Katholische Stimmen

Ein Gott- und Menchensucher zugleich

Am 27. Januar 2021 ist Professor Ulrich Winkler gestorben. Ein Nachruf.

Quelle
Komparative Theologie

Von Pater Nikodemus C. Schnabel OSB, 1. Februar 2021

Ulrich Winkler war eine Ausnahmeerscheinung: ein Gelehrter und wahrhafter Gott- und Menschensucher zugleich. Selten habe ich einen Menschen mit so viel Leidenschaft und fast unerschöpflicher Energie erlebt, wenn es darum ging, sich in eine Sache einzuarbeiten, die er für essentiell erachtete – und selten habe ich einen Menschen erlebt, der sich so viele Gedanken gemacht hat, was seine Gottesbeziehung und die Beziehung zu seinen Mitmenschen betrifft. Ich kannte Ulrich ausschliesslich als einen unermüdlich Ringenden und Nachdenkenden, dem nichts und vor allem niemand egal war. Er schien mir wie ein Mensch, der ohne schützenden Panzer durchs Leben ging: Dadurch war es leider leicht, ihn zu verletzen, aber dadurch war er aber auch hochsensibel für Spannungen und Fragen, die im Raum lagen. Seien es seine Vorlesungen oder Vorträge, seine Publikationen oder Notizen oder seien es die Begegnungen und Gespräche mit ihm: Alles war immer intensiv und mit viel Herzblut, niemals einfach nur lieblos erledigt. Mit ihm zu tun zu haben, bedeutete echte Begegnung.

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Was ER euch sagt, das tut!

“Was ER euch sagt, das tut!”: Kritische Beleuchtung des Synodalen Weges Taschenbuch – 23. Juli 2021

Was er euch sagt, das tut!

“Mehr Barmherzigkeit und weniger Dogma” – reicht das als Devise, um über kirchliche Sexualmoral, Pluralismus auf allen Ebenen, eucharistische Gastfreundschaft für getrennte Konfessionen, den Zugang beider Geschlechter zu allen kirchlichen Ämtern, die Entsakralisierung des Priesters und der Liturgie, die Demokratisierung aller Entscheidungsprozesse … zu debattieren?

Führt der Synodale Weg statt zu einer Erneuerung von Glaube und Kirche vielleicht doch nur zu einer Anpassung an den Zeitgeist?
Was sind Alternativen zu den medienwirksam präsentierten Forderungen?

Den Autorinnen und Autoren dieses Bandes, der nicht nur für Theologinnen und Theologen gedacht ist, geht es um eine argumentative Auseinandersetzung mit diesen Fragen, die für die Zukunft der Kirche in Deutschland von entscheidender Bedeutung sein werden: Bleibt sie in der universalen Kirche oder verfolgt sie weiter einen Sonderweg? Erneuerung kommt nur aus der Rückbindung aller Lebensvollzüge und Institutionen der Kirche an Christus:

“Was ER euch sagt, das tut!” (Joh 2,5)

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Einfach traurig: Deutsche Kritik an Benedikt

‘Verschwiegen wird zudem, wie energisch Kardinal Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation bereits zur Aufdeckung des Missbrauchsskandals beitragen hat’

Quelle
Das Geheimnis der Beziehung zwischen Christus und der Kirche

Von Thorsten Paprotny, 22. Januar 2021

Neuerdings werden die Päpste Franziskus und Johannes Paul II. zu den charismatischen Persönlichkeiten gezählt. Ist das wirklich das verbindende Merkmal? Jeder hat seine Gaben und Talente. Die Betonungen gelten aber menschlichen Wahrnehmungsweisen. Mit einer kritischen Würdigung möchte der Theologe Mathias Peter erneut den Blick auf Benedikt XVI. richten. Ihm sei es zu verdanken, dass der Papst nicht mehr “überlebensgross” wirke. Nicht besonders nett mutet es an, wenn von Benedikts “freundlich-unbeholfener Art vor allem zu Beginn seines Pontifikates bei den öffentlichen Anlässen” gesprochen wird. Was bedeutet “unbeholfen”? Benedikt war weder tollpatschig noch ungeschickt oder hilflos. Er habe, so Peter, das Papstamt irgendwie “menschlicher” gemacht.

