Begegnung mit den Künstlern – Ansprache von Benedikt XVI.
Begegnung mit den Künstlern – Ansprache von Benedikt XVI. – Sixtinische Kapelle, Samstag, 21. November 2009
Quelle
Vatikan: Kunstgenuss für Jugend aus Neapel
Begegnung mit den Künstlern – Ansprache von Benedikt XVI. – Sixtinische Kapelle, Samstag, 21. November 2009
Meine Herren Kardinäle,
ehrwürdige Mitbrüder im Bischofs- und Priesteramt,
verehrte Künstler,
sehr geehrte Damen und Herren!
Mit grosser Freude empfange ich euch an diesem festlichen Ort, der so reich an Kunst und Geschichte ist. Ich grüsse jeden von euch sehr herzlich und danke euch, dass ihr meiner Einladung gefolgt seid. Durch diese Begegnung möchte ich die Freundschaft der Kirche mit der Welt der Kunst ausdrücken und erneuern, eine Freundschaft, die durch die Zeiten hindurch immer enger geworden ist. Seit seinen Anfängen hat das Christentum den Wert der Kunst erkannt und klugen Gebrauch gemacht von den verschiedenen Ausdrucksformen der Kunst, um die unveränderliche Botschaft der Erlösung zu übermitteln. Diese Freundschaft muss fortwährend gefördert und genährt werden, so dass sie authentisch und fruchtbringend ist, angepasst an die verschiedenen historischen Epochen und aufmerksam gegenüber sozialen und kulturellen Verschiedenheiten.
Die Mission der Vatikanischen Museen
Die Kunst ist Evangelisierung
Die Kunst ist nicht nur ein glaubwürdiger Zeuge der Schönheit der Schöpfung, sondern auch ein Werkzeug der Evangelisierung. In der Kirche existiert sie vor allem, um zu evangelisieren: durch die Kunst – Musik, Architektur, Bildhauerkunst, Malerei – erklärt, interpretiert die Kirche die Offenbarung. Sehen wir uns die Sixtinische Kapelle an: was hat Michelangelo dort vollbracht? Ein Evangelisierungswerk. Dasselbe gilt für die mittelalterlichen Kathedralen : der Katechismus kam in den Skulpturen aus Stein zum Ausdruck; die Leute konnten nicht lesen, doch beim Betrachten der Skulpturen lernten sie. Die Kirche hat die Kunst schon immer dazu benutzt, das Wunder der Schöpfung Gottes und der Würde des nach seinem Ebenbild geschaffenen Menschen zu zeigen, wie auch die Macht des Todes und die Schönheit der Auferstehung Christi, die einer an der Sünde erkrankten Welt die Wiedergeburt bringt. Die Schönheit vereint uns und – wie schon der hl. Johannes Paul II., Dostojewski zitierend, sagte –: sie wird uns retten. Christus folgen ist nicht nur etwas Wahres, sondern auch etwas Schönes, fähig, das Leben mit Freude zu erfüllen, selbst in den Schwierigkeiten des Alltags. In diesem Sinn ist die Schönheit ein Weg, dem Herrn zu begegnen.
Türkei
Türkei: Bei der Hagia Sophia geht es um Nationalismus
Mittwoch, 22. Juli 2020
Türkei: Bei der Hagia Sophia geht es um Nationalismus
Am 10. Juli kündigte Präsident Erdogan in einer Rede an die Nation an, dass die ehemalige Basilika der Hagia Sophia, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, am 24. Juli 2020 wieder für muslimische Gottesdienste geöffnet werden soll. Er hob hervor, dass die Umwandlung des monumentalen Komplexes in eine Moschee „ein Hoheitsrecht“ der Türkei sei. Der türkische Staatsrat, der auf Erdogans Wunsch hin in dieser Frage entscheiden sollte, hob das Dekret des damaligen Präsidenten Mustafa Kemal (Atatürk) vom 24. November 1934 tatsächlich auf. Letzterer hatte die Hagia Sophia, die nach der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen (1453) zur Moschee geworden war, in ein Museum umgewandelt.
Das internationale päpstliche Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» sprach wieder mit Etienne Copeaux, der sich als Historiker mit der zeitgenössischen Türkei befasst, um mit ihm der Frage nachzugehen, was hinter der jüngsten Entscheidung steht. Der frühere Mitarbeiter des Französischen Instituts für Anatolische Studien (Institut Français d’Études Anatoliennes) in Istanbul und ehemalige Forscher am Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique) betreibt den Susam-Sosak-Blog, der ausschliesslich der Türkei gewidmet ist. Das Interview führte Christophe Lafontaine.
Weltweit Reaktionen auf erstes Freitagsgebet in der Hagia Sophia
Zahlreiche Politiker und Religionsvertreter meldeten sich nach der offiziellen Umwandlunsgzeremonie vom Freitag zu Wort
Quelle
Türkei: Hagia Sophia ist wieder eine Moschee
Weltweit Reaktionen auf erstes Freitagsgebet in der Hagia Sophia
Nach der Umwandlung der Istanbuler Hagia Sophia in eine Moschee hat es weltweit zahlreiche Reaktionen und erneut Kritik an der türkischen Regierung gegeben. Zahlreiche Politiker und Religionsvertreter meldeten sich nach der offiziellen Umwandlunsgzeremonie vom Freitag zu Wort.
Der Papst äusserte sich vor einer Woche zur Hagia Sophia im Kontext des Sonntags des Meeres, den die katholische Kirche immer am zweiten Sonntag des Juli begeht. „Und das Meer trägt meine Gedanken etwas weiter weg: Nach Istanbul: Ich denke an die Hagia Sophia und es schmerzt mich sehr“, sagte Franziskus.
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis erklärte in einer Videoansprache, die Türkei habe mit der Umwidmung der Hagia Sophia am Freitag universelle Werte verletzt. Die Massnahme sei keine Manifestation der Stärke, sondern ein Beweis der Schwäche. „Sie werden sicherlich nicht die Macht haben, die Ausstrahlung einer Weltkulturerbestätte zu überschatten”, so Mitsotakis. An diesem Tag sei die Hagia Sophia mehr denn je in den Herzen der griechisch-orthodoxen Christen. „Und so wird es immer bleiben”, betonte der Ministerpräsident.
Zur Mitte hin, die Christus ist
Nikola Saric, der die koptischen Märtyrer von 2015 dem Vergessen entriss, präsentiert seine religiösen Bilder in Eichstätt
Quelle
Syrien – Lage der Christen verschlechtert sich
Eroberung von Konstantinopel
Konstantin XI.
Roms letzter Kampf
Es sind Bilder, in denen sich Ereignisse unserem Gedächtnis einbrennen. Und es ist mutmasslich das Aquarell „Heilige Märtyrer von Libyen“ des serbisch-orthodoxen Künstlers Nikola Saric, das als Erinnerung an die Hinrichtung von 21 koptischen Christen durch Terroristen des „Islamischen Staates“ am 15. Februar 2015 an der libyschen Mittelmeerküste im kollektiven Gedächtnis bleiben wird. Sarics Bild ziert das Cover von Martin Mosebachs auf Zeitzeugen-Gesprächen beruhendem Reisebericht „Die 21“, und im Februar 2018 auch den Titel des „VATICAN Magazin“.
Die Eroberung von Konstantinopel 1453
Die intime Vertrautheit des Verfassers mit der byzantinischen und islamischen Welt machen aus dem Buch die klassische Darstellung vom Untergang der östlichen Kaisermetropole

“Die intime Vertrautheit des Verfassers mit der byzantinischen und islamischen Welt machen aus dem Buch die klassische Darstellung vom Untergang der östlichen Kaisermetropole. Man spürt aus jeder Seite die leidenschaftliche Diskussion der Vergangenheit und der modernen Forschung um die mit der Eroberung zusammenhängenden Fragen…
Was das Buch über den Rang einer vorzüglichen gelehrten Darstellung noch hinaushebt, ist die Form der Mitteilung, die durch ihren Stil wie durch die Art der Gruppierung der Ereignisse und der Charakterisierung der Personen die grosse Meisterschaft des echten Historiographen zeigt.”
Geschichte in Wissenschaft und Unterricht




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