Papst setzt auf Beziehungsebene
Kardinal Koch: Papst setzt auf Beziehungsebene
QuellePapst Franziskus verfolgt in der Ökumene nach Einschätzung von Kurienkardinal Kurt Koch durch die verstärkte Beziehungsebene einen anderen Ansatz als sein Vorgänger. Franziskus setze einen deutlichen Akzent auf das gemeinsame Gebet, gemeinsame Aktionen und Begegnungen, sagte der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen am Montag in einem Interview mit dem Internetportal katholisch.de in Bonn. Dahinter stecke auch die “realistische Einschätzung, dass wir in der Ökumene nicht allein mit dem theologischen Dialog weiterkommen können”. Freundschaftliche Beziehungen seien die Voraussetzung dafür, die schwierigen theologischen Fragen überhaupt angehen zu können. Dem Papst gehe es um eine missionarische Kirche, die das Evangelium in die Welt hinaus trägt, fügte Koch hinzu. “Und der Papst möchte, dass wir alles, was man gemeinsam tun kann, auch bereits gemeinsam tun.”
“Franziskus liegt Taizé sehr am Herzen”
Ökumene-Kardinal: “Franziskus liegt Taizé sehr am Herzen”
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Zum 10. Todestag des Taizé-Gründers Frère Roger hat Papst Franziskus “seinen” Ökumene-Verantwortlichen in die französische Ortschaft geschickt. Der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch kannte den verstorbenen Gründer der Gemeinschaft von Taizé persönlich gut, wie er im Gespräch mit Radio Vatikan in Taizé sagte:
“Meine erste Begegnung mit Frère Roger war während der Seminarzeit, als ich im Priesterseminar in Luzern war. Da hatte der damalige Regens die gute Idee gehabt, eine Woche in Taizé zu verbringen. Als ich später Bischof von Basel war, habe ich immer die Exerzitien der Bistumsleitung dort gemacht. Das war jeweils eine Woche im Advent und da kam ich einmal nach Taizé und habe da Frère Roger besser kennengelernt. Das war sehr schön, weil er sich freute, einen Bischof empfangen zu dürfen. Man hat seine tiefe Spiritualität gespürt.”
Weltgebetstag zur Bewahrung der Schöpfung
Weltgebetstag zur Bewahrung der Schöpfung: Der Papstbrief
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Papst greift orthodoxe Idee auf: Gebetstag für die Schöpfung
Brief von Papst Franziskus zur Einrichtung des Weltgebetstages zur Bewahrung der Schöpfung
An die verehrten Brüder
Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson, Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden
Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen
Mit dem geliebten Bruder, dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios die Sorge um die Zukunft der Schöpfung (Laudato Si’, 7-9) teilend und den Vorschlag seines Vertreters, des Metropoliten Johannes von Pergamon [Zizoulas] aufgreifend, den dieser bei der Vorstellung der Enzyklika Laudato Si’ über die Sorge um das gemeinsame Haus gemacht hat, möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich entschieden habe, auch in der Katholischen Kirche den “Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung” einzuführen, der beginnend mit diesem Jahr, immer am 1. September gefeiert werden soll, wie es in der orthodoxen Kirche schon lange geschieht.
Kardinal Kurt Koch erhält COMMUNIO-Preis
Kardinal Kurt Koch erhält COMMUNIO-Preis für Dialog, Verständigung und Versöhnung 2016
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Katholische Akademie Schwerte
Würdigung für seinen ökumenischen Dienst an der Einheit der Christen und den Einsatz für Verständnis und Versöhnung zwischen Juden und Christen
Schwerte, 8.8.2015
Der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch, erhält den COMMUNIO-Preis 2016 für Dialog, Verständigung und Versöhnung der Katholischen Akademie Schwerte. Mit diesem Preis wird er für sein herausragendes Engagement zur Verständigung zwischen den Kirchen und religiösen Gemeinschaften geehrt, für seinen unermüdlichen Einsatz zur Überwindung konfessioneller Spaltungen und abgebrochener Dialoge wie für die Darstellung der Verantwortung von Religion in der Gesellschaft.
Schweizergarde und Kardinal Koch in St. Maurice
Kurienkardinal Kurt Koch wird den Papst bei den Abschlussfeiern des Gründungsjubiläums von St. Maurice in der Schweiz vertreten

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Kardinal Kurt Koch (144 Beiträge)
St. Maurice: Weitere Beiträge
Schweizergarde (75)
Kurienkardinal Kurt Koch wird den Papst bei den Abschlussfeiern des Gründungsjubiläums von St. Maurice in der Schweiz vertreten. Das teilte der Vatikan am Samstag mit.
Die älteste Abtei der Westkirche feiert ihr 1.500-jähriges Bestehen. Die Feiern finden am 22. September im Kanton Wallis statt. Auch die Schweizergarde feiert mit: ihre diesjährige Pilgerreise verbringen die Leibwächter des Papstes in ihrer Heimat und werden im Sommer gestaffelt nach St. Maurice reisen. Alle zwei Jahre führt die Schweizergarde traditionsgemäss eine grosse Wallfahrt aus.
Die ‘Mondtheologie’ Joseph Ratzingers
“Seine Theologie will ein Dienst sein, die christliche Offenbarung dem Menschen heute verständlich zu machen”
Kadinal Kurt Koch ist Nachfolger von Kardinal Walter Kasper auf dem Posten des Ökumeneverantwortlichen des Vatikan, wie Kasper ist er gelernter Theologieprofessor und Dogmatiker und hat, bevor er nach Rom kam, ein Bistum geleitet. “Seine Theologie will ein Dienst sein, die christliche Offenbarung dem Menschen heute verständlich zu machen,” so charakterisiert er die Theologie Joseph Ratzingers. “Ich würde grundsätzlich sagen, dass der Heilige Vater mit seiner Theologie nicht originell sein will. Das ist die Grundversuchung der Theologie heute, jeder will möglichst originell sein, und dann haben wir eine Menge Genitiv-Theologien. Der Heilige Vater orientiert sich an der wahren Originalität der Theologie, nämlich am Glauben der Kirche, und er will im Grund mitglauben mit der Glaubensgemeinschaft der Kirche.”
Zeit zur Wahrheitssuche
Zeit zur Wahrheitssuche: Hintergrund: Zwei weitere Vorschläge von Kardinal Kasper
Die Synode, das theologische Durcheinander in Europa und die Aufgabe, die Lehre der Kirche über Ehe und Familie wieder zu entdecken.
Von Vincent Twomey SVD
Die Tagespost, 15. Mai 2015
Kein Spaziergang, aber alle Mühe Wert: Der Spassgesellschaft den tieferen Sinn der sakramentalen Ehe zu verkünden ist ureigener Auftrag der Kirche.
Die Bischofssynode über Familienfragen war von Papst Franziskus von Anfang an als anhaltender Prozess gedacht. Die intensive Debatte über kontroverse Vorschläge hat einige ausgezeichnete theologische Ausführungen hervorgebracht. Der andauernde Prozess der Synode hat der Theologie in der Tat neuen Auftrieb verliehen. Neben der Ehe werden in zahlreichen Bereichen neue und kreative Wege erforscht: die Sakramente der Beichte und der Eucharistie, das Kirchenrecht oder die Geschichte der kirchlichen Praxis. Die Theologie diskutiert mit neuer Intensität grundlegende Themen wie die Beziehung zwischen Lehre und pastoraler Praxis oder das Wesen der Autorität in der Kirche, einschliesslich der Bedeutung der kirchlichen Tradition, der Kontextualisierung und der Vorstellung von einer Entwicklung der Lehre. Äusserungen einiger deutschsprachiger Bischöfe lassen darauf schliessen, dass ihnen eigene pastorale Wege wünschenswert erscheinen.





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