Unser Sonntag: Worte des Abschieds – Worte für heute
Die Abschiedsreden Jesu führen ins Zentrum des christlichen Lebens, so Gabriele Rohardt-Bellè: Liebe, die konkret wird, und die Verheißung des Heiligen Geistes als bleibender Beistand. Eine Auslegung über Vertrauen, geistliche Wachsamkeit und die Gewissheit: „Ich lasse euch nicht als Waisen zurück.“
Gabriele Rohardt-Bellè – Verona
Joh. 14,15-21
Liebe Hörerinnen und Hörer,
wie schon am letzten Sonntag erwähnt, führt uns auch das heutige Evangelium mitten hinein in die Abschiedsreden Jesu. Es sind Worte, die er kurz vor seinem Leiden an seine Jünger richtet – Worte voller Tiefe, Trost und Verheißung. Und gerade deshalb sind sie auch Worte für uns heute – besonders in Momenten von Unsicherheit oder innerer Suche.
„Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“
Mit diesem Satz beginnt das heutige Evangelium. Jesus spricht von der Liebe – nicht als Gefühl allein, sondern als Haltung, die sich im Leben zeigt. Liebe zu Christus ist nicht etwas Abstraktes, sondern eine lebendige Beziehung, die sich im Alltag konkretisiert: in unserem Handeln, in unseren Entscheidungen, in unserem Umgang miteinander, in der Geduld z.B. mit schwierigen Menschen, in der Bereitschaft zu vergeben, im Mut zur Wahrheit, in der Treue zu dem, was wir als gut erkannt haben.
Hast du einen falschen Glauben an Gott?
Wir nehmen Gott nicht mehr ernst!
„Wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen“ UPDATE
Predigt von Pfarrer Roland Graf am heutigen Eidgenössischen Dank-, Buss– und Bettag in Unteriberg SZ
Predigt von Pfarrer Roland Graf am heutigen Eidgenössischen Dank-, Buss– und Bettag in Unteriberg SZ.
Während des Jodelgesangs sowie der feierlichen Alphorn- und Orgelklängen kam mir der Gedanke, dass diese zum Inhalt dieser Predigt nicht passen. Doch Jodelgesang, Alphorn- und Orgelklänge zur Ehre Gottes sind immer angebracht. An diesem Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag kommt etwas viel zusammen. Wie ich einleitend angedeutet habe, hat die Studie über Missbrauchstaten in der Katholischen Kirche in der Schweiz hohe Wellen geworfen: 1002 Fälle über 73 Jahre hinweg. Als wir von den Kommunikationsverantwortlichen im Voraus ohne Kenntnis des Inhalts der Studie vorgewarnt wurden, fragte ich mich: Wäre das nicht ein Anlass für einen Hirtenbrief der Bischofskonferenz zum Bettag? Konfrontiert mit dem Inhalt der Studie wurde sofort klar − das wäre völlig unglaubwürdig daher gekommen. Dazu passt ein Zitat des heiligen Papstes Gregor des Grossen (540–604, Papst von 590–604): „Besser ist, es gibt einen Skandal, als dass die Wahrheit zu kurz kommt“. Die unbequeme Wahrheit ist tatsächlich lange zu kurz gekommen.
Firmung «Be-Geistert» – Katholische Pfarrei Davos
Eine grosse Festgemeinde feierte in Davos ein Firm-Fest, das im wahrsten Sinne des Wortes «Be-Geisterung» auslöste
Eine grosse Festgemeinde feierte in Davos ein Firm-Fest, das im wahrsten Sinne des Wortes «Be-Geisterung» auslöste.
Am Sonntag, 29. Juni 2025, war es endlich soweit. Nach einer intensiven und bereichernden Vorbereitungszeit konnten zahlreiche Jugendliche der katholischen Pfarrei Davos «JA» sagen, zu einem Lebensweg mit Gott und in der weltweiten Gemeinschaft der Kirche. Firmspender Generalvikar Peter Camenzind, vom Bischöflichen Ordinariat Chur, verstand es ausgezeichnet, die Firmlinge und die versammelte Festgemeinde in seiner Predigt zu begeistern. Durch Handauflegung, Gebet und der Salbung mit Chrisam-Öl, wurde jedem Firmling, der sich mit seinem Paten einzeln vor dem Altar platzierte, das Sakrament des Heiligen Geistes gespendet, was die Gemeinde mit spontanem Applaus für die Neugefirmten quittierte.
Sonntagslesung – Der Heilige Geist ist Tröster und Mutmacher
Origenes erklärte, dass der heilige Geist „den Menschen mit seinem Trost beisteht, indem er ihnen die geistliche Erkenntnis erschließt und offenbart.“
14.06.2025
Justina Metzdorf
„Meine Freude war es, bei den Menschen zu sein“ (Spr 8, 31). Das gibt die Weisheit Gottes über sich selbst preis, lange Zeit bevor der Apostel Paulus verkündete, dass Christus diese Weisheit ist (vgl. 1 Kor 1, 24), und Origenes Anfang des 3. Jahrhunderts in seiner Dogmatik den theologischen Beweis für die Identität des präexistenten Christus und der alttestamentlichen Weisheit führte: „Beides ist dasselbe: der Erstgeborene ist seinem Wesen nach nichts anderes als die Weisheit“ (princ. 1, 2, 1).
In der Folgezeit scheint diese Einsicht wieder in Vergessenheit geraten oder verdrängt worden zu sein, sodass der protestantische Exeget Hans Windisch Anfang des 20. Jahrhunderts erneut den Nachweis antritt, dass „der Logos ein Doppelgänger der Weisheit“ sei und die Christologie des Apostels Paulus ganz in der alttestamentlichen und frühjüdischen Weisheitstradition stehe.

Quelle


Quelle
Quelle

Neueste Kommentare