Zeitzeichen

Ehrlichkeit tut Not

Zürcher Unterländer:  Fünf vor zwölf für die Kirche

Dienstag, 01. März 2011 von Christian Wüthrich

Die Landeskirchen schrumpfen – vor allem die Reformierte. Zwar treten aus der Katholischen Kirche massiv mehr Leute aus. Doch Einwanderer füllen die Lücke grösstenteils auf.

In diesen Wochen reichen viele Bürger wie jedes Jahr ihre Steuererklärung ein. Und wie jedes Jahr dürfte sich beim Ausfüllen der Formulare manch einer überlegt haben, ob die Religionszugehörigkeit dem Spargedanken geopfert werden soll. Steueroptimierung sei einer der Gründe für die zahlreichen Kirchenaustritte, wenn auch nicht der wichtigste, räumt die Katholische Kirche des Kantons Zürich in ihrem Geschäftsbericht ein.

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IMABE

Das Institut

Geschichte:

Das “Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik”  (IMABE) wurde 1988 auf Initiative von Medizinern, Juristen und Geisteswissenschaftlern in Wien gegründet. Ziel des Instituts ist es, den Dialog von Medizin und Ethik in Forschung und Praxis auf Grundlage des christlichen Menschenbildes zu fördern. Die Österreichische Bischofskonferenz übernahm 1990 die Patronanz des Vereins.

Aufgabe:

Die Fortschritte von Medizin und Forschung haben die Lebenssituation des Einzelnen in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert. Gleichzeitig sind die ethischen Herausforderungen gewachsen: Was wollen wir können – mit Blick auf den Mensch in seiner unantastbaren Würde, sei es am Lebensbeginn, am Lebensende oder im Zuge der ärztlichen Behandlung? Weiterlesen

Der Etikettenschwindel

Beherrscht wer Schlagzeilen zu setzen weiss, die Spielregeln einer Debatte?

Die Tagespost,18.02.2011

Was die Unterstützerliste des Memorandums so alles zeigt: Religionspädagogen und Ruhestandsprofessoren plädieren für die Abkehr von Rom. Von Alexander Kissler

Wer über die Begriffe bestimmt, beherrscht das Denken, und wer Schlagzeilen zu setzen weiss, der definiert die Spielregeln einer Debatte: Nach diesen Gesetzen der Massenkommunikation haben die Initiatoren des Memorandums “Kirche 2011 – Ein notwendiger Aufbruch” fast alles richtig gemacht. Seit das kirchenpolitische Manifest Anfang Februar an die Öffentlichkeit gelangte, zirkuliert es unter der Überschrift, rund ein Drittel der Theologen an deutschsprachigen Universitäten, etwa 150 “deutsche katholische Theologieprofessorinnen und -professoren” forderten einschneidende Reformen, von der Priesterehe über die Aufwertung homosexueller Partnerschaft hin zu mehr kirchlichen Ämtern für Frauen. Beim genauen Blick jedoch auf die Unterzeichner stellt sich heraus, dass eine andere Überschrift den Tatsachen eher entsprochen hätte: “Religionspädagogen und Ruhestandsprofessoren plädieren für Abkehr von Rom.” Weiterlesen

Die Gotteskrise und das Theologenmemorandum

“Das Evangelium von der Freiheit, wie es Paulus verstand”

Rom, kath.net, 15. Februar 2011

Es zeugt von purem Provinzialismus, zu meinen, dieses Problem … lasse sich auf dem Weg einer deutschen Sonderregelung lösen – Der Grundsatzbeitrag von Walter Kardinal Kasper in voller Länge auf kath.net

Die deutliche Stellungnahme von Walter Kardinal Kasper zum Theologenmemorandum hat starkes Aufsehen erregt. Walter Kasper war als Bischof von Rottenburg-Stuttgart der Vorgänger von Bischof Gebhard Fürst und danach erst Sekretär, dann seit 2001 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, wovon er sich im Jahr 2010 aus Altergründen zurückgezogen hat. Kath.net dokumentiert den Grundsatzbeitrag des Kurienkardinals Walter Kardinal Kasper in voller Länge:

Das Memorandum deutscher katholischer Theologinnen und Theologen “Ein notwendiger Aufbruch” lässt aufhorchen. Denn kein vernünftiger Mensch und kein wacher Christ wird bestreiten, dass die katholische Kirche in Deutschland einen Aufbruch bitter nötig hat und dass die Dinge nicht einfach so weiter gehen können, wie sie sich im Augenblick darstellen.

