Der Anruf wird Gebet

Bischofssynode 1987

Die Bischofssynode, die im Oktobermonat des Marianischen Jahres stattfand, hat ihre Arbeiten in besonderer Weise der Fürbitte Marias, der Mutter des Erlösers anvertraut. Derselben Fürbitte vertraue ich die geistliche Fruchtbarkeit der Ergebnisse der Synode an. Am Schluss dieses postsynodalen Dokumentes rufe ich gemeinsam mit den Synodenvätern und den Laien, die an der Synode teilgenommen haben, und allen anderen Gliedern des Volkes Gottes die Jungfrau Maria an.

Der Anruf wird Gebet.

O du allerseligste Jungfrau,
Mutter Christi und Mutter der Kirche,
mit Freude und Bewunderung
stimmen wir ein in dein Magnifikat,
in dein Lied dankbarer Liebe.

Mit dir danken wir Gott,
“dessen Erbarmen von Geschlecht
zu Geschlecht waltet”,
für die wunderbare Berufung
und die vielfältige Sendung der Laien.

Er hat sie berufen,
in einer Gemeinschaft der Liebe
und der Heiligkeit
mit ihm zu leben,
und als Geschwister in der grossen Familie
der Kinder Gottes vereint zu sein.
Sie sind gesandt,
das Licht Christi auszustrahlen,
und das Feuer des Geistes d
urch ihr Leben im Geist des Evangeliums
in der ganzen Welt zu verbreiten.

Jungfrau des Magnifikat,
erfülle ihre Herzen mit Dankbarkeit
und Begeisterung
für diese Berufung und Sendung.
Die du in Demut und Hochherzigkeit
die “Dienerin des Herrn”
geworden bist,
schenke uns deine Verfügbarkeit
für den Dienst Gottes
und das Heil der Welt.
Öffne unsere Herzen
für die endlosen Weiten
des Reiches Gottes und
der Verkündigung des Evangeliums
an alle Geschöpfe.

Dein Mutterherz
weiss um die vielfältigen Gefahren
und zahlreichen Übel,
die die Männer und Frauen
unserer Zeit bedrohen.
Aber es weiss auch
um die vielen Initiativen des Guten,
um die grossen Sehnsüchte nach Werten,
um den Fortschritt auf dem Weg zum Heil.

Mutige Jungfrau,
schenke uns Seelenkraft
und Vertrauen auf Gott,
damit wir alle Hindernisse überwinden,
die sich der Erfüllung
unserer Sendung entgegenstellen.
Lehre uns, die Realitäten der Welt
mit tiefem christlichem
Verantwortungsbewusstsein
zu behandeln, in der frohen Hoffnung
auf die Ankunft des Reiches Gottes,
des neuen Himmels und der neuen Erde.

Die du betend mit den Aposteln
im Coenaculum zusammen warst,
um auf die Ankunft des Pfingstgeistes zu warten,
erflehe, dass er sich erneut
über alle Laien ausgiesst,
damit sie ihrer Berufung und Sendung
als Reben des wahren Weinstocks,
die bestellt sind,
für das Leben der Welt reiche Frucht zu tragen,
voll entsprechen.

Jungfrau und Mutter,
führe uns und stütze uns,
damit wir immer als wahre Söhne
und Töchter der Kirche deines Sohnes leben
und so dazu beitragen,
auf Erden die Zivilisation der Wahrheit und Liebe
nach dem Wunsch Gottes
und zu seiner Ehre aufzubauen.

Amen.

Christifideles Laici: Quelle: Nachsynodales Apostolisches Schreiben von Papst Johannes Paul II: Über Berufung und Sendung der Laien in Kirche und Welt
VII.OrdentlicheGeneralversammlung 1.30. Oktober 1987: Berufung und Sendung der Laien in Kirche und Welt
MulierisDignitatem: Apostolisches Schreiben von Papst Johannes Paul II.:
Über die Würde und die Berufung der Frau anlässlich des Marianischen Jahres
Marianisches Jahr

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