ihrer Arbeit mit Kindern. „Die Kindermissionswerke sind keine Nichtregierungsorganisation, die nette Dinge für Kinder tut, sondern ein Instrument der Kirche, damit die Kirchen in den Missionsgebieten die Mittel haben, sich um die Kinder vor Ort zu kümmern“, erklärt der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Spanien, Pfarrer José María Calderón bei der Präsentation der Initiative, die 1984 ins Leben gerufen wurde. Damals war die Aktion Vorreiterin auf dem Gebiet des Schutzes von Kindern und nahm die Genfer Erklärung der Kinderrechte um Jahre vorweg. Wie Pfarrer Calderón bemerkte, „ist die Kirche voraus, denn die Sorge um die Kinder war schon immer sehr wichtig“.
Europäischer Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch
Die Deutsche Bischofskonferenz lädt auch in diesem Jahr dazu ein, einen speziellen Gebetstag für Opfer sexueller Gewalt zu halten
Quelle
D: „Wir können uns nicht selbst absolvieren“
Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder
18. November 2021
Die Deutsche Bischofskonferenz lädt auch in diesem Jahr dazu ein, einen speziellen Gebetstag für Opfer sexueller Gewalt zu halten. Sie folgt damit wie in den vergangenen Jahren einer Anregung von Papst Franziskus. Seit 2015 findet der Gebetstag in zeitlicher Nähe zum „Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ (18. November) statt, der vom Europarat initiiert wurde. In diesem Jahr wird empfohlen, den Gebetstag in den Tagen zwischen dem 33. Sonntag im Jahreskreis (15. November 2020) und dem Christkönigsfest (22. November 2020) zu begehen.
Psychologin: Pandemie hat häusliche Gewalt und Missbrauch verstärkt
Dozentin am Psychologischen Institut der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, Katharina Anna Fuchs, sprach bei Vortrag im Haus der Begegnung der Diözese Eisenstadt
Psychologin: Pandemie hat häusliche Gewalt und Missbrauch verstärkt
Eisenstadt/Rom, 13.11.2021 (KAP)
Auf die Zunahme von verschiedenen Formen von Missbrauch und Gewalt in der Corona-Pandemie hat die Diplom-Psychologin und Expertin für Missbrauchsprävention, Katharina Anna Fuchs, hingewiesen. Viele Menschen hätten über lange Zeit „auf engem Raum zusammengelebt“, was „Stresssituationen“ befördert habe, sagte die Dozentin des Psychologischen Institut der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom jetzt bei einem Vortrag im Haus der Begegnung der Diözese Eisenstadt.
So gehen die UN davon aus, dass häusliche Gewalt während der Lockdowns im Jahr 2020 um durchschnittlich 20 Prozent zugenommen haben. Opfer häuslicher Gewalt scheuten sich auch davor, Hilfe zu holen. Daten über die jüngsten Lockdowns 2021 gelte es noch abzuwarten, so Fuchs. Worüber man bereits Bescheid wisse: In Deutschland sei häusliche Gewalt im Frühjahr 2020 um etwa 20 Prozent angestiegen, in Argentinien und Grossbritannien um circa 25 Prozent, in Brasilien um 50 Prozent.




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