Brauchtum

November: Monat der Armen Seelen

Brief aus dem Fegfeuer

Düsseldorf (peripsum*), 03.01.2011

Liebe Brüder und Schwestern in Christo,

lange ist es schon her, dass sich jemand von uns, bei euch melden durfte, doch Gottes Barmherzigkeit hat es zugelassen das ich mich bei euch stellvertretend für alle Armen Seelen melden darf.

Der Allerseelenmonat November, den die Kirche zu unserer Hilfe eingerichtet hat ist nun vorüber, wir sind bereits im Januar des neuen Jahres. Kaum war der November vorüber, so haben uns schon einige unserer Pilgerbrüder und -schwestern auf Erden vergessen.

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Der Pfingstritt zu Bad Kötzting

Der Pfingstritt zu Bad Kötzting zählt zu den grössten berittenen Bittprozessionen Europas

Er geht auf ein Gelöbnis aus dem Jahre 1412 zurück. Im Dorfe Steinbühl, etwa sieben Kilometer von Bad Kötzting entfernt, lag ein Mann im Sterben und bat um die Sterbesakramente.  

Der Pfarrer sah sich aber ausserstande, ohne Schutz dorthin zu gelangen. Deshalb gaben ihm die Kötztinger Burschen, auf seine Bitte hin, das Geleit. Nach glücklicher Rückkehr wurde gelobt den Ritt jedes Jahr zu wiederholen. So ist es geblieben. Alle Jahre am Pfingstmontag ziehen über 900 Reiter betend auf geschmückten Pferden und in alten Trachten hinaus durchs Zellertal nach Steinbühl.

Der Pfingstritt ist wieder eine „Eucharistische Prozession“

Der Pfingstritt 2004 wird in die Geschichte des fast 600 Jahre alten Gelöbnisses eingehen. Erstmals ist ein Bischof mit den Pfingstreitern nach Steinbühl und zurück geritten. Weiterlesen →

3. Juni 2011, der Blutritt von Weingarten DE

Das Benediktinerkloster Weingarten beherbergt seit über 900 Jahren ein Kleinod

Das Benediktinerkloster Weingarten (Kloster ist im Prozess der Schliessung) beherbergt seit über 900 Jahren ein Kleinod, welches Gegenstand und Mittelpunkt der grössten, regelmässig wiederkehrenden Reiterprozession und Männerwallfahrt Europas ist.

Einige Tropfen Blut in einem Erdklumpen – das Blut des Gekreuzigten selbst, wird einmal im Jahr hervorgeholt aus seinem sicheren Tresor aus Glas und Stahl, sicher geborgen in der Basilika von Weingarten.

An einem Freitag im Jahr – Dem Blutfreitag – trägt ein Mann das Heilige Blut – aufbewahrt im goldenen Reliquienschrein – durch Weingarten und das Umland. Dieser Mann ist der eigentliche Blutreiter, denn er geht seinen Weg nicht zu Fuss – er reitet auf einem Pferd, sowie einst der Heilige Martin beritten war, als er seinen Mantel teilte.

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Blutfreitag 2011 – es ist bald soweit

Der Blutreiter 2011, Träger des Heiligen Blutes: Pfarrer Ekkehard Schmid

Wir alle wünschen ihm die Kraft für diese schwere Aufgabe
Tröste die, die Trost bedürfen
Ermahne die, denen Ermahnung Not tut in ihrer Überheblichkeit derer gibt es in Oberschwaben viele

Seit 2007 ist Ekkehard Schmid Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Martin. In diesem Amt erlebt er den Blutritt 2011 zum vierten Mal. Doch in diesem Jahr unterscheiden sich die Vorbereitungen sehr von den bereits erlebten Prozessionen und Feierlichkeiten rund um Christi Himmelfahrt. Denn nach der Auflösung des Benediktinerklosters wird Pfarrer Schmid erstmals selbst Blutreiter sein und die Reliquie mit dem Blutstropfen Christi hoch zu Ross segnend durch Strassen und Fluren tragen.

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Auffahrtsumritt Beromünster, Donnerstag, 02.06.2011

Der 18 km lange Bittgang führt über sanft ansteigende Hügelzüge

Im wesentlichen ist die Route über Jahrhunderte unverändert geblieben.

Der 18 km lange Bittgang führt über sanft ansteigende Hügelzüge. Die weit offene Landschaft ist geprägt von Wiesen und Äckern. Der Weg führt an Wäldern entlang und durchquert Gehöfte und Weiler.

Die Prozession, an der etwa 200 Reiter in farbenprächtigen Uniformen teilnehmen, beginnt schon in der Morgenfrühe. Die Priester, Kreuz- und Fahnenträger, Kirchenräte, Sänger und Musikanten, sie alle sind hoch zu Ross. Zu ihnen gesellen sich Kavalleristen und viele weitere Wallfahrer.

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Das Osterdatum

Das Problem steckt im Detail, nämlich in der Berechnung der Tagundnachtgleiche

Rom, Radio Vatikan, 24.04.2011

Für alle Christen ist Ostern das wichtigste Fest – doch sie feiern es nicht alle am selben Tag. Denn die Kirchen des Ostens und Westens benutzen verschiedene Methoden, um den Termin in Abhängigkeit von Frühlingsbeginn und Mondzyklus zu ermitteln. Seit dem Konzil von Nizäa (325) galt die Faustregel: Ostern ist am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Das Problem steckt im Detail, nämlich in der Berechnung der Tagundnachtgleiche. Im Wesentlichen aber war man sich bis 1528 einig. Dann stellten Astronomen fest, dass der julianische Kalender etwa elf Minuten pro Jahr nachging, also rund alle 130 Jahre einen Tag.

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Sächsische Weihnachtstradition auf dem Weg nach Rom

Krippe aus Zwickau wird am 2. Adventssonntag im Pantheon ausgestellt

ROM, Zenit von Tanja Schulz, 1. Dezember 2010 

Moderne Holzskulpturen aus Stralsunder Eiche in einem uralten römischen Tempel.
Ein ungewöhnlicher Kontrast in dem antiken Meisterbau der Superlative, der seine Berühmtheit der größten und best erhaltenen Kuppel des Altertums, eine exakte Halbkugel, verdankt. 

In der Tat wird der von dem Zwickauer Künstler Jo Harbort 2003 geschnitzten Heiligen Familie dieses Jahr eine besondere Bühne bereitet. Statt der üblichen Aufstellung auf dem Zwickauer Domhof, wo sie im Dezember für Adventsstimmung sorgt, darf sie eine außergewöhnliche Reise antreten. In einem Schwertransporter werden heute die lebensgroßen Figuren 1300 km weit nach Rom gefahren. Das teilte die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) am Donnerstag in einer Pressekonferenz mit. Weiterlesen →

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