Unser Sonntag: Worte des Abschieds – Worte für heute
Die Abschiedsreden Jesu führen ins Zentrum des christlichen Lebens, so Gabriele Rohardt-Bellè: Liebe, die konkret wird, und die Verheißung des Heiligen Geistes als bleibender Beistand. Eine Auslegung über Vertrauen, geistliche Wachsamkeit und die Gewissheit: “Ich lasse euch nicht als Waisen zurück.”
Gabriele Rohardt-Bellè – Verona
Joh. 14,15-21
Liebe Hörerinnen und Hörer,
wie schon am letzten Sonntag erwähnt, führt uns auch das heutige Evangelium mitten hinein in die Abschiedsreden Jesu. Es sind Worte, die er kurz vor seinem Leiden an seine Jünger richtet – Worte voller Tiefe, Trost und Verheißung. Und gerade deshalb sind sie auch Worte für uns heute – besonders in Momenten von Unsicherheit oder innerer Suche.
“Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.”
Mit diesem Satz beginnt das heutige Evangelium. Jesus spricht von der Liebe – nicht als Gefühl allein, sondern als Haltung, die sich im Leben zeigt. Liebe zu Christus ist nicht etwas Abstraktes, sondern eine lebendige Beziehung, die sich im Alltag konkretisiert: in unserem Handeln, in unseren Entscheidungen, in unserem Umgang miteinander, in der Geduld z.B. mit schwierigen Menschen, in der Bereitschaft zu vergeben, im Mut zur Wahrheit, in der Treue zu dem, was wir als gut erkannt haben.

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