Trump will “antichristliche Vorurteile” beseitigen
Neue “Task Force”: Trump will “antichristliche Vorurteile” beseitigen
07.02.2025
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Bereits im Wahlkampf hatte der amtierende US-Präsident Donald Trump angekündigt, den christlichen Glauben und die Religionsfreiheit in den USA wieder stärken zu wollen, nun werden die Wahlkampfversprechen offenbar konkret: Am Donnerstag gab Trump im Rahmen des traditionellen, überparteilichen “National Prayer Breakfast” in Washington bekannt, eine “Task Force” ins Leben zu rufen, die “antichristliche Vorurteile beseitigen” solle. Die Leitung solle Pam Bondi übernehmen, die Trumps auch als Justizministerin in sein Kabinett berufen hat.
Das Ziel der “Task Force”, über die bereits mehrere US-Medien berichten, werde es sein, “alle Arten von antichristlichen Angriffen und von Diskriminierung innerhalb der Regierung” zu beenden, so der 78-Jährige. Doch damit nicht genug: Trump kündigte auch an, eine neue präsidiale Kommission zum Schutz der Religionsfreiheit ins Leben zu rufen. Diese solle “unermüdlich” dafür arbeiten, das “fundamentalste Recht” auf Religionsfreiheit zu schützen. Darüber hinaus wolle er ein beim Weißen Haus angesiedeltes “Büro für Glaubensfragen” eröffnen, an dessen Spitze die evangelikale Pastorin Paula White stehen soll, die den Republikaner seit Jahren in religiösen Fragen berät.
Trump: “Himmel und Erde in Bewegung setzen”
Von der neuen “Task Force” und der Kommission verspricht sich Trump, dass “antichristliche Gewalt und Vandalismus in unserer Gesellschaft vollumfänglich strafrechtlich verfolgt werden”. Man werde, so der US-Präsident wörtlich, “Himmel und Erde in Bewegung setzen”, um die Rechte von Christen und Gläubigen in Amerika zu schützen. “Solange ich im Weißen Haus sitze, werden wir Christen in unseren Schulen, im Militär, in unserer Regierung, am Arbeitsplatz, in Krankenhäusern und im öffentlichen Raum schützen”, kündigte Trump an. Er wolle das Land wieder als “eine Nation unter Gott” zusammenführen.
In der Vergangenheit hatte Trump der Biden-Regierung immer wieder vorgeworfen, antichristliche, insbesondere antikatholische Vorurteile zu hegen. Er begründete dies beispielsweise damit, dass sein Amtsvorgänger mehrere Lebensrechts-Aktivisten aufgrund des sogenannten “FACE Act” inhaftieren ließ. De facto hatten sie allerdings nur vor Abtreibungskliniken demonstriert, unter anderem mit Gebeten. Zudem kritisierte Trump die US-Bundespolizei FBI, die ebenfalls unter der Regierung Joe Bidens in interner Kommunikation traditionalistische Katholiken explizit unter Extremismusverdacht gestellt wurden.
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