Der Konzilstheologe
Gesammelte Schriften Band 7
Es ist ein unerschütterlicher Teil des Mythos um Joseph Ratzinger, dass er als junger Theologe liberal gewesen sei, durch die 68er Revolution erschüttert und dann nach Regensburg und zu den Konservativen gewechselt sei.
Jetzt liegt ein Buch in zwei Bänden vor, in dem man das – theologisch – überprüfen kann, wenn man sich seine Vorurteile denn infrage stellen lassen will. Joseph Ratzinger – Gesammelte Schriften Band 7. Hier geht es um das Konzil, die Vorbereitunsdokumente, Korrekturvorschläge, Redeentwürfe und Beiträge zu den Debatten, und es geht um die Konzilsrezeption durch den Theologen in den Jahren und Jahrzehnten danach.
Das Konzil hat den Umgang mit der Bibel verändert
Der Herzschlag eines Jahrhunderts
Das Konzil hat den Umgang mit der Bibel verändert – Fünfzig Jahre nach dem Zweiten Vatikanum leidet die Exegese noch unter Gleichgewichtsstörungen Von Klaus Berger
Texte des 2. Vatikanischen Konzils
Über die sozialen Kommunikationsmittel, Segen oder Fluch
Rom, 23. November 2012, zenit.org
Papst Benedikt XVI. hat anlässlich des Jahrs des Glaubens und des 50-jährigen Jubiläums der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils dazu aufgerufen, die Konzilstexte nochmals aufmerksam zu lesen. Wir dokumentieren als Beitrag zu diesem Wunsch des Heiligen Vaters jeweils thematisch ausgesuchte Texte in der offiziellen deutschen Version des Heiligen Stuhls.
Über die sozialen Kommunikationsmittel und die besondere Verantwortung der Medienschaffenden:
“Unter den erstaunlichen Erfindungen der Technik, welche die menschliche Geisteskraft gerade in unserer Zeit mit Gottes Hilfe aus der Schöpfung entwickelt hat, richtet sich die besondere Aufmerksamkeit der Kirche auf jene, die sich unmittelbar an den Menschen selbst wenden und neue Wege erschlossen haben, um Nachrichten jeder Art, Gedanken und Weisungen leicht mitzuteilen.
Lebensatem der Liturgie nicht im Abluftkanal des Zeitgeistes suchen
“Wir erwarten spannende Diskussionen über die Frage der Authentizität der Liturgiereform”
Dies sagt Pfarrer Guido Rodheudt im kath.net-Interview über die bevorstehende 15. Kölner Liturgische Tagung. Von Petra Lorleberg
Köln, kath.net/pl, 14. November 2012
“Es gibt offenbar einen nicht länger zu marginalisierenden Bedarf an Information über die grossen liturgischen Traditionen der Kirche.” Dies sagte Dr. Guido Rodheudt, Pfarrer an St. Gertrud-Herzogenrath und Mitveranstalter der 15. Kölner Liturgischen Tagung im kath.net-Interview.
Eröffnung Glaubensjahr – Konzilsjubiläum
Homilie Bischof Vitus Huonder, Kathedrale, Chur, 11. November 2012

Brüder und Schwestern im Herrn,
der Hebräerbrief erinnert uns im eben gehörten Abschnitt ans Ende der Zeiten. Er meint damit das Kommen Christi in diese Welt, seine Geburt, sein Leben unter uns, ganz besonders aber sein erlösendes Leiden und Sterben:
“Jetzt aber ist er am Ende der Zeiten ein einziges Mal erschienen, um durch sein Opfer die Sünde zu tilgen” (Hebr 9,26). Das Ende der Zeiten ist demnach die Zeit der Menschwerdung Christi, die Zeit, da sich die Verheissungen des Alten Bundes in der Geburt Christi erfüllen.
Zweites Vatikanum: “Die Kirche ist der springende Punkt”
Fünfzig Jahre Zweites Vatikanisches Konzil
– diese Feiern könnten den Blick aufs Konzil verändern und der Rezeption des Grossereignisses neuen Schwung geben. Darauf hofft der italienische Erzbischof Agostino Marchetto, früherer Sekretär des Päpstlichen Migrantenrats und einer der bekannteren italienischen Konzilshistoriker. Aus seiner Sicht hat Papst Benedikt mit dem Mantra recht, dass man endlich mal die Konzilstexte genauer studieren muss, um das Konzil ins Heute zu übersetzen.
“Natürlich – denn ein Kompass funktioniert doch nur, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind! Und in unserem Fall lautet die Bedingung, dass man endlich eine wahrheitsgemässe Geschichte des Konzils schreiben sollte.
Gedanken zu einem Konzilskommentar
“Diesen Leuten dürfen wir die Kirche nicht überlassen”
Katholische Wochenzeitung 43/2012, 26. Oktober 2012, von Martin Meier-Schnüriger
50 Jahre nach Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils ist dieses epochale Ereignis nicht nur kirchlichen, sondern auch weltlichen Medien mehr als nur eine Schlagzeile wert.
Liest man sich durch die endlosen Kommentare, die derzeit von berufener und weniger berufener Hand verfasst werden, so gewinnt man den Eindruck, “das Konzil”, wie es gemeinhin genannt wird (als ob es davor nicht schon 20 andere Konzilien gegeben hätte!), habe die katholische Kirche von Grund auf verändern wollen, aber böse rückwärtsgewandte Kräfte hätten sich bis heute erfolgreich gegen diesen Total-Umbau gewehrt, und so sei die Kirche nach wie vor jenes Bollwerk des Hinterwäldlertums, als das sie in der veröffentlichten Meinung gerne dargestellt wird.


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