Afrika/Naher Osten

Papst-Stiftung für die Sahelzone ordnet sich in Dakar neu

Die „Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone“ macht sich bereit für die Zukunft. Nach der offiziellen Genehmigung eines neuen Statuts durch Papst Leo XIV. traf sich der Verwaltungsrat der Organisation vom 11. bis 16. Februar in der senegalesischen Hauptstadt Dakar, um personelle und strukturelle Weichenstellungen vorzunehmen

Quelle
Staatsbesuch im Apostolischen Palast: Fokus auf Sicherheit in Westafrika – Vatican News
Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone
Schreiben anläßlich des 25. Gründungsjubiläums der „Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone“
Vatikan: Organisation – Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone
Päpstliche Stiftung für Sahelzone berät über Hilfsprojekte – Vatican News
Mali – Bischof von San ernannt – Agenzia Fides

Mario Galgano – Vatikanstadt

Schwester Alessandra Smerilli, Sekretärin des vatikanischen Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, sprach von einem „ermutigenden Signal“ für die gesamte Region.

Die 44. Sitzung des Verwaltungsrats markierte den Abschluss eines Reformprozesses, den der Papst Ende Januar per Reskript besiegelt hatte. Ziel ist es, der 1984 von Johannes Paul II. gegründeten Stiftung neuen Schwung zu verleihen, um das Leid in einer der krisenanfälligsten Regionen der Welt effektiver zu lindern.

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„Das Christentum im Nahen Osten verschwindet still und leise“

Es gibt Orte, an denen das Christentum älter ist als viele europäische Nationen. In Aleppo, Mossul oder der Ninive-Ebene reicht seine Geschichte bis in die ersten Jahrhunderte zurück. Doch ausgerechnet dort, wo der Glaube einst Wurzeln schlug, werden diese Wurzeln heute immer dünner. Nicht durch ein einziges Ereignis, sondern durch einen schleichenden, beinahe lautlosen Exodus

Quelle
Experte: Christentum verliert im Nahen Osten seine Wurzeln – Vatican News
Der Exodus der Christen aus dem Nahen Osten hört nicht auf | tagesschau.de
Christen im Nahen Osten: Eine bedrängte Minderheit kämpft ums…
„Wir lassen euch nicht allein“: Bischof Bertram Meier zieht Bilanz seiner Syrien-Reise – Vatican News
Blutbad in Taraba: 80 Tote und 90.000 Vertriebene lösen verzweifelten Protestmarsch aus – Vatican News
DR Kongo: Aktivistin Kamate fordert zivilen Widerstand – Vatican News
Interessen: Pizzaballa übt Kritik an Gaza-Friedensplänen – religion.ORF.at

14. Februar 2026

Von M. Hikmat

„Das Christentum im Nahen Osten verschwindet still und leise“, sagt Charles de Meyer, Präsident und Mitbegründer von SOS Chrétiens d’Orient in einem Interview mit der Zeitschrift The European Conservative. Seine Worte klingen nüchtern, fast sachlich. Doch hinter ihnen steht eine historische Verschiebung von dramatischem Ausmass. Seit 2014 hat seine Organisation tausende Freiwillige in Länder wie Syrien, Irak, Libanon und Armenien entsandt. Finanziert ausschliesslich durch private Spenden, arbeiten sie im Wiederaufbau, in Schulen, in der Nothilfe. Sie sind dort präsent, wo internationale Aufmerksamkeit oft fehlt. Was de Meyer beschreibt, ist kein plötzlicher Zusammenbruch, sondern ein langsames Verschwinden.

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Grenzübergang Chan Yunis

Video. Grenzübergang Rafah öffnet – Menschen kehren nach Chan Yunis zurück | Euronews

Gaza: Sie suchen 11 000 Vermisste | ARTE Reportage
„Israel soll Einfuhrbeschränkungen in Gaza lockern“ – Vatican News

Bethlehem: „Ein sehr starkes Zeichen der Hoffnung“

Die bevorstehende Restaurierung der Geburtsgrotte in Bethlehem hat für den syrisch-katholischen Pfarrer Frédéric Masson eine gesellschaftliche und spirituelle Bedeutung. Sie stehe für Zukunft, Präsenz und Hoffnung der Christen in Palästina, sagte uns der Geistliche aus Bethlehem im Interview

Quelle
Heiliges Land: Geburtsgrotte Jesu wird restauriert – Vatican News

Die Arbeiten an der Geburtsgrotte, dem Ort der Geburt Jesu, beginnen in Kürze. Für Frédéric Masson, syrisch-katholischer Pfarrer von Bethlehem, ist das Projekt weit mehr als eine bauliche Maßnahme. „Es ist vor allem ein sehr starkes Zeichen der Hoffnung“, sagte Masson. Die größte Gefahr für die Menschen in Palästina bestehe darin, „keine Zukunft zu haben“, so der Priester wenige Monate nach Beginn des fragilen Waffenstillstands in Gaza.

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Ecclesia in Africa

Tschad – Kardinal Ambongo zum 30 Jahre nach „Ecclesia in Africa“: „Die darin enthaltene Vision ist dringlicher denn je“

Quelle
Von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnete Botschaft des Heiligen Vaters anlässlich der 13. Generalversammlung der Vereinigung der Bischofskonferenzen der Region Zentralafrika – Aktivitäten-Kalender | Vatican.va
Ecclesia in Africa (14. September 1995)
Ein afrikanischer Vatikan: Die größte Kirche der Welt ist eine kolossale Nachbildung aus den 1980er Jahren
Ecclesia in Africa
Kardinal Ambongo

Dienstag, 27. Januar 2026

Tschad – N’Djamena Fidesdienst

Die Vision von Papst Johannes Paul II. von der „Kirche als Familie Gottes“ „war nicht nur ein theologisches Ideal, sondern ein echter pastoraler Fahrplan für einen Kontinent, der den Kolonialismus, Diktaturen und Spaltungen hinter sich gelassen hatte, aber von einem lebendigen Glauben und großer Hoffnung geprägt war“. So würdigte der Erzbischof von Kinshasa, Kardinal Fridolin Ambongo Besunguin, seiner Eröffnungsrede zur 13. Vollversammlung der Vereinigung der Bischofskonferenzen der Region Zentralafrika (Association des Conférences Épiscopales de la Region Afrique Centrale, ACERAC) das Nachsynodale Apostolische Schreiben „Ecclesia in Africa“ 30 Jahre nach dessen Erscheinen.

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Papst ernennt Nuntius für Republik Kongo

Der afrikanische Kurienpriester Relwendé Kisito Ouédraogo ist neuer Nuntius in der Republik Kongo. Der ausgebildete Liturgiewissenschaftler stammt aus Burkina Faso und wirkt seit 2010 in der Ersten Sektion des vatikanischen Staatssekretariats

Quelle
Zentralafrikanische Republik am meisten vergessene Krise der Welt – Vatican News

Papst Leo verlieh dem 54jährigen Afrikaner zugleich mit der Ernennung, die an diesem Mittwoch bekannt wurde, die Erzbischofswürde. Der neue Nuntius spricht laut Vatikanmitteilung Französisch, Englisch, Italienisch und Deutsch.

Die Republik Kongo, bekannt auch als Kongo-Brazzaville, hat mit Denis Sassou-Nguesso seit 1979 denselben Präsidenten. Die rund sechs Millionen Einwohner des Landes bekennen sich zum überwiegenden Teil zum Christentum.

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Krieg im Orient – Das Scheitern des Westens *UPDATE

Krieg im Orient – Das Scheitern des Westens

Der Nahe und Mittlere Osten ist seit Jahrzehnten ein Brennpunkt der Weltpolitik. Irak, Iran, Saudi-Arabien, Syrien, Libyen, Afghanistan: Die Länder sind ebenso unterschiedlich wie ihre jeweiligen Problemlagen, aber eines, sagt Ulrich Tilgner, haben die dortigen Krisen gemeinsam: Sie strahlen in den Westen ab. Migration und Terror heissen die Stichworte. Mehr noch: Der Westen trägt durch seine verfehlte Politik eine grosse Mitschuld an der Entstehung und Verbreitung von Terrororganisationen wie dem «Islamischen Staat» oder den permanenten (Bürger-)Kriegen in der Region. Am schlimmsten jedoch ist, so die These von Ulrich Tilgner, dass das Scheitern der westlichen Politik im Orient nichts anderes bezeichnet als einen Wendepunkt der globalen Entwicklung. Der Rückzug der USA aus der Region bedeutet einen weiteren Abschied von ihrer Rolle als weltweiter Ordnungsmacht – und dass auf Europa neue Probleme und Aufgaben zukommen.

Es dürfte wenige Journalisten geben, die ein Gebiet der Welt und seine Veränderungen so fundiert analysieren können wie Ulrich Tilgner, der seit vierzig Jahren die gesamte Region kennt. Sein schonungsloser Bericht ist zugleich eine augenöffnende Analyse eines der gefährlichsten Brandherde der Weltpolitik.

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