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Die Chance der Kirche:

Unverkennbar katholisch sein

Matthias Matussek, Journalist in Diensten des “Spiegel”, hält das Memorandum der Theologieprofessoren für ein “gezieltes Abrissunternehmen”. Die wirklich nötigen Reformen sehen anders aus, meint er und fordert von den Bischöfen klare Positionen statt Dialoggesumse. Ein Gespräch über professorale Peinlichkeiten, Kampagnen vor dem Papstbesuch und das Leben auf Wanderdünen.

Tagespost, 11.02.2011, mit Matthias Matussek sprach Markus Reder.

Herr Matussek, “vor dem Papstbesuch bereiten Theologen und Politiker den Abriss der katholischen Kirche vor”, war in einem “Spiegel”-Beitrag von Ihnen zum Memorandum zu lesen. Ist das nicht zu dick aufgetragen? Im Memorandum werden Reformen gefordert. Von Abriss ist nicht die Rede.

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Italien: “Das hat unser Herz zerstört”

Es war Sonntagabend

Radio, Radio Vatikan, 10.02.2011

Es war Sonntagabend, als der Tod ins Barackenlager an der Via Appia Nuova kam: Beim Brand einer Hütte in einem illegalen Roma-Lager am römischen Stadtrand kamen vier kleine Kinder ums Leben. Vier Kerzen flammten deswegen am Mittwochabend in der Innenstadtkirche Santa Maria in Trastevere auf. Der Generalvikar des Papstes für das Bistum Rom, Kardinal Agostino Vallini, feierte mit der Basisgemeinschaft Sant’Egidio eine Gebetsvigil für Sebastian, Patrizia, Fernando und Raul.

“Angesichts der Armut, in der diese Kinder lebten, sollten wir innerlich umkehren und endlich die Realität um uns herum wahrnehmen! Vergessen wir nicht: Das sind Männer, Frauen und Kinder wie wir. Wir brauchen jetzt nicht als erstes politische oder behördliche Lösungen, sondern vor allem Respekt vor jedem Menschen, weil er Mensch ist. Dieses tragische Ereignis möge eine Gelegenheit sein, eine solche Kultur zu entwickeln und zu verbreiten.” Weiterlesen

Dialog setzt Bekenntnis voraus

Aufbruch oder Abbruch? – Eine Stellungnahme zum Theologen-Memorandum “Kirche 2011”

Die Tagespost, 07.02.2011 von Manfred Hauke

Am 3. Februar veröffentlichte die “Süddeutsche Zeitung” ein von 143 Theologen unterzeichnetes Memorandum unter dem Titel “Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch”. Die darin enthaltenen Forderungen erinnern in Vielem an die sogenannte “Kölner Erklärung” aus dem Jahre 1989 und das “Kirchenvolksbegehren” von 1995. Die am meisten vertretene Katholisch-Theologische Fakultät ist die von Münster mit siebzehn Theologen, darunter dem Dekan Klaus Müller; eine Theologin aus Münster gehört zum Redaktionsteam des Memorandums (vgl. M. Drobinski, “Theologen gegen den Zölibat”, Süddeutsche Zeitung, 3.2.). Für den Ursprung in Münster spricht auch die sehr spezielle Forderung nach dem “Aufbau einer kirchlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit” (Klaus Lüdicke). Nennen wir den Text darum zur besseren Unterscheidung die “Münsteraner Erklärung”. Weiterlesen

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