Präventionsbeauftragte im Bistum Chur
Präventionsbeauftragte im Bistum Chur: Pornografie nicht pauschal “verteufeln”
Quelle
Vatikan: Pornografie fördert Menschenhandel – Vatican News
Papst Franziskus mahnt zu Kinderschutz im Internet – Vatican News
Papst warnt junge Priester vor Pornografie – DOMRADIO.DE
Präventionsbeauftragte des Bistums Chur übt sich im Leeramt: Swiss Cath News (swiss-cath.ch)
Von Martin Bürger
Chur, 28. Oktober 2022 (CNA Deutsch)
Die Präventionsbeauftragte im Bistum Chur, Karin Iten, hat nach Äußerungen von Papst Franziskus zum Thema Pornografie kommentiert: “Doch statt wie der Papst Pornos pauschal zu verteufeln, sollte der sorgfältige Umgang thematisiert werden.” Auf Anfrage von CNA Deutsch nahm der Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain zu den Äußerungen Stellung.
“Alles pauschal über einen Leist zu schlagen, ist zu wenig differenziert und zu unsorgfältig”, sagte Iten am Donnerstag gegenüber kath.ch. “Über die Chancen und Risiken von Pornokonsum kann zudem nur offen geredet werden, wenn darin nicht mit pauschaler Angstmacherei und Schulddruck argumentiert wird – mit dem Hinweis auf den Teufel.”
Es reicht! *UPDATE
Pressemitteilung des Betroffenenbeirats im Erzbistum Köln
Pressemitteilung des Betroffenenbeirats im Erzbistum Köln vom 19.08.2022 | Erzbistum Köln (erzbistum-koeln.de)
Wort des Bischofs – “Austausch auf Augenhöhe” zur erstmaligen Einrichtung des Betroffenenbeirats in 2019 | Erzbistum Köln (erzbistum-koeln.de)
Missbrauchstäter nur unter Klerikern? – Erschreckende Missbrauchsdimensionen bei Laien-Katholiken
*Problem oder Lösung? Zu den Vorwürfen gegen Kardinal Woelki
Als amtierender Betroffenenbeirat haben wir lange geschwiegen, um ausschliesslich der Sache der Betroffenen zu dienen. Uns liegt weiterhin daran, als erster Betroffenenbeirat in einem deutschen Bistum die begonnene Arbeit fortzusetzen, für aktuelle Fragen da zu sein und der Situation Betroffener eine Stimme zu geben. Das seit vielen Monaten dauernde Medienspektakel belastet uns jedoch immer stärker persönlich, weil wir selbst als Jungen und Mädchen verschieden starke Missbrauchsformen durchgemacht haben.
Kinder vor Missbrauch schützen
Studien belegen, dass der Kindesmissbrauch zunimmt. Regula Lehmann von der “Elterninitiative Sexualerziehung Schweiz” erklärt die Gründe für die Zunahme und was Eltern tun können
Regula Lehmann: Kinder vor Missbrauch schützen | Die Tagespost (die-tagespost.de)
Erziehung zur Liebe – mehr als Aufklärung!
Missbrauch Minderjähriger (324)
Veronika Grohsebner: Spannende christliche Jugendliteratur | Die Tagespost (die-tagespost.de)
Aktualisiert am 30.06.2022
Frau Lehmann, wie weit verbreitet ist das Phänomen des Kindesmissbrauchs in der Gesellschaft heute?
Sexuelle Übergriffe auf Kinder sind leider noch immer weit verbreitet und kommen in jeder Gesellschaftsschicht vor. In der Schweiz gehen wir davon aus, dass rund jedes siebte Kind mindestens einmal sexuelle Gewalt mit Körperkontakt durch Kinder oder Erwachsene erlebt. Schweizweit wurden im Jahr 2020 1257 Fälle von sexuellen Handlungen mit Kindern erfasst. Weil jedoch längst nicht alle Straftaten gemeldet werden, müssen wir annehmen, dass es noch weit mehr von sexueller Gewalt betroffene Kinder gibt. Die Gewalt ausübenden Personen kommen dabei aus ganz unterschiedlichen sozialen Milieus. Hohes Gefahrenpotenzial birgt laut “Kinderschutz Schweiz” auch der virtuelle Raum.
Tomáš Halík: Missbrauchskrise wie Skandal um Ablasshandel
Auf der Kinderschutzkonferenz in Warschau hat der tschechische Soziologe, Religionsphilosoph und Priester Tomáš Halík einen Bezug zwischen der Missbrauchskrise und dem Ablasshandel der Kirche im Hochmittelalter hergestellt
Quelle
Kinderschutzkonferenz Warschau: Schonungslose Bestandsaufnahme – Vatican News
Kirchenkrise und katholische Reform im 16. Jahrhundert – Hörbuch | Sarto Verlag
Der Missbrauchsskandal sei eine tiefe “Krise des Systems”, die allein durch Disziplinarmassnahmen nicht überwunden werden könne, so Halík. Es brauche vielmehr einen Wandel auf Ebene des theologischen, pastoralen und spirituellen Verständnisses der Kirche und des Priesteramtes. Radio Vatikan dokumentiert hier die Kurzversion des original auf Englisch gehaltenen Vortrages in einer deutschen Arbeitsübersetzung.
Tomáš Halík


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