Priester und Kirchenrechtler Georg May feiert 100. Geburtstag


Der Priester und Kirchenrechtler Georg May feiert am heutigen Fest Kreuzerhöhung, dem 14. September, seinen 100. Geburtstag, aus welchem Anlass der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf gratulierte. May hatte von 1960 bis 1994 den Lehrstuhl für Kirchenrecht an der Universität Mainz inne

Quelle
Georg May
Georg May (Theologe) – Wikipedia
Selbstgemachter Priestermangel – Vortrag Dr. Georg May, Kirchenrechtler – YouTube
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Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion

Redaktion – Montag, 14. September 2026

Der Priester und Kirchenrechtler Georg May feiert am heutigen Fest Kreuzerhöhung, dem 14. September, seinen 100. Geburtstag, aus welchem Anlass der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf gratulierte. May hatte von 1960 bis 1994 den Lehrstuhl für Kirchenrecht an der Universität Mainz inne.

Zeit seines Lebens hielt May an der überlieferten Liturgie fest, wie sie bis nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil in aller Welt gefeiert wurde und wie sie im Kern auf die Zeit von Papst Gregor dem Großen – und sogar darüber hinaus – zurückgeht.

Die Entwicklung der Theologie im deutschen Sprachraum verfolgte er genau, woraus vor rund zehn Jahren sein monumentales Werk „300 Jahre gläubige und ungläubige Theologie“ entstand. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. würdigte das Projekt vor der Veröffentlichung mit den Worten: „Besonders beunruhigt mich die Lage an den theologischen Fakultäten Deutschlands, die großenteils nicht in den Glauben hineinführen und noch weniger Hilfe auf dem Weg zum Priestertum sein können.“ Daher sei „ein Buch, in dem Du die ungläubige evangelische und katholische Theologie bloßstellst, höchst angebracht und notwendig“

In einem Brief an May schrieb Kohlgraf: „100 Jahre sind ein sehr gesegnetes Alter und ich hoffe, dass es Ihnen altersentsprechend gut geht und Sie diesen Tag als ein besonderes Geschenk Gottes genießen können.“

„Mehrere Jahrzehnte haben Sie an der Universität in Mainz Kirchenrecht gelehrt und sind dem priesterlichen Dienst stets treu geblieben“, so Kohlgraf. „Gern erinnere ich mich auch an die netten Unterhaltungen bei den zufälligen Begegnungen in der Stadt.“

May stammt aus Schlesien und wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs vertrieben. 1951 empfing er – noch für das Erzbistum Breslau – die Priesterweihe. Nach kurzer Zeit in der Seelsorge promovierte er und schloss schließlich in München seine Habilitation ab. Nur kurz lehrte er in Freising, bevor er jahrzehntelang in Mainz tätig war. Papst Benedikt XVI. machte ihn 2011 zum Apostolischen Protonotar.

Im November 2025 berichtete die Internetseite, auf der zahlreiche Predigten von May veröffentlicht wurden, er müsse „aufgrund seines Gesundheitszustandes ab sofort den öffentlichen Gottesdienst (heilige Messe und Beichtgelegenheit)“ einstellen.

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