Pax Christi: Mit den Taliban reden
Die internationale katholische Friedensbewegung Pax Christi fordert zu Verhandlungen mit den Taliban auf, um Menschenrechte in Afghanistan möglichst zu schützen

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Arzt in Kabul: “Helft uns, aus Afghanistan zu flüchten!”
USA/Afghanistan: “Wir können nur beten”
Gefragt seien jetzt “diplomatische Bemühungen, um den Taliban auf allen Niveaus Verpflichtungen abzuringen”, so Pax Christi in einer Erklärung an diesem Mittwoch. Ausserdem brauche es in den westlichen Ländern “ein vertieftes Nachdenken”, wie es zum Scheitern in Afghanistan kommen konnte und wie sich “ein gerechter Friede effizient aufbauen liesse“.
USA/Afghanistan: “Ortskräfte schnell evakuieren”
Die US-Bischöfe haben die Regierung von Präsident Joe Biden zu einer möglichst schnellen Evakuierung der bisherigen Ortskräfte aufgefordert. In einer Erklärung auf ihrer Homepage sprechen sie von einer “monumentalen Aufgabe”, die an einem “seidenen Faden” hänge

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Afghanistan: Ordensleute hoffen auf Evakuierung
“Wir wissen, dass Zeit jetzt der entscheidende Faktor ist, um unseren Brüdern und Schwestern in Not zu helfen”, so die Erklärung. Sie ist von den zwei Bischöfen unterzeichnet, die innerhalb der Bischofskonferenz für die Themen Migration respektive Gerechtigkeit und Frieden zuständig sind. “Wir rufen unsere Regierung dazu auf, mit grösster Eile zu handeln und alles nur Erdenkliche zu tun, um Menschenleben zu retten.”
Die Bischöfe schliessen sich auch ausdrücklich einem Appell an, den der Papst am Sonntag nur Stunden vor dem Einmarsch der Taliban in Kabul von Rom aus lanciert hatte. Franziskus hatte zum Gebet für Frieden in Afghanistan aufgerufen, aber auch eine Rückkehr zu Verhandlungen gefordert.
Afghanistan: Sant’Egidio fordert humanitäre Korridore
Angesichts der angespannten Lage in Afghanistan nach der Machtübernahme durch die Taliban warnt die Gemeinschaft Sant’Egidio vor einer “humanitären Katastrophe”
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Taliban drohen: Islamisches Recht wird in der ganzen Welt Einzug halten
Alice Schwarzer zu Afghanistan: “Jetzt nur Frauen als Flüchtlinge in Deutschland aufnehmen!”
Afghanistan: Zwischen Hoffnung und Angst
Angesichts der angespannten Lage in Afghanistan nach der Machtübernahme durch die Taliban warnt die Gemeinschaft Sant’Egidio vor einer “humanitären Katastrophe”. Es gelte, seitens der internationalen Gemeinschaft rasch zu handeln und “humanitäre Korridore” einzurichten, hiess es in einer Presseaussendung der katholischen Friedensorganisation am Montag in Berlin.
Sorge um Christen in Afghanistan
Nach Sieg der Taliban wächst die Sorge um Christen in Afghanistan
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Caritas Italien – Schwerwiegende humanitäre Krise
Papst dringt auf Waffenruhe und Verhandlungen in Afghanistan
Mehr verfolgte und getötete Christen
Italienische Caritas rechnet mit wachsender Zahl von Flüchtlingen nach Pakistan und Europa
Von Hannah Brockhaus
Kabul, 16. August 2021 (CNA Deutsch)
Ein in Afghanistan tätiges katholisches Hilfswerk hat gewarnt, dass die Sicherheit der Christen in dem Land in Gefahr ist, auch und gerade nachdem der Krieg dort für beendet erklärt worden ist. Wie andere Hilfsorganisationen steht die italienische Caritas vor der Frage, wie sich die Einrichtung aus dem nun von den radikal-islamischen Taliban eroberten Land zurückzieht, und gleichzeitig Möglichkeiten findet, Menschen zu helfen.
Caritas Italiana ist seit den 1990er Jahren in Afghanistan tätig. In einer Pressemitteilung vom 15. August erklärte die Organisation, dass ihr bisheriger Schwerpunkt in Afghanistan die Hilfe für gefährdete Minderjährige gewesen sei. Weiterlesen
Caritas international will Programme unter Taliban weiterführen
Der Leiter des Büros von Caritas international in Kabul, Stefan Recker, will Hilfsprojekte in Afghanistan auch nach der Machtübernahme durch die Taliban weiterführen. “Wir arbeiten ja nicht für die Taliban”, sagte er am Montag im Interview des WDR 5-Morgenechos in Köln
“Wir arbeiten für die Landbevölkerung, für die armen Menschen hier, für marginalisierte Bevölkerungsgruppen wie Frauen und Kinder, wie Drogenabhängige”, sagte Recker. Die Hilfsprojekte in Kabul lägen derzeit auf Eis, in den Provinzen laufe die Arbeit jedoch “noch ein bisschen weiter“, berichtete Recker. Die Taliban hätten Caritas international aktiv gebeten, die Massnahmen in den Provinzen fortzusetzen. “Da haben wir sehr gute Signale von den Taliban bis jetzt gehört.” Unter anderem gebe es Projekte im psychosozialen Bereich, für Drogenabhängige, für Mutter-Kind-Gesundheit sowie klassische Nothilfeprojekte.
Papst Franziskus: “Sorge über Lage in Afghanistan”
Auch Papst Franziskus ist ausgesprochen beunruhigt über das Vordringen der Taliban in Afghanistan. Das liess er an diesem Sonntag bei seinem Angelusgebet am Petersplatz erkennen

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12. März 2001 – Zerstörung der Buddha-Statuen von Bamiyan
Buddha-Statuen von Bamiyan
Friedensgespräche in Doha
Fidesdienst
Kirche in Not
“Ich schliesse mich der allgemeinen Sorge über die Lage in Afghanistan an. Ich bitte euch, den Gott des Friedens zusammen mit mir darum zu bitten, dass der Waffenlärm aufhören möge, damit durch einen Dialog Lösungen gefunden werden.”
Eine Provinzhauptstadt nach der anderen haben die Gotteskrieger in den letzten Tagen eingenommen; von den grossen Städten ist längst nur noch Kabul in Händen der afghanischen Regierung. Die Taliban sind zweigleisig gefahren: Einerseits haben sie ihre Offensive nie unterbrochen, andererseits führten sie in Doha Friedensgespräche.
‘Wir sollten uns mit Sanitätskoffern, Sauerstoff und Hilfsmitteln bewaffnen’
Myanmar – Bischöfe starten Gebetsinitiative für das Ende der Pandemie: “Wir sollten uns mit Sanitätskoffern, Sauerstoff und Hilfsmitteln bewaffnen”
Yangon, Fidesdienst, 5. August 2021
“Da die Covid 19-Pandemie weiterhin die ganze Welt und unser Land bedroht, laden wir Bischöfe alle Menschen zum gemeinsamen Gebet ein”, so der Aufruf der birmanischen Bischöfe zum Beginn einer nationalen Gebetskampagne für das Ende der Pandemie.
“Während wir uns weiterhin den vielen täglichen Herausforderungen stellen, gibt das Virus keine Ruhe und plagt weiterhin die ganze Welt, auch Myanmar. Die neue Welle wütet weiter, die Delta-Variante ist hoch ansteckender, die Todesfälle und der Bedarf an Sauerstoffvorräten nehmen zu”, beklagt die Bischofskonferenz von Myanmar (CBCM) in einer Verlautbarung zur Initiative.
“Es sind sehr bedrohliche Zeiten für die Würde und das Überleben unseres Volkes”, betonen die Bischöfe. “Noch einmal: Wir rufen alle zur Einigkeit auf. Kein Konflikt, keine Vertreibung. Der einzige Krieg, den wir führen sollten, ist der gegen das Virus. Angesichts dieser Notlage sollten wir uns nur mit Sanitätskoffern, Sauerstoff und anderen nützlichen Hilfsmitteln für unser Volk bewaffnen”.




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