Kardinal Koch will Theologie statt Mission
Über das Zueinander von Juden und Christen
Über das Zueinander von Juden und Christen hat sich der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Kardinal Kurt Koch, im Interview mit dem Nahost-Korrespondenten von “Kirche in Not” aus Jerusalem, Oliver Maksan, geäussert. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung.
Weil das Neue Testament “ganz und gar auf Grundlage des Alten Testaments” entstanden sei, bedeute der christliche Glaube an das Heil im Neuen Bund Jesu Christi nicht etwas, das den Juden “völlig fremd” sei. Das dürfe aber nicht zu einer “Mission der Juden” führen, wie das bei bestimmten evangelischen Freikirchen zu beobachten sei, so Koch. Vielmehr sieht Koch die Theologie herausgefordert, “die ewige Gültigkeit des Alten Bundes mit dem Neuen Bund in Jesus Christus in Einklang zu bringen”.
Kardinal Koch im Interview
Beziehungen noch nie so gut wie unter Benedikt XVI.
Quelle: Kirche in Not
Der jüdisch-christliche Dialog 65 Jahre nach der Staatsgründung Israels
Rom, 7. Mai 2013, zenit.org
Am 14. Mai 1948 endete die britische Besatzung Palästinas, und der Staat Israel wurde ausgerufen. Zum 65. Jubiläum der Staatsgründung hat das weltweite katholische Hilfswerk “Kirche in Not” mit dem Präsidenten des Päpstlichen Einheitsrates, Kurt Kardinal Koch, über den aktuellen Stand des vatikanischen Dialogs mit dem Judentum gesprochen.
“Zurück zur Quelle, um einander zu finden”
Kardinal Koch
Evangelisch-Lutherische Christusgemeinde Rom
Knabenkantorei Basel
“Die Ökumene kann nur in die Breite wachsen, wenn sie in der Tiefe verwurzelt ist”.
Dies betonte Kardinal Kurt Koch am Freitagabend in der evangelischen Gemeinde in Rom. Der vatikanische Ökumenebeauftragte feierte dort zusammen mit dem evangelischen Pfarrer Jens-Martin Kruse einen ökumenischen Gottesdienst. In seiner Predigt betonte Koch die Gemeinschaft von Katholiken und Protestanten. Er beschrieb den Zustand der Ökumene mit einer Begebenheit aus dem Leben Franz von Assisis: Als dieser sich mit der Heiligen Klara treffen wollte, standen beide an einem Bach – allerdings an verschiedenen Ufern.
Keine einfachen, global gültigen Lösungen
Kardinal Koch: Engagement und pfingstliches Feuer nicht ohne Institution
Neue religiöse Bewegungen: Herausforderung für die katholische Kirche
Rom, 19. April 2013, zenit.org, Jan Bentz
Konkrete Antworten auf konkrete Probleme mit den örtlichen Bischofskonferenzen erarbeiten: Dies ist nach dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch, die Richtschnur für die Reaktion der katholischen Kirche auf die Herausforderungen der neuen pfingstlichen Bewegungen innerhalb und ausserhalb der Kirche. Wie dieser Kongress deutlich gemacht habe, zeigten sich auf den einzelnen Kontinenten völlig verschiedene und komplexe Probleme, und es könne deshalb auch keine global gültigen und einheitlichen Lösungen geben.
Benedikt XVI. und Franziskus “volle Kontinuität”
Kardinal Koch weist Behauptungen von Nikolaus Schneider zurück
Präsident des Päpstlichen Ökumene-Rates sieht im Gegensatz zu Schneider zwischen Benedikt XVI. und Franziskus “volle Kontinuität”.
Vatikanstadt, kath.net/KAP/red, 18. April 2013
Der römische Kurienkardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Ökumene-Rates, hat Behauptungen des Ratspräsidenten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, zurückgewiesen. Schneider habe bei der an den Besuch bei Papst Franziskus angeschlossenen Pressekonferenz den Eindruck vermittelt, als gebe es mit dem neuen Papst eine neue Ära in der Ökumene, im Sinne von “Diskontinuität” gegenüber früher.
Vatikan
“Neue religiöse Bewegungen sind Herausforderung für Kirche”
Das Christentum zu Beginn des 21. Jahrhunderts geht in Richtung Pentekostalismus. Das betonte der vatikanische Ökumene-Verantwortliche, Kardinal Kurt Koch, im Radio Vatikan-Interview am Dienstag. Bis Donnerstag findet in Rom unter seiner Schirmherrschaft ein Kongress zu dem Thema statt, das von dem Ressort “Weltkirche” der Deutschen Bischofskonferenz mitorganisiert wird. Unter den eingeladenen Gästen ist auch der spanische Religionssoziologe José Casanova. Er erhielt 2010 von der Universität Innsbruck den Ehrendoktor in Theologie. Im Gespräch mit Radio Vatikan sagt er, dass es für die katholische Kirche die grösste Herausforderung sei, neue Formen des Kircheseins zu verstehen.
Kardinal Koch
“Luthertum ist eine Weltgrösse”
Der Papst hat noch keine Antwort auf die Einladung des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider zur Teilnahme am Reformationsgedenken 2017 in Deutschland gegeben. Das erklärte der vatikanische Ökumene-Beauftragte, Kardinal Kurt Koch, im Gespräch mit Radio Vatikan. Schneider traf den Papst am Montagmittag im Vatikan.
“Der Ratsvorsitzende hat kurz darüber gesprochen, es wäre ja schön, wenn der Papst auch kommen würde. Aber es ist völlig klar, dass der Papst noch keine Antwort gibt, weil Deutschland ein Land und das Luthertum hingegen eine weltweite Grösse ist.“



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