Leo XIV. nimmt Gehaltskürzungen für Vatikan-Mitarbeiter zurück
An diesem Montag ist bekannt geworden, dass Papst Leo XIV. die während der Pandemie eingeführten Gehaltskürzungen für die Mitarbeiter der Römischen Kurie und des Staates der Vatikanstadt aufgehoben hat. Die Entscheidung erfolgte im Rahmen eines sogenannten Motu proprio

Quelle
Papst: Pensionsfonds muss saniert werden, um Renten zu sichern – Vatican News
Mario Galgano – Vatikanstadt
In dem Dekret verweist der Papst auf die Sparmaßnahmen, die sein Vorgänger Papst Franziskus im März 2021 unter dem Titel „Un futuro sostenibile“ (Eine nachhaltige Zukunft) beschlossen hatte. Diese Schritte waren damals notwendig geworden, um den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu begegnen. Nachdem bereits im Juni 2025 erste Anpassungen vorgenommen wurden, sieht die Kirchenleitung die Voraussetzungen gegeben, um die Einschränkungen nun vollständig zu beenden. Die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der vatikanischen Institutionen soll künftig mit anderen Instrumenten sichergestellt werden.
Nach Konsultation des Sekretariats für Wirtschaft setzte Papst Leo XIV. die Regelungen von 2021 rückwirkend zum 1. September 2026 außer Kraft. Die während der Geltungsdauer der Sparmaßnahmen eingetretenen Effekte – darunter das zeitweise Aussetzen von Dienstaltersstufen – bleiben rechtlich unberührt. Das Motu proprio tritt mit seiner Veröffentlichung im „L’Osservatore Romano“ umgehend in Kraft.
Ein Motu proprio – lateinisch für „aus eigenem Antrieb“ – ist ein Dekret, das der Papst ohne vorherigen Antrag Dritter aus eigener Initiative erlässt und das unmittelbare Gesetzeskraft besitzt.
vatican news, 14. September 2026
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