In dem Beitrag wird bemerkt, dass es in Benedikts Pontifikat “mehr als nur Pannen” gegeben habe: “In der Rückschau auf Benedikt wird viel von den Pannen während seines Pontifikats gesprochen. Natürlich gab es Fehler und Versäumnisse, man denke nur an den Umgang mit den Pius-Brüdern und dem Holocaust-Leugner Williamson oder die unzureichende Aufarbeitung der schrecklichen Missbrauchsfälle weltweit.”

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Armin Laschet neuer CDU-Parteichef

Analyse: Ein Katholik und Kanzlerkandidat? Armin Laschet neuer CDU-Parteichef

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Armin Laschet

Von AC Wimmer

Bonn, 18. Januar 2021 (CNA Deutsch)

In der knapp 800 Jahre alten Kirche St. Michael in Aachen-Burtscheid wird an diesem Sonntag, dem 24. Januar, um 19 Uhr die heilige Messe gefeiert. Hier wurde der junge Armin getauft, hat er als Ministrant mit seiner Familie den Gottesdienst besucht, sich in der Jugendarbeit engagiert. Hier hat er auch 1985 seine Frau Susanne geheiratet – die er aus dem Kirchenchor kannte. Das Paar hat heute drei erwachsene Kinder.

Mit dem 59 Jahre alten Armin Laschet hat die Christlich Demokratische Union (CDU) nun einen Parteivorsitzenden, der sich selbst als “rheinisch-katholisch” identifiziert – und der sich für ein “christliches Menschenbild” als Markenkern seiner Partei ausgesprochen hat.

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Hümmlinger Pilgerweg

Der Weg nach Rom

Belloc hat der Nachwelt ein gewaltiges Werk hinterlassen, wovon über 150 Bände zeugen

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‘Das Banner der Wirklichkeit’
Der einsame Wanderer

Von Hans Jakob Bürger, 5. Januar 2021

Hilaire Belloc, der 1870 in La Celle-Saint-Cloud bei Paris geboren wurde, kam als Achtjähriger mit seinen Eltern nach England, wo er die Schule der Oratorianer in Birmingham besuchte. Um Journalist zu werden, ging er nach London. Danach leistete er seinen Militärdienst und studierte Geschichte in Oxford.

Wir sehen Belloc im Jahr 1906 als Abgeordneten ins Parlament einziehen, dem er jedoch nach vier Jahren wieder den Rücken kehrt. Von nun an widmet er sich seinen Studien und der Schriftstellerei.

Belloc hat der Nachwelt ein gewaltiges Werk hinterlassen, wovon über 150 Bände zeugen. In seinen Reisebeschreibungen, aber auch in seinen Romanen, zeigt er sich als feinfühliger Betrachter von Menschen und Dingen wie Landschaften, oft untermalt mit Witz und Humor.

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Der Weg nach Rom: Eine Pilgerreise durch Europa

Ausgehend von einem Gelübde, das er in seiner Heimatkirche abgelegt hat, beschreibt Belloc seine abenteuerliche Pilgerreise, die ihn auf Schusters Rappen von Toul durch das Tal der Mosel, über Epinal, Belfort, die Schweiz, über die Alpen und durch Oberitalien auf dem kürzesten Weg nach Rom brachte

Gegen Mächte und Gewalten
Die grossen Häresien

Ausgehend von einem Gelübde, das er in seiner Heimatkirche abgelegt hat, beschreibt Belloc seine abenteuerliche Pilgerreise, die ihn auf Schusters Rappen von Toul durch das Tal der Mosel, über Epinal, Belfort, die Schweiz, über die Alpen und durch Oberitalien auf dem kürzesten Weg nach Rom brachte. Wer nun erwartet, in diesem Buch die üblichen Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten zu finden, hat sich getäuscht. Belloc geht es nämlich vor allem darum, seinen Lesern sein Bild von Europa nahezubringen, aber er versteht es dabei, sie mit Geist und Witz zu unterhalten. Darum schildert er die kleinen Zufälle, die ihm auf seiner Wanderschaft zustiessen, skurrile Begebenheiten am Rande des Weges, seine Begegnungen mit seltsamen Menschen in einer fremden Landschaft, und wo es ihm gefällt, hält er an, um ein Bild zu zeichnen, erzählt Geschichten, Anekdoten und Schnurren, deklamiert Gedichte oder singt ein Lied, kurz, er tut alles, damit seinen Begleitern der Weg nicht allzu lang und beschwerlich werde.

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