Zeitzeichen

Muff in der Berliner Luft

Kommentar von Regina Einig

Die Tagespost, 04.07.2011

An einer Päpstlichen Universität in Rom zu promovieren ist nichts Ehrenrühriges. Das gilt auch für die Universität Santa Croce, an der der designierte Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki seinen Doktortitel erwarb, denn sie gehört seit Jahren zu den renommiertesten Hochschulen in Rom. Santa Croce bürgt für Qualität in Wissenschaft und Lehre. Dass die Uni keine geschlossene Gesellschaft ist, sondern im Geist wissenschaftlicher Weite Studenten aller Religionen offensteht, bedarf eigentlich keiner Erwähnung. Denn das Opus Dei unterscheidet sich darin nicht von anderen katholischen Hochschulen in der Ewigen Stadt. Auch bei den Augustinern, Benediktinern, Salesianern und Jesuiten stehen die Tore zur wissenschaftlichen Bildung allen Studenten offen.

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Entwicklung des natürlichen Schamgefühls unserer Kinder?

Kuschelecken, Decken, Nischen, gedämpftes Licht: Unterwegs in eine neue Diktatur?

“Sensibel wirst Du als Erzieherin nur, wenn Du Dich mit dem Thema auseinander setzt”

Interview mit Antje Elsbeck zum Thema Sexualpädagogik im Kindergarten von Norbert Kühne

Antje Elsbeck ist seit 13 Jahren Leiterin eines AWO-Kindergartens in NRW. Erzieherin ist sie seit 25 Jahren.

Norbert Kühne: Der grösste Teil der Erzieherinnen wird – mindestens innerlich – die Augen verdrehen, sobald man ihn auf “Sexualerziehung in der Kindertagesstätte” anspricht. Das ist bei Ihnen anders?

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Anne Will bietet mit ihrer Sendung Pöbeleien und Hetze ein Podium

Regisseur Rosa von Praunheim und Journalist Urich Jörges ausfällig

Öffentlich-rechtliche Stimmungsmache, oder Journalismus?
 – schmähende Bloggeinträge veröffentlicht

MEDRUM, 13.04.2010

Anne Will wollte in ihrer Sonntagabendsendung “Benedikts Schweigen – sind wir noch Papst?” erörtern, ob Papst Benedikt angesichts seiner Haltung im Missbrauchsskandal an Zustimmung eingebüsst hat. Das Medienecho und sendebegleitende Blogeinträge zeigen, dass die Sendung mehr durch Pöbelleien als durch überzeugende Antworten in Erinnerung bleiben wird.

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Adoptionsverbot aufheben

“Dank Euch ist Zürich weniger zwinglianisch”

NZZ Online, 18. Juni 2011

Schwule und Lesben gehen beim Zurich Pride Festival auf die Strasse

Mehrere tausend Personen sind am Samstagnachmittag an der Parade des Zurich Pride Festivals mitgelaufen. Lesben, Schwule und Bisexuelle demonstrierten unter anderem für den Abbau von Vorurteilen und Ängsten sowie für mehr Toleranz in der Gesellschaft.

(sda) Weder vom kalten Wetter noch von kräftigen Regenschauern liessen sich die Teilnehmenden abschrecken: Eine Gruppe Schwuler trug nur Unterhosen und darüber eine durchsichtige Pellerine. In der Menge war auch eine fein herausgeputzte Dragqueen auszumachen, die mit rosa Perücke in High Heels über den Zürcher Helvetiaplatz stöckelte.

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“Priester zudienen, auch wenn dieser weniger kompetent ist”

“Der Heilige Geist hat Unmögliches möglich gemacht!”

Seit vierzig Jahren gibt es im Bistum Chur Theologen/-innen im Laienstand

In Zürich und auf der Ufenau trafen sich rund 100 Theologen/-innen des Bistums Chur und feierten, dass sich seit 40 Jahren Frauen und Männer in vielfältiger Weise in der Kirche engagieren und nicht mehr aus dem Bild der Kirche wegzudenken sind.

Der veranstaltende Generalvikar Josef Annen (ZH/GL) aus Küssnacht SZ hiess die bunte Schar der Theologinnen und Theologen im Pfarreizentrum
Liebfrauen in Zürich willkommen. Er verwies auf das Abbröckeln der Priesteramtskandidaten im Priesterseminar St. Luzi in den 60er Jahren.
Es meldeten sich jedoch Frauen und Männer, die Theologie studieren, sich aber nicht weihen lassen wollten. «Sollten wir ihre Berufung verweigern?», fragte Josef Annen rhetorisch und machte auf die noch heute herrschende Problematik der Bezeichnung hin.

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Hoffnung für Levo

Nach dem Einmarsch der USA 2003 bricht im Irak das Chaos aus

Tagespost, 15.06.2011

Nach dem Einmarsch der USA 2003 bricht im Irak das Chaos aus. Schiiten und Sunniten bekämpfen sich. Tausende Christen flüchten vor dem islamistischen Terror in den Norden. In Armut und im Elend leben sie dort. Die Kirche will neue Hoffnung geben. Eine Reportage. Von André Stiefenhofer

Eine halb zerfetzte kurdische Fahne flattert auf dem Dach, der Wind pfeift über die mit roten Mohnblumen getupften grünen Wiesen, die Sonne scheint, es ist ein kalter Maitag. Afram Yokhanna steht mit einem versteinerten Gesicht vor seinem kleinen Haus im nordirakischen Dorf Levo und starrt in die Ferne. “Hier bin ich wieder.”

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Der antirömische Affekt Vatican Magazin

Das Verhältnis zwischen dem Papsttum und den Deutschen war selten harmonisch

Die Forderung nach einer romfreien Nationalkirche nördlich der Alpen zog und zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der “germanischen” Christen

Seit 754 Kirchengeschichte “Im Namen des Herrn”

Von Walter Brandmüller
 
Die Deutschen und der Papst – damit ist nicht Benedikt XVI. gemeint, sondern jeder, der bisher dem Apostelfürsten nachgefolgt ist. Gemeint ist also “der Papst”. Und dieser hat, da Petrus dort gemartert und begraben wurde, seinen Sitz in Rom. Zu dieser Stadt und dem, was sie bedeutet, hatten die Germanen, seitdem die Legionen Roms in “Deutschlands Norden” vorgedrungen waren, ein besonderes, ein konfliktgeladenes Verhältnis.

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