Die Banalisierung der Sexualität
Was der Papst im Seewald-Buch über Kondome wirklich sagt
Von Paul Badde / Die Welt 22. November 2010
„In begründeten Fällen“ könne er auch den Gebrauch von Kondomen gutheißen, hat Papst Benedikt XVI. dem Münchener Publizisten Peter Seewald im Sommer in seiner Residenz in Castel Gandolfo im Verlauf von sechs Gesprächen anvertraut, die am kommenden Mittwoch gleichzeitig in acht Sprachen veröffentlicht werden. In Deutschland wird das Buch unter dem Titel „Licht der Welt“ erscheinen. Vierzehn Jahre nach ihrem ersten Gesprächsbuch („Salz der Erde“, 1996), das Seewald damals noch mit Kardinal Joseph Ratzinger führte, beschäftigen sich die beiden diesmal im Gegensatz zu damals jedoch weniger mit theologischen Fragen, sondern haken eine ganze Liste kritischer Anfragen ab, die nach einer Serie von Pannen und bekannt gewordenen Skandalen innerhalb der katholischen Kirche vor allem in den letzten beiden Jahren immer wieder aufgeworfen wurden. Die Geheimhaltung des Manuskripts bis zum Erscheinungstermin des Buches hätte kaum größer sein können. Dennoch sickerten im nicht allzu verschwiegenen Rom zuletzt immer mehr Details der Gespräche an die Öffentlichkeit. Weiterlesen
Die Wunschvorstellung alles Lebendigen
Die freiheitliche Selbstbestimmung
Die katholische Kirche ist die einzige Institution, die den Menschen vor der erniedrigenden Sklaverei bewahrt, ein Kind seiner Zeit zu sein.
Gilbert Keith Chesterton
Die Wiege Europas
„Christlich wird den Kontinent kaum noch jemand nennen können.“
Von Paul Badde / Die Welt, 6.11.2010
Kein Weg hat die europäische Integration intensiver vorangetrieben als der Jakobsweg.
Und Santiago de Compostela erzählt so deutlich wie kaum ein anderer Ort von Europas Identität.
Europa, so hieß es lange Zeit, reiche so weit, so weit die gotischen Kathedralen reichen. Das war zu eng gesehen. Europa ist größer. Doch um seine Identität hat es immer wieder gekämpft und gerungen. Er sei ein “Leuchtturm der Zivilisation! Ein Anreiz zum Fortschritt für die Welt!”, rief Johannes Paul II. am 9. November 1982 in Santiago di Compostela dem Kontinent zu. Er rief es da draußen im Westen in bleierner Zeit – mitten im Kalten Krieg, als Stacheldraht und Todesstreifen das alte Abendland noch von Nord nach Süd in zwei Teile trennte, die sich fremder geworden schienen als zwei fremde Planeten. Das hat sich inzwischen dramatisch verändert. Doch so eindeutig wie damals der polnische Patriot Karol Wojtyla mag heute kaum noch jemand die Frage beantworten, was Europa ist. Den überaus glücklichen europäischen Einigungsprozess, den wir seit 1989 beobachten, begleitet auch eine rätselhafte Geschichtsvergessenheit, in der immer weniger eine Antwort auf die Frage wagen, woher wir kommen, wer wir sind und wohin wir gehen.
Brauchen wir eine christliche Kulturrevolution
SOS – Die Familie retten heißt Europa bewahren
Eine provokante Frage herausfordernd beantwortet von Christa Meves
Vortrag beim Kongress von Kirche in Not am 11.04.08 in Augsburg
Im neunten Kapitel der Offenbarungen des Johannes heißt es: „….und der Schacht des Abgrunds wurde geöffnet.
Da stieg Rauch aus dem Schacht auf, wie aus einem großen Ofen…. Aus dem Schacht kamen Heuschrecken über die Erde, und ihnen wurde Kraft gegeben wie sie Skorpione haben. Es wurde ihnen gesagt, sie sollten dem Gras auf der Erde, den grünen Pflanzen und den Bäumen keinen Schaden zufügen, sondern nur den Menschen, die das Siegel Gottes nicht auf ihrer Stirn haben. Es wurde ihnen befohlen, die Menschen nicht zu töten, sondern nur zu quälen…Und der Schmerz, den sie zufügen, ist so stark, wie wenn ein Skorpion einen Menschen sticht…“ Liebe Freunde – In diesem unser Land verfinsternden „Rauch“ leben wir. Dieser zerfressenden Szene sind im Besonderen unsere Familien seit fast 40 Jahren ausgesetzt; denn seit dieser Zeit versucht ein losgelassener Heuschreckenschwarm von Ideologen unsere Familie sowie die Strukturen unserer Gesellschaft und damit unsere Zukunft zu zerstören, in unverblümter Aussage sogar die Familie als scheinbar veraltet (!) ganz abzuschaffen und sie für die Kinder vom Lebensanfang an durch staatliche Betreuung zu ersetzen! Diese Heuschrecken fielen rauschend über die Familien her, verstachen und zersetzten sie, brachten die schändlichsten Quälereien zustande und schafften es in der Tat, dass mittlerweile ungezählte Familien daran zerbrochen oder gar bereits ausgestorben sind, weil keine Nachkommen mehr nachwachsen.
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Der Unkultur des Todes trotzen
„Marsch für das Leben“ in Berlin will Zeugnis geben und Zeichen setzen
Lohmann: Notwendige Demonstration Von Markus Reder Quelle: Tagespost
Der katholische Publizist Martin Lohmann ist Bundesvorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL).
Am Samstag lädt der Bundesverband Lebensrecht (BVL) wieder zum „Marsch für das Leben“ mitten in Berlin ein.

Ist diese jährliche Demonstration notwendig?
Ja, sehr sogar. Sie ist ein wichtiges Zeichen und ein klares Zeugnis für das Leben und seine Unantastbarkeit in einer Gesellschaft, die sich an die Tötung von mehr als 114 000 noch nicht geborener Kinder pro Jahr gewöhnt zu haben scheint. Und das ist skandalös. In Deutschland ist die Ehrfurcht vor dem Leben und seiner Heiligkeit nach wie vor unterentwickelt. Wer da nicht wach wird, wer sich da nicht sensibilisieren lässt, der wird – gewollt oder nicht, bewusst oder nicht – zum Sklaven einer Diktatur des Relativismus und der Unkultur des Todes. Wirkliche Humanität hingegen setzt die Unantastbarkeit der Würde des Menschen, ob noch nicht geboren oder bereits geboren, ob jung oder alt, ab gesund oder krank, voraus. Ohne Wenn und Aber. Wir wollen also Bewusstsein für das Leben und gegen die Tötung schaffen. Friedlich. Freundlich. Und klar. Das ist in der Tat sehr notwendig und wichtig. Eigentlich müssten alle mitgehen, denen der Artikel 1 des Grundgesetzes etwas bedeutet.
Gottes Geschenk in einer schwierigen Zeit
So viele Mönche wie noch nie Wiener Neustadt (kath.net/PEW)
Das romtreue Zisterzienserstift Heiligenkreuz hat so viel Nachwuchs wie noch nie, das wird in den nächsten Tagen deutlich sichtbar. Am 12. August legen sechs Novizen die “zeitlichen Gelübde” ab, fünf Novizen verlängern ihre Gelübde. Am 15. August (alle Zisterzienserklöster feiern Maria Himmelfahrt als Patronatstag) legen sieben Mönche die “ewigen Gelübde” ab. Am 16. August werden vier Mönche, die ihr theologisches Studium bereits abgeschlossen haben (Placidus Beilicke, Edmund Waldstein, Damian Lienhart und Justinus Pech) vom Grazer Weihbischof Franz Lackner zu Diakonen geweiht. Die neuen Diakone werden in den Pfarren des Stiftes ihre pastorale Ausbildung machen, bzw. ihre Doktoratsstudien fortsetzen. Am 19. August wird Abt Gregor Henckel-Donnersmark sieben junge Männer in das Noviziat aufnehmen und einkleiden. Weiterlesen